Citizen Promaster Automatik im Test – wer braucht schon die Seiko SKX?

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Helle Aufregung unter den Fans japanischer Automatik-Uhren (zu denen ich mich auch zähle): Die Gerüchte hielten sich hartnäckig, es scheint aber tatsächlich unaufhaltbar, dass die beliebte Seiko SKX-Modellreihe eingestellt wird. Seiko-Fans müssen also ganz tapfer sein und nach Alternativen Ausschau halten. Es lohnt sich beispielsweise der Blick auf die Seiko Turtle, Seiko Samurai oder aber die brandneue Seiko 5-Modellreihe (2019). Letztere ist aber weniger als „echte“ Taucheruhr positioniert als vielmehr eine Art Sportuhr im Taucher-Design („nur“ 10 bar Wasserdichtigkeit, Glasboden) – das findet nicht jeder Uhrenfan super. Ich sage: Was soll’s! Denn ein anderer japanischer Hersteller hat einen günstigen, beliebten, mechanischen Taucheruhren-Klassiker für unter 200€ im Portfolio, der sogar von der italienischen Marine, der Marina Militare, im Einsatz getragen wurde: Die Citizen Promaster Automatik

Eckdaten der Citizen Promaster Automatik (Ref. NY0040, NY0085, NY0086):

  • Miyota 8203 Automatikwerk
  • Durchmesser 42 mm
  • Gewicht 94 Gramm
  • Mineralglas
  • Gehäuse mit verschraubtem Boden, verschraubter Krone, drehbarer Lünette
  • ISO 6425-konform (Taucheruhrennorm)
  • Bandanstoß 20 mm
  • Wasserdichtigkeit 20 bar bzw. 200 Meter (zum Tauchen geeignet)
  • Preis: ab ca. 180€

Citizen Promaster Automatik: Geschichte und Hintergründe

Tauchen wir kurz in die Geschichte von Citizen ein: Der japanische Hersteller hat zwar nicht so viele Jahre auf dem Buckel wie so mancher Schweizer Traditionshersteller, gehört aber dennoch heute zu den größten Uhrenfabrikanten der Welt. Aber der Reihe nach: Als Citizen in seinen Anfangsjahren (1918) – damals noch als Shokosha Watch Research Institute unterwegs – erste zarte Bestrebungen zeigte den übermächtig scheinenden US-amerikanischen und Schweizer Uhrenherstellern die Stirn zu bieten, hatte man bereits die Vision erschwingliche Uhren für „jedermann“ zu produzieren. Daher auch der Name „Citizen“, aus dem Englischen für „Bürger“.

Shokosha Watch Research Institute, der Vorgänger von Citizen, ca. 1918

Hier im Bilde die Zeichnungen der ersten Citizen-Uhren überhaupt: Eine Taschenuhr mit dem Citizen Kaliber 16 aus dem Jahre 1924, die unter anderem in die Tasche von Kaiser Taishō wanderte. Schon auf dieser Uhr war der Markenname „Citizen“ verewigt, aber erst im Jahre 1930 wurde auch die Firma umbenannt in Citizen Watch Co., Ltd.

Spannend: 1938 verabschiedete sich das Unternehmen wieder vom englischen Namen „Citizen Watch Co.“ und firmierte in Dai-Nippon Tokei um. Der Grund ist simpel: Der Zweite Weltkrieg stand vor der Tür und die internationalen Spannungen nahmen zu, weshalb man einen englischsprachigen Unternehmensnamen als unpassend erachtete. Die Eskalation blieb nicht aus: Im Dezember 1941 griff die kaiserliche japanische Flotte den Flottenstützpunkt Pearl Harbor und fügte den US-amerikanischen Streitkräften immense Schäden zu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau der von den Amerikanern zerstörten Uhren-Fabriken zeichnete sich Citizen verantwortlich für eine Reihe von Innovationen, darunter die auch heute noch in mechanischen Uhrwerken eingesetzte Parashock-Stoßsicherung, die nach Einführung in den 50er Jahren medienwirksam beworben wurde, indem Citizen-Uhren in mehreren Städten, darunter in einem Baseball-Stadion, aus einem schwebenden Helikopter in 30 Meter Höhe geworfen wurden. Mit dem Modell „Parawater“ brachte Citizen im Jahre 1959 die erste wasserdichte Uhr raus.

