Rolex-Pepsi-Alternativen-Hommagen

Rolex Pepsi? 11 Alternativen für jedes Budget – ohne Wartezeit!

Die Rolex GMT-Master, besser bekannt als Rolex Pepsi, ist zweifellos der absolute Platzhirsch unter den GMT-Uhren. Aus funktionaler Sicht sorgt die Kombination aus zweifarbiger, bidirektionaler Lünette und 24-Stunden-Zeiger seit 1954 dafür, dass Globetrotter, Piloten von Fluglinien wie Pan Am sowie Fidel Castro ( 😉 ) eine zweite Zeitzone markieren konnten. Die Zweifarbigkeit der Lünette ist seit je her zweifellos das wesentliche Merkmal der Rolex GMT-Master: Der ursprüngliche Gedanke dahinter war, dass Anwender auf einen Blick sehen konnten, ob es in der Heimat (= Zweite Zeitzone) derzeit Tag oder Nacht ist (denn das Wachklingeln der Ehefrau gibt in den seltensten Fällen Bonuspunkte 😉 ). Insbesondere die blau-rote Lünette, welche der Rolex GMT-Master „Pepsi“ letztendlich auch zum Spitznamen des gleichnamigen Erfrischungsgetränkes verholfen hat, erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit.

Der Knackpunkt: Leider sind die Wartezeiten für die aktuelle, 2018 lancierte Rolex Pepsi (GMT-Master II) mit Keramiklünette (Referenz 126710BLRO) jenseits von Gut und Böse – die Chancen überhaupt vom Konzessionär auf die Warteliste genommen zu werden, tendieren fast gegen Null. Bei Grauhändlern wird die Rolex Pepsi entsprechend mit irren Aufschlägen auf den Listenpreis vertickt. Knapp 20.000€ (mehr als das Doppelte des Listenpreises) für die Rolex Pepsi auf den Tisch legen? Da winken die allermeisten Uhrenfreunde verständlicherweise ab.

Da ich aber finde, dass eine Pepsi-Uhr in jede gute Uhrensammlung gehört, möchte ich in diesem Artikel einige Rolex Pepsi-Alternativen vorstellen (mit und ohne GMT-Funktion), die derzeit in aller Regel ohne größere Probleme im Einzelhandel erworben werden können (oftmals sogar mit einem gewissen Rabatt). Und das Beste: In dieser Übersicht ist für wirklich jeden Geldbeutel etwas dabei…

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Rolex Pepsi – Alternative #1: Tudor GMT – die Diät-Pepsi?

Es war ein kleines Skandälchen auf der Baselworld im März 2018: Erst beglückte Rolex die Uhrenwelt mit der brandneuen Rolex GMT-Master II und kurz darauf folgte … die Rolex-Tochter Tudor mit einer Pepsi-Variante der beliebten Black Bay. Der eine oder andere hielt das für einen verfrühten Aprilscherz. Stimmen wurden laut, dass Tudor mit der Black Bay GMT wieder einen Rückschritt hinsichtlich Unabhängigkeit von der Konzernmutter macht. Dabei hatte sich Tudor diese doch in den letzten Jahren ziemlich hart (und ziemlich erfolgreich) erkämpft. Böse Zungen sprechen bis heute auch von einer „Diät-Pepsi“ 😉 .

Tatsächlich hat die Tudor GMT keinerlei „echten“ historischen Bezug – anders als die Tudor Heritage Black Bay-Reihe an sich, die 2012 an den Start ging und letztendlich von den Tudor Submariner-Taucheruhren der 50er, 60er und 70er Jahre inspiriert ist. Eine GMT-Uhr von Tudor? Das hat es historisch betrachtet streng genommen nie gegeben.

Und ich sage: Wurscht! Die Tudor GMT ist aus meiner Sicht nach wie vor die beste, hochwertige Alternative für die Rolex Pepsi. Punkt. Ich darf die Tudor GMT seit nunmehr 2 Jahren mein Eigen nennen und kann mit Fug und Recht behaupten: Die Mischung aus einer Verarbeitungsqualität auf Rolex-Niveau, eigenständigen Retro-Designelementen (Snowflake-Zeiger, matte Alu-Lünette…) und Manufakturkaliber mit „echter“ GMT-Funktionalität, lassen den Listenpreis in Höhe von 3390€ (am Leder oder Textil) bzw. 3670€ (am Stahlband) in einem sehr fairen Licht erscheinen.