Der endgültige internationale Durchbruch gelang Citizen (und Seiko), als die Quarz-Technologie es in den 70er und 80er Jahren ermöglichte den Weltmarkt mit günstigen, präzisen, batteriebetriebenen Uhren zu beglücken. Seiko und Citizen konnten ihre weltweiten Marktanteile dank hochautomatisierter Massenproduktion signifikant ausbauen. Gestandene „westliche“ Größen wie Breitling & Co. katapultierte die Quarz-Technologie hingegen ins Tal der Tränen – der Quarz-Trend wurde schlicht verpennt, viele Hersteller aus Deutschland und der Schweiz mussten Insolvenz anmelden.

Citizen hat 1975 die weltweit genaueste Uhr lanciert: Die Abweichung der Citizen Crystron Mega betrug rund drei Sekunden pro Jahr, Bild: Guy Sie via Flickr

Hier ein Fernsehspot aus dem Jahre 1979, der Citizens Quarz-Uhren vor allem mit Blick auf die hohe Ganggenauigkeit bewirbt:

Dank der Quarz-Technologie machte Citizen zweifellos den entscheidenden Schritt zum Hersteller von „Uhren für das Volk“ – in den 80er Jahren produzierte Citizen rund 80 Millionen Uhren (!) pro Jahr.

Citizen-Printanzeige aus dem Jahre 1978, Bild: SenseiAlan auf Flickr.com

Mit Citizens Eco-Drive-Technologie, Mitte der 90er entwickelt und auf den Markt gebracht, haben die Japaner eine auch heute noch beliebte solarbetriebene Quarz-Technologie für erschwingliche Modelle ab rund 100€ im Gepäck. Der ursprünglichen Vision bei Gründung des Unternehmens wird Citizen also heute mehr als gerecht.

Hier ein relativ neuer Fernsehspot, der Citizens Eco-Drive-Technologie bewirbt – spannend zu sehen wie sich Werbung über die Jahrzehnte verändert hat, oder? 😉

Citizen kann man getrost als echte Uhren-Manufaktur bezeichnen: Nicht nur das Design und die Konstruktion findet im Japan statt – alle Komponenten der Uhr, also zum Beispiel die Gehäuse, Zifferblätter, Zeiger sowie alle Werksteile wie beispielsweise Zahnräder (für mechanische Werke) oder Platinen (für Quarz-Werke), werden de facto in Japan von Citizen selbst produziert. Sogar die Maschinen, die die Uhren-Komponenten herstellen baut Citizen selbst – irre!

Auch bei Automatikwerken gilt Citizen als einer der größten Hersteller: Mit der Werksreihe Miyota 8200 (z.B. Miyota 8215) haben die Japaner seit 1977 ein günstiges Einsteiger-Werk am Start, welches als kaum kaputtbarer Traktor gilt. Mit der Weiterentwicklung, der Werksreihe Miyota 9100 (z.B. Miyota 9015), bietet Citizen auch höherwertigere mechanische Werke an, die es mit Blick auf die technischen Daten problemlos mit dem Schweizer Dauerbrenner ETA 2824 aufnehmen können (hierzu gleich mehr).

In diesem Video gibt es ein paar schöne Einblicke in die hochautomatisierte, moderne Produktion bei Citizen (Tipp: Der Sprecher ist gut dafür geeignet, um Einschlafprobleme zu lösen ;-))

Im starken Kontrast zur automatisierten Produktion der günstigeren Citizen-Modelle steht die Fertigung teurerer Citizen-Uhren: Hierbei wird jede einzelne Uhr von einem hocherfahrenen Uhrmacher, dem sogenannten „Meister“ händisch zusammengebaut, finissiert und reguliert. Die Voraussetzung, um Meister zu werden: Schlappe 30 Jahre Erfahrung in der Citizen-Manufaktur und der Besuch der hauseigenen Uhrmacher-Schule.

Kommen wir aber nun zum versprochenen Test: Die Citizen Promaster Automatik wird seit Ende der 90er Jahre produziert und gilt – neben diversen Seiko Divern – als perfekte Einsteigeruhr in die Welt der Automatik-Taucheruhren. Warum ich das so abnicken kann, zeige ich euch jetzt…

Citizen Promaster Automatik im Test

Zum Anlass des 50. Jubiläums der europäischen Vertriebspräsenz hat Citizen mit der Promaster Automatik NY0087-13EE eine limitierte Edition rausgebracht, die sich in ein paar wenigen Eckpunkten von der Basisversion NY-0040 unterscheidet. Konkret kommt der Minutenzeiger in einem farblich zur Lünette passenden Rot und der Gehäuseboden hat eine Jubiläums-Gravur. Genau diese limitierte Variante der NY-0040 habe ich mir vor kurzem bestellt.