Nur ein Kritikpunkt sei genannt: Das Manufakturkaliber MT5652 baut ziemlich hoch, weshalb auch die Gehäusehöhe der Tudor GMT ziemlich pummelig wirkt (Höhe 15 mm). Das drückt beim Tragen durchaus manchmal auf den Tragekomfort, zumal das Stahlband keinerlei Schnelleinstellungsmechanismus mitbringt. Hier will Rolex offenbar einen gewissen Respektabstand zur GMT-Master II (angenehm flache 12,5 mm Höhe, EasyLink) belassen.

Tudor Black Bay GMT Pepsi

Der große Erfolg der Rolex Pepsi färbt auch auf die Tudor Pepsi GMT ab, weshalb diese nicht nicht immer und überall direkt „mitgenommen“ werden kann. Die Chancen eine zum Listenpreis beim Konzessionär zu bekommen sind aber deutlich besser als beim „großen Bruder“. Ich empfehle daher geduldig zu sein und keineswegs die Aufschläge bei Grauhändlern zu bezahlen, auch wenn diese noch halbwegs human wirken.

Tudor-GMT-Black-Bay-Gewicht
  • Referenz: M79830RB
  • Durchmesser: 41 mm
  • Wasserdichtigkeit: 200 Meter / 20 bar
  • Saphirglas
  • Uhrwerk: Automatisches Manufakturkaliber MT5652 (COSC-zertifiziert)
  • Listenpreis: 3390€ (am Leder- oder Textilband) bzw. 3670€ (am Stahlband)
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Rolex Pepsi – Alternative #2: Ball Roadmaster Marine GMT

Die ursprünglich im Jahre 1891 in den USA gegründete, heute in der Schweiz ansässige BALL Watch Co. ist ein echter Underdog. Ob’s am gewöhnungsbedürftigen Markennamen liegt? So oder so ist die Geschichte von BALL wirklich spannend: Nach einem schweren Eisenbahnunfall in den USA, verursacht durch eine nachgehende Taschenuhr, beauftragte das Eisenbahnamt den örtlichen Juwelier Webb C. Ball damit, zuverlässige RR-Standards (“RR” = Rail Road) für Eisenbahnchronometer zu entwickeln. Ball führte strenge Richtlinien ein, die unter anderem Vorgaben zur Verwendung amagnetischer Gehäuse, eine ausreichende Gangreserve und leicht ablesbare Zifferblätter beinhalteten. Webb C. Ball witterte gleichzeitig eine riesige Geschäftschance und legte den Grundstein für die heutige BALL Watch Co. Auch heute noch wirbt der mittlerweile im Schweizer La Chaux-de-Fonds ansässige Uhrenhersteller mit „Official RR Standard“.

Ball-Watch-Vintage-Reklame

BALL hebt sich heute mit der modernen Tritium H3-Technologie von den Wettbewerbern ab. Es handelt sich dabei um mit Tritiumgas gefüllte Mini-Röhrchen, die permanent (d.h. ohne Aufladung durch externe Lichtquellen) leuchten und damit prädestiniert zur Nutzung als Indizes sind. Zwar setzen auch einige wenige andere Hersteller wie traser auf Tritium (H3)-Uhren, BALL formt aus den Tritiumröhrchen allerdings ganze Ziffern, was sich im Dunkeln extrem gut macht (siehe Bilder unten).

Das auf 1000 Stück limitierte Pepsi-Modell Roadmaster Marine GMT ist für knapp 2800€ zwar kein günstiger Spaß, bringt auf dem Papier aber gute Argumente mit, darunter ein leichtes Titan-Gehäuse, Saphirglas, 40 mm Durchmesser und natürlich die eben beschriebenen Tritiumgas-Röhrchen, welche die Ziffern 12-9-6 formen und auch als Stundenindizes sowie bei Minuten-, GMT- und Stundenzeiger zum Einsatz kommen. Eine weitere Besonderheit ist das Chronometer-Kaliber aus dem Schweizer Hause Sellita mit hauseigenem GMT-Modul (Kaliber BALL RR1203-C) – dieses sorgt dafür, dass der GMT-Zeiger nicht wie sonst üblich über die Krone, sondern über die Drücker an der linken Gehäuseseite stundenweise eingestellt werden kann (unabhängig vom „normalen“ Stunden-/Minutenzeiger).