Beim Auspacken der Citizen Promaster sticht sofort die ungewöhnliche, längliche Form des Umkartons ins Auge: Genialerweise wird die Citizen Promaster nicht in einer 08/15-Box ausgeliefert, sondern in einer kleinen Tauchflasche, die sogar bewegliche Teile am Kopf hat – toll!

Die große Beliebtheit der Citizen Promaster Automatik wundert mich nach einiger Zeit des Testtragens keineswegs: Haptik und Optik sind in Anbetracht des Preises über jeden Zweifel erhaben. Selbst bei Nahaufnahmen gibt sich die Taucheruhr keine Blöße. Insbesondere die polierten, applizierten Indizes und die charakteristisch geformten Zeiger machen eine Menge her.

Dank eines humanen Durchmessers von 42 mm und der schräg (links unten) angeordneten Krone ist der Tragekomfort der Citizen Promaster hoch. Nur das Band dürfte gerne etwas flexibler sein. Immerhin: Es riecht Null Komma Null nach Chemie.

Das Band der Citizen Promaster Automatik – N. D. Limits?

Beim Band sticht vor allem die äußerst ungewöhnliche Zahlentabelle mit der Überschrift N.D. Limits ins Auge. Ich musste kurz grübeln, was es wohl damit auf sich hat. Letztendlich handelt es sich bei dem Druck allerdings schlicht und ergreifend um einen Spickzettel für die Grenzwerte für dekompressionsfreies Tauchen (N. D. = No Decompression).

Und das steckt dahinter: Nach dem Tauchgang kann ein Taucher innerhalb gewisser Grenzwerte (abhängig von der Tauchtiefe und Dauer des Tauchgangs) ohne
Dekompressionspausen zur Oberfläche zurückkehren. Würde man beim Auftauchen diese Grenzwerte ignorieren, läuft man Gefahr die sogenannte Dekompressions­krankheit (DCS) zu bekommen. Die auf dem Gummiband abgedruckte Tabelle beinhaltet diese Grenzwerte gemäß der Empfehlungen des offiziellen Taucherhandbuchs der US Navy – sie dient als Hilfestellung, falls der Tauchcomputer, der diese Aufgabe heutzutage normalerweise übernimmt, versagt. Die praktische Relevanz geht also für die meisten Uhrenfreunde gegen Null, die aufgedruckten Werte unterstreichen aber immerhin die sportliche Optik der Citizen Promaster.

Man beachte auch die gewellte Form des Bandes am Gehäuseanstoß: Man könnte zunächst auf die Idee kommen, dass diese Wellen nur dekorativen Charakter haben (Wellen und Taucheruhr – das passt ja irgendwie). Tatsächlich hat das gewellte Band (auch: Akkordeonband) einen ganz praktischen Nutzen: Mit zunehmender Tauchtiefe komprimieren Neoprenanzüge, wodurch auch der Handgelenkumfang ein paar Millimeter abnehmen kann. Die Uhr würde dann rumschlackern – das braucht in der Tiefe des Meeres natürlich kein Mensch. Mit einem gewellten Taucherarmband kann man diesem Effekt entgegenwirken: Man kann das Akkordeonband aufgrund seiner Flexibilität vor einem Tauchgang einfach knackig-eng um das Handgelenk schnallen, damit die Uhr später unter Wasser nicht zu locker am Arm sitzt. Das Band wurde übrigens vom japanischen Konkurrenten Seiko erfunden. Mehr über das Akkordeonband gibt’s in diesem Artikel.

Ein gewelltes Kautschukband hat aber auch für Landratten einen netten Vorteil: Das Wellenmuster bewirkt, dass das Handgelenk an schweißtreibenden Sommertagen gut belüftet ist.