  • Referenz: DG3030B-S4C-BK (schwarzes Zifferblatt) bzw. DG3030B-S4C-BE (blaues Zifferblatt)
  • Durchmesser: 40 mm
  • Titangehäuse
  • Wasserdichtigkeit: 200 Meter / 20 bar
  • Saphirglas
  • Uhrwerk: Sellita mit hauseigenem GMT-Modul (Kaliber BALL RR1203-C)
  • Listenpreis: 2784€ (Einfuhrumsatzsteuer ist inkludiert laut BALL Delivery Information: Taxes and VAT duties are included in payments for the following countries: Eurozone (Except Portugal), Switzerland, Australia, USA, Mexico, United Kingdom)

Rolex Pepsi – Alternative #3: TAG Heuer Aquaracer GMT

Die Aquaracer-Modellreihe des Schweizer Traditionsherstellers TAG Heuer darf zweifellos als echter Neo-Klassiker bezeichnet werden: Die moderne Taucheruhr ist seit 2009 fester Bestandteil des TAG Heuer-Sortiments und mittlerweile in etlichen Varianten erhältlich – darunter auch eine Pepsi GMT.

Fun Fact am Rande: Die 2017 lancierte Aquaracer Caliber 7 GMT ist erst die zweite Pepsi-Uhr aus dem Hause TAG Heuer – in den 60er Jahren brachten die Schweizer eine GMT-Variante der Heuer Autavia mit blau-roter Lünette heraus.

Aber zurück zur Pepsi-Aquaracer, denn (leider!) ist die Pepsi-Autavia nur auf dem Vintage-Markt erhältlich, da es TAG Heuer bis heute leider nicht geschafft hat eine Neuauflage auf den Markt zu bringen (warum zum Teufel eigentlich?).

Die TAG Heuer Aquaracer bringt einige moderne Design-Elemente mit, darunter ein Zifferblatt mit tief gefrästen Streifen, eine kantig-maskuline Lünette und charakteristische, applizierte Indizes – dadurch hebt sich das Modell wohltuend von den vielzähligen Pepsi-Hommagen ab (dazu gleich mehr).

Mit einem „Straßenpreis“ von rund 2400€ ist die TAG Heuer Aquaracer GMT mit Caliber 7 (ETA- oder Sellita-Basis) auf jeden Fall einen Blick wert, wenngleich ich der Tudor GMT (siehe oben) das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis attestieren würde.

  • Referenz: WAY201F.BA0927
  • Durchmesser: 43 mm
  • Wasserdichtigkeit: 300 Meter / 30 bar
  • Saphirglas
  • Uhrwerk: Calibre 7 (Sellita oder ETA)
  • Listenpreis: 2900€ / Straßenpreis ca. 2400€

Rolex Pepsi – Alternative #4: Glycine Combat Soda

Glycine ist für satte Rabatte auf (überzogene) Listenpreise bekannt (z.B. bei Jomashop). Das grenzt manchmal fast schon an Verramschen. Diese etwas seltsam anmutende Preispolitik wird dem Schweizer Traditionshersteller, der auf über 100 Jahre Unternehmensgeschichte und spannende Modelle (wie die Glycine Airman) zurückblicken kann, eigentlich nicht gerecht. Mit einer solchen Preispolitik, die sicherlich auch maßgeblich vom Mutterkonzern Invicta mitbestimmt wird, tut sich der Schweizer Hersteller (langfristig betrachtet) absolut keinen Gefallen.

Die Wahrheit ist aber auch: Glycine hat es leider nie so wirklich geschafft über den Underdog-Status hinaus zu kommen. Und dennoch haben die Schweizer eine kleine, aber feine Fangemeinde. Auf jeden Fall gilt: Wenn man sich von dem etwas befremdlichen, preispolitischen Kurs nicht abschrecken lässt, bekommt man bei Glycine in der Regel eine Menge Uhr für’s Geld – insbesondere das Modell Glycine Combat Sub ist einen Blick Wert.

Die in Zusammenarbeit mit dem Schnäppchen- und Rabatt-Portal Drop.com (früher: Massdrop) entstandene „Soda“-Variante der Combat Sub mit Saphirglas, 200 Meter Wasserdichtigkeit, 42 mm Durchmesser und Schweizer ETA 2824-2 bzw. dem baugleichen Sellita SW200-1 (Kaliber GL224) kostet grade mal 399 US-Dollar (umgerechnet ca. 330€) – ohne Rabatt 😉 . Schnäppchenalarm? Fast! Denn man beachte, dass der Versand aus den USA erfolgt und somit noch 19% Einfuhrumsatzsteuer und 80 Cent Zollgebühren hinzuzurechnen sind. Der Endpreis liegt somit bei knapp 400€, was aber immer noch recht günstig ist. Nur ein etwas eigenständigeres Design wäre meiner Meinung nach wünschenswert gewesen – die Glycine Combat Sub Soda ähnelt doch recht stark der Rolex Pepsi. Für 629 US-Dollar gibt’s auch eine Variante mit zusätzlichem GMT-Zeiger.

  • Durchmesser: 42 mm
  • Lünette aus Aluminium
  • Wasserdichtigkeit: 200 Meter / 20 bar
  • Saphirglas
  • Uhrwerk: Glycine GL224 (Sellita oder ETA) oder Glycine GL293 (Sellita oder ETA GMT-Kaliber)
  • Preis: Umgerechnet rund 400€ inklusive Zoll/Steuern (Dreizeiger-Variante) bzw. 615€ inklusive Zoll/Steuern (GMT-Variante)

Rolex Pepsi – Alternative #5 für den kleinen Geldbeutel: Invicta Pro Diver 5053 und 29176

Die Invicta 8926OB Pro Diver Automatic gehört zu den beliebtesten Low Budget-Automatikuhren überhaupt – kein Wunder, denn für einen üblichen Straßenpreis von unter 100€ bietet die Taucheruhr im Rolex Submariner-Stil eine Menge Uhr für’s Geld.

Unter den Referenznummern 5053 (40 mm Gehäusedurchmesser, Band im Oyster-Stil) bzw. 29176 (42 mm Gehäusedurchmesser, Band im Jubilee-Stil) bietet Invicta außerdem zwei Pepsi-Varianten mit dem grundsoliden Seiko NH35 Automatikwerk an. Das Modell glänzt zwar nicht grade mit eigenständigen Designideen und bewegt sich merkbar am großen Vorbild, der Rolex Pepsi, ist aber für Sparfüchse definitiv einen Blick Wert. Auf Saphirglas und GMT-Funktionalität muss man allerdings verzichten.

  • Referenz: 5053 (40 mm Gehäusedurchmesser, Band im Oyster-Stil) bzw. 29176 (42 mm Gehäusedurchmesser, Band im Jubilee-Stil)
  • Durchmesser: 40 mm bzw. 42 mm
  • Wasserdichtigkeit: 200 Meter / 20 bar
  • Mineralglas
  • Uhrwerk: Seiko NH35 Automatik
  • Listenpreis: ab 229€ / Straßenpreis: unter 200€

Rolex Pepsi: Alternativen aus Japan

Alternative #6: Citizen Promaster

Die Citizen Promaster Automatik gilt unter Uhrenfreunden als absoluter Platzhirsch im Bereich mechanischer Einsteiger-Taucheruhren – spätestens seitdem Nippon-Konkurrent Seiko die SKX007 Taucheruhr (und damit auch die Pepsi-Variante SKX009) aus dem Sortiment genommen und (inoffiziell) durch den Pseudo-Diver Seiko 5 Sports Automatic ersetzt hat.

Von der Citizen Promaster Automatik gibt’s eine Variante in Form der Referenz NY0086, die in den Pepsi-Farben Blau und Rot kommt und gleichzeitig alles mitbringt, was eine waschechte Taucheruhr nach ISO6425 ausmacht – darunter 200 Meter (20 bar) Wasserdichtigkeit, eine verschraubte Krone, hohe Robustheit und eine drehbare Taucherlünette. Auch ein mechanisches Werk aus der hauseigenen Kaliberreihe Citizen-Miyota 8200 ist an Bord. Kleiner Wermutstropfen: Leider verbaut Citizen nur Mineralglas, welches deutlich empfänglicher für Kratzer ist als Saphirglas.