Viele Uhren in der Preisklasse um 200€ sehen zwar aus wie Taucheruhren, sind es aber de facto nicht. Tatsächlich muss eine Taucheruhr – ganz offiziell – die Anforderungen nach ISO 6425 (DIN 8306) erfüllen, um sich auch wirklich Taucheruhr nennen zu dürfen. Gemäß dieser ISO-Norm müssen Taucheruhren u.a. diese Anforderungen erfüllen:

Gut: Die Citizen Promaster Automatik ist tatsächlich nicht nur eine Sportuhr im Taucher-Design, sondern gilt als echte Taucheruhr gemäß ISO 6425 und ist damit äußerst robust und problemlos für Tauchgänge mit Ausrüstung geeignet. Das ist praktisch für viele Uhrenfreunde vielleicht nicht besonders relevant (zum Beispiel für Schreibtischtäter wie mich), aber es ist doch irgendwie auch gut zu wissen, was man mit der Uhr theoretisch machen kann, oder? 😉

So viel Lob für die Citizen Promaster – gibt es denn auch etwas Negatives? Ja, durchaus! In der Promaster Automatik kommt leider nur Mineralglas zum Einsatz. Das ist irgendwie eine schlechte Angewohnheit japanischer Hersteller – auch Seiko tut sich erfahrungsgemäß mit dem Einbau von Saphirglas in günstigeren Modellen schwer. Dabei wäre der Aufpreis für ein Saphirglas-Upgrade meiner Meinung nach eine sinnvolle Bereicherung, die ich persönlich auch gerne bezahlen würde. Auf der anderen Seite muss man sich schon ziemlich anstrengen, um Kratzer in das Mineralglas zu bekommen – die Lünette ist angewinkelt und liegt etwas höher als das Mineralglas, wodurch es vor seitlichen Stößen gut geschützt ist…

Ein weiterer Wehrmutstropfen: Die Leuchtkraft der Citizen Promaster Automatik hat mich nicht so richtig vom Hocker gehauen – vor allem im direkten Vergleich mit der Seiko Turtle, die deutlich intensiver strahlt …

Citizen Promaster Automatik-Kaliber Miyota 8203

Angetrieben wird die Citizen Promaster Automatik vom Miyota 8203. Der größte Vorteil des Werkes ist sicherlich die voll auf Langlebigkeit und Robustheit ausgelegte Konstruktion – von Revisionen sollte man in der Regel viele Jahre verschont bleiben. Und selbst wenn der Revisions-Fall mal eintreten sollte, dürfte eine solche deutlich unter 100€ kosten. Sogar ein Kompletttausch des Werkes sollte nicht wesentlich über 100€ kosten. Aber wie gesagt – das ist alles nur Theorie. In der Praxis dürftet ihr an dem Werk viele viele Jahre Freude haben ohne zum Uhrmacher laufen zu müssen.

Citizen versteckt in der Promaster das Automatikwerk hinter einem massiven, verschraubten Stahlboden, um die hohe Wasserdichtigkeit von 20 bar bzw. 200 Meter nicht zu gefährden. Der Blick auf das Werk bleibt einem also verwehrt. Da die Werke aus Miyotas 8200er Reihe keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, ist das aber auf jeden Fall verschmerzbar 😉

Schmucklos: Miyota Automatikwerk aus der 8200er Reihe, hier verbaut in einer AVI-8 Fliegeruhr

Mit ein paar Nachteilen gegenüber moderneren Werken (wie dem 2009 herausgebrachten Miyota 9015) muss man aber leben: Das Miyota 8203 läuft laut Spezifikation mit einer Gangabweichung von -20 bis +40 Sekunden pro Tag. Der theoretische Genauigkeitswert ist also alles andere als rosig. De facto beträgt die Ganggenauigkeit der mir vorliegenden Uhr aber, gemessen mit dem Frederique Constant Analytics Clip, +7 Sekunden pro Tag – ein ziemlich guter Wert. Sollte die Gangabweichung aber doch mal nicht zufriedenstellend sein empfiehlt sich der Gang zum Uhrmacher – dieser kann eine Feinregulierung in der Regel ganz unkompliziert für unter 20€ durchführen.

Auch auf einen Sekundenstopp bei gezogener Krone muss man beim Miyota 8203 verzichten – das macht das Einstellen der exakten Uhrzeit schon mal zum Geduldsspiel.