Pepsi-Variante der Citizen Promaster Automatic

Eine GMT-Funktionalität bringt die Citizen Promaster NY0086 allerdings nicht mit: das rot abgesetzte Viertel hat historisch betrachtet die Funktion, dem Taucher zu signalisieren, wann es langsam Zeit für den Rückweg zur Wasseroberfläche war – und das funktioniert so: Man markiert mit der zentralen Lünettenmarkierung (im Falle der Promaster ein Dreieck mit Leuchtperle) den aktuellen Stand des Minutenzeigers und damit den Beginn des Tauchgangs. Nun geht es ab ins kühle Nass. Hat der Minutenzeiger den rot abgesetzten Bereich passiert, so ist es – ausgehend von einem durchschnittlichen Tauchgang von rund 30 bis 50 Minuten – langsam Zeit wieder aufzutauchen. Oder kurz gesagt: der farblich abgesetzte Lünetten-Teil bei Taucheruhren (meistens von 0 bis 15 oder 0 bis 20 Minuten) ist ein zusätzliches visuelles Hilfsmittel für Taucher.

Mehr über die Citizen Promaster Automatik gibt’s in meinem umfangreichen Test der „Coke“-Variante Citizen Promaster NY0087, die ansonsten aber quasi-baugleich mit der Pepsi-Promaster NY0086 ist.

  • Referenz: NY0086
  • Durchmesser: 42 mm
  • Wasserdichtigkeit: 200 Meter / 20 bar
  • Mineralglas
  • Uhrwerk: Miyota 8203 Automatik
  • Listenpreis: ab 229€ / Straßenpreis: unter 200€

Alternative #7: Seiko Turtle und Seiko 5 Sports Automatic

Auch, wenn die beliebte Seiko SKX007 in der Pepsi-Variante (SKX009) mittlerweile nur noch als (meistens überteuerter) Restposten erhältlich ist, so hat Citizens größer Konkurrent Seiko nach wie vor diverse Taucheruhren mit einer Lünette im Pepsi-Stil im Sortiment, darunter die Seiko PADI-Sumo.

Nennenswert ist insbesondere auch die Seiko Prospex Diver’s „New Turtle“, welche mit einem namensgebenden, charakteristischen Gehäuse in Form einer Schildkröte samt hängender Krone kommt und alles mitbringt, was eine waschechte Taucheruhr gemäß ISO-Norm ausmacht.

Seiko-Turtle

Die Seiko Turtle ist eine Hommage an die Seiko 6105, die bereits seit Ende der 60er Jahre produziert und damals vom US-Militär aufgrund seiner Robustheit sehr guter Wasserdichtigkeit (150m) an Spezialeinheiten wie zum Beispiel die Navy SEALs ausgegeben wurde. Viele US-Soldaten kauften die Seiko 6105 außerdem auf eigene Faust während des Vietnamkriegs in den sogenannten PX (Post Exchange) Stores. Kein Wunder, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis der Seiko 6105 war in Anbetracht der hervorragenden Qualität, die locker mit Rolex Submariner, Omega Seamaster & Co mithalten konnte, damals einfach unschlagbar. Kein Zufall auch, dass Martin Sheen als Captain Willard in Apocalpyse Now eine Seiko 6105 am Handgelenk trägt.

Die Pepsi-Varianten der Turtle, namentlich die Seiko SRP779 bzw. die Seiko SRPA21K1 „PADI“, kommen mit dem japanischen Automatikkaliber 4R36 (entspricht dem Seiko NH35), Hardlexglas (hartbeschichtetes Mineralglas) und 200 Meter Wasserdichtigkeit. Der rot abgesetzte Teil der Pepsi-Lünette hat dieselbe Funktion wie bei der Citizen Promaster, geht hier aber bis zur „20“. Preislich ist die Seiko Pepsi-Turtle bereits für rund 330€ erhältlich (Straßenpreis).

  • Referenz: SRP779 bzw. SRPA21K1 „PADI“
  • Durchmesser: 44 mm
  • Wasserdichtigkeit: 200 Meter / 20 bar
  • Hardlex-Glas
  • Uhrwerk: japanisches Automatikkaliber 4R36 (entspricht dem Seiko NH35)
  • Listenpreis: ab 229€ / Straßenpreis: unter 200€

Eine optisch ähnliche, günstigere Alternative gibt’s übrigens in Form der Seiko 5 Sports Automatic, den inoffiziellen Nachfolger der Seiko SKX: Die Pepsi-Variante mit der Referenz SRPD53K1 ist bereits ab knapp über 200€ zu bekommen (Listenpreis 269€). Es handelt sich bei der Seiko 5 Sports Automatic (im Gegensatz zu den Seiko Prospex Diver’s-Modellen) allerdings um keine „echte“ Taucheruhr – die Wasserdichtigkeit ist mit 10 bar entsprechend deutlich geringer (maximal zum Schwimmen geeignet). Im Alltag dürften die 10 bar den allermeisten Uhrenfreunden aber locker reichen.

  • Referenz: SRPD53K1
  • Durchmesser: 43 mm
  • Wasserdichtigkeit: 100 Meter / 10 bar
  • Hardlex-Glas
  • Uhrwerk: japanisches Automatikkaliber 4R36 (entspricht dem Seiko NH35)
  • Listenpreis: ab 269€ / Straßenpreis: ab ca. 200€

Rolex Pepsi: Mechanische Alternativen aus Deutschland

Alternative #8: Rolex-Hommagen von Steinhart

Ein Artikel über Rolex-Alternativen? Da darf natürlich Steinhart nicht fehlen 😉 . Der Augsburger Uhrenhersteller gehört zu den am längsten tätigen (rund 20 Jahre), erfolgreichsten Micro-Brands überhaupt und schafft es wie kaum ein anderer Modelle mit fast schon unglaublich gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an den Mann (oder die Frau) zu bringen. Der Gründer, Günter Steinhart, beschäftigt mittlerweile eine richtig große Mannschaft von rund 35 Leuten. Entsprechend kann man auch kaum noch von einer klassischen Microbrand reden.

Man muss aber so ehrlich sein, dass Steinhart ohne die vielen Hommagen, die sich glasklar im Design-Dunstkreis von Rolex bewegen, wohl kaum heute so erfolgreich wäre. Im Steinhart-Sortiment dürfen dabei natürlich auch diverse Rolex Pepsi-Hommagen in verschiedenen Größen (39 bis 44 mm) nicht fehlen, darunter die Ocean Forty Four GMT Blue-Red (Lünetten-Inlay aus Saphirglas) oder die Ocean 39 Vintage GMT Premium Blue-Red Ceramic (mit „Faux Patina“). Zum Einsatz kommen dabei durchgängig Schweizer Kaliber aus dem Hause ETA oder Sellita (ETA 2893-2/SW330 in der Qualitätsstufe Elaboré). Die Preise rangieren zwischen knapp über 500 und knapp über 700€, was für das Gebotene mehr als fair ist.

  • Referenz: Ocean GMT Blue-Red
  • Durchmesser: 39, 42 oder 44 mm
  • Wasserdichtigkeit: 300 Meter / 30 bar
  • Saphirglas
  • Uhrwerk: ETA 2893-2 oder SW330 in der Qualitätsstufe Elaboré
  • Listenpreis: 510€ bis 710€

Tipp: Mehr über Steinhart gibt’s in meinem Test der Ocean One Double-Green Keramik:

Alternative #9: Rolex-Hommagen von Marc & Sons

Neben Steinhart ist auch die in Altdorf ansässige deutsche Microbrand Marc & Sons für hochwertige Hommage-Uhren bekannt, die sich im Rolex’schen Dunstkreis bewegen. Dabei darf natürlich auch ein Modell in Anlehnung an die Rolex Pepsi nicht fehlen: Das Modell Marc & Sons MSG-007-7SJ kommt mit doppelt entspiegeltem Saphirglas, Jubilee-Band, einem human dimensioniertem Gehäuse (41mm) und dem Schweizer Automatikkaliber ETA 2893 in der höherwertigeren Qualitätsstufe Elaboré. Die Wasserdichtigkeit ist mit 500 Meter (50 bar) weit überdurchschnittlich. Auch eine Bronze-Variante ist erhältlich.

Ich durfte mich zuletzt von der Qualität von Marc & Sons im Rahmen meines Tests des Modells Marc & Sons Eleganz überzeugen und kann sagen: Auch bei Marc & Sons gibt’s eine Menge Uhr für’s Geld!