Alles in allem ist das Miyota 8203 aber – trotz der Nachteile – für eine robuste Taucheruhr in dieser Preisklasse einfach perfekt…

Citizen Promaster Automatik als Einsatzuhr der Marina Militare (Spezialeinheit COMSUBIN)

Die italienische Marine, die sogenannte Marina Militare, ist Uhrenfreunden vor allem im Zusammenhang mit Panerai ein Begriff: Der italienische Luxusuhrenhersteller belieferte die Kampftaucher der Marina Militare für mehrere Jahrzehnte mit robusten Taucheruhren und anderen Ausrüstungsgegenständen (z.B. Tiefenmessgeräte). Modelle wie Panerai Radiomir oder Luminor Marina sind heute echte Klassiker. Seit Ende der 90er war allerdings Schluss mit den Lieferungen – troppo costoso! (zu teuer) urteilte das italienische Militär. Also schaute man sich beim Marinekommando in Rom nach günstigeren Alternativen um…

Vor ein paar Jahren kamen Informationen darüber ans Licht, dass die italienische Marine als Panerai-Ersatz ca. 10 Jahre lang u.a. die sehr beliebte Citizen Promaster NY0040 Automatikuhr eingesetzt hat. Konkret seien es beispielweise die in La Spezia stationierten Kampftaucher der Spezialeinheit Comando Subacquei ed Incursori (COMSUBIN) gewesen sein, die mit der Citizen NY0040 auf Tauchstation gegangen sind. Ein paar bewegte Bilder zur toughen Spezialeinheit der Marina Militare gibt’s hier:

Meinen Recherchen zufolge musste Citizen die Taucheruhr, die in der zivilen Variante mit 20 bar bzw. 200 Meter Wasserdichtigkeit ausgewiesen wird, offenbar nicht mal technisch anpassen, um sogar der italienischen Militärspezifikation nach einer deutlich höheren Wasserdichtigkeit zu genügen: Das Citizen-Logo wurde durch einen „Marina Militare“ Schriftzug ausgetauscht, ansonsten ist die Taucheruhr aber offenbar quasi baugleich und bestand dennoch die Wasserdichtigkeitstests bis 500 Meter bzw. 50 bar.

Fazit zum Citizen Promaster Automatik Diver / Alternative: Seiko Turtle

Alles in allem sieht die Citizen Promaster Automatik teurer aus als sie ist, der Preis (ab ca. 180€) ist – mit Blick auf die Eckdaten und die sehr gute Verarbeitungsqualität – mehr als gerechtfertigt. Kleine Anekdote dazu: Meine Frau kam von der Arbeit und erblickte das aufgerissene Amazon-Paket im Flur – leider hatte ich vergessen meine Spuren zu beseitigen 😉 „Hast du dir schon wieder eine Uhr bestellt???“ war ihre spontane Reaktion, begleitet von einem vorwurfsvollen Blick. Auf mein Handgelenk tippend musste ich dann demütig zugeben, dass tatsächlich eine neue Uhr in meine Sammlung gewandert ist. Nachdem sie dann etwas genauer hinschaute sagte sie: „Und dann auch noch eine teure!!!„. MÖÖÖP – falsch!

Die Citizen Promaster ist meiner Meinung nach der perfekte Einstieg in die Welt mechanischer Uhren – wo sonst kriegt man eine derart gut verarbeitete, echte Taucheruhr von einem Traditionshersteller für unter 200€? Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach hervorragend, weshalb die Citizen Promaster Automatik aus meiner Sicht in keiner guten Uhrensammlung fehlen darf. Punkt! 🙂

Eine Alternative zur Citizen Promaster Automatik ist ein echter Klassiker vom Konkurrenten Seiko: Die Seiko Turtle hat eine unverkennbare optische Ähnlichkeit zur Promaster, ist allerdings mit über 44 mm Durchmesser deutlich wuchtiger (Promaster = 42 mm). Qualitativ hat die Turtle die Nase leicht vorn, kostet mit rund 400€ aber auch deutlich mehr als das Produkt aus dem Hause Citizen…

Seiko Turtle an einem Nato-Kautschukband von Spinnaker (links), Citizen Promaster (rechts)

Mehr über die Seiko Turtle:

Wer einen noch günstigeren Einstieg in die Welt mechanischer Uhren sucht, dem sei die Vostok Amphibia ans Herz gelegt: Die russische Taucheruhr kostet grade mal schlappe 70 bis 80€. Mehr über die Amphibia in meinem Artikel über russische Uhren.

Vostok Amphibia – noch günstiger kriegt man wohl keinen vernünftigen Einstieg in die Welt mechanischer Uhren

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