  • Referenz: MSG-007-7SJ
  • Durchmesser: 41 mm
  • Wasserdichtigkeit: 500 Meter / 50 bar
  • Saphirglas
  • Uhrwerk: ETA 2893 Elaboré
  • Listenpreis: ab 830€

Rolex Pepsi: Günstige(re) Quarz-Alternativen

Alternative #10: Davosa Vintage Diver

An dieser Stelle darf auch die Uhrenmarke Davosa nicht fehlen, die ebenfalls für hochwertige, mechanische Rolex-Hommagen bekannt ist (z.B. Davosa Ternos Ceramic, ab ca. 800€). Stand Ende 2020 gibt es allerdings keine mechanische Pepsi-Uhr aus dem Hause Davosa.

Stattdessen bietet Davosa mit dem Modell Vintage Diver eine Quarz-Alternative für 368€ an. Mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es allerdings nüchtern betrachtet bessere Uhren, denn die Davosa Vintage Diver kommt nur mit Mineralglas, Aluminium-Lünette und eher mageren 10 bar Wasserdichtigkeit, die dem Beinamen „Diver“ alles andere als gerecht werden. Mit Blick auf die harten Fakten wirkt der Preis einfach viel zu ambitioniert – da lohnt sich schon eher der Griff zu den bereits genannten mechanischen Uhren (z.B. Citizen) – oder zur Timex Q …

  • Referenz: 163.500.90
  • Durchmesser: 39 mm
  • Wasserdichtigkeit: 100 Meter / 10 bar
  • Mineralglas
  • Uhrwerk: Quarz
  • Listenpreis: 368€

Alternative #11: Timex Q

Mit der Timex Q hat der US-amerikanische Uhren-Hersteller, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1857 in Form der Waterbury Clock Co. zurückreichen, im Jahre 2019 einen echten Achtungserfolg gelandet. Als Uhrenfreund kommt man schnell auf die Idee, dass Timex mit der Q eher als Trittbrettfahrer unterwegs ist und ein Stückchen vom Pepsi-Kuchen abhaben will. Das ist sicherlich auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Tatsächlich aber hat Timex auf originalgetreue Art und Weise ein Timex Diver-Modell aus dem Jahre 1979 wiederbelebt (ein Foto der Vintage-Vorlage gibt’s bei den Kollegen von ScottishWatches).

Wir erinnern uns: In den 70er Jahren schickte sich die japanische Quarz-Technologie an, Hersteller klassischer mechanischer Uhren ins Tal der Tränen zu stürzen. Ganz getreu dem Motto: Mechanische Uhren? Pah, braucht kein Mensch! Mit dem Timex Quarz-Diver sind die Amerikaner damals stolz auf der Siegeswelle mit geschwommen (was auch den übergroßen „Quartz“-Schriftzug auf der 1979er-Vorlage erklärt 😉 ).

Ganz im Sinne der Timex aus dem Jahre 1979 ist auch die Neuauflage mit einem Quarz-Kaliber ausgestattet – der schlichte Name der Modellreihe („Q“ wie „Quarz“) ist dabei natürlich kein Zufall.

Auf der Haben-Seite stehen bei der Timex Q gelungene Design-Merkmale wie die charakteristische Gehäuseform mit „Gérald Genta„-Kante, das „gewobene“ und vollintegrierte Stahlband im Retro-Stil sowie der Direktzugriff auf die Batterie über eine Klappe, die sich mit Hilfe einer Münze öffnen lässt. Das gewölbte Acryl-Glas unterstreicht den Retro-Charakter des Modells ganz wunderbar. Eine GMT-Funktionalität bringt die Timex Q allerdings nicht mit.

Mit Blick auf den Preis (179€) ist die Timex Q sicherlich einen Blick Wert, sofern man keinen Ausschlag beim Gedanken an Quarzer bekommt 😉 . Tipp: Es gibt mittlerweile auch einige weitere Farbvarianten (z.B. grün-schwarz)…

  • Referenz: TW2T80700
  • Durchmesser: 38 mm
  • Wasserdichtigkeit: 50 Meter / 5 bar
  • Acryl-Glas
  • Uhrwerk: Quarz
  • Listenpreis: 179€

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