Parnis Uhr Erfahrungen im Test

Parnis Uhren: Große Klappe, aber was steckt dahinter?

Anders als viele andere Uhrenfreunde bekomme ich bei Hommagen-Uhren nicht direkt Schnappatmung. Ich bin Design-Anlehnungen grundsätzlich gegenüber aufgeschlossen – solange sie ein paar eigene Ideen einbringen und gute Qualität bieten. Aber wie weit darf ein Hommagen-Anbieter gehen? Nun, das muss grundsätzlich jeder für sich persönlich beantworten. Warum für mich der beliebte chinesische Design-Imitator Parnis weit über das Ziel hinausschießt und auch die Qualität nur bedingt überzeugt, zeige ich euch in diesem Artikel…

Parnis Tudor Black Bay Red Hommage im Test deutsch

Uhren von Parnis Watch Co.: Geschmacksmuster und die Verbannung aus dem Uhrforum

Was sich einem auf der offiziellen Parnis-Website parnis.org offenbart, ist meiner Meinung nach fast schon als skurril zu bezeichnen: Parnis kopiert alle bekannten Designs, die nicht bei drei auf den Bäumen sind und bewirbt obendrein die (kaum noch überschaubaren) Modellreihen mit Namen, die stark an die jeweiligen Design-Vorbilder angelehnt sind. Hier ein kleiner Auszug (ja, die Modellreihen heißen wirklich so…):

  • Gauss (von Rolex Milgauss)
  • Pilot (von IWC Pilot)
  • Patek (von … ach ihr könnt es euch denken 😉
  • Daytona (von Rolex Daytona)
  • Deep Sea (von Rolex Deep Sea)
  • Yacht (von Rolex Yachtmaster)
  • Portuguese (von IWC Portugieser)
  • Topgun (von IWC Topgun)
  • Expedition (von Rolex Explorer)
  • Vacheron (von Vacheron Constantin FiftySix)
  • Bulgarini (von Bvlgari)
Parnis IWC Portugieser Hommage günstig
Parnis Design-Nachahmung der IWC Portuguese, Bild: Guy Sie auf Flickr

Die Kollektionsnamen lassen nicht einen Funken Zweifel daran, welches Design da nun kopiert wurde. Irgendwie ulkig und unfreiwillig komisch wirken dabei Namenskreationen wie Uhr-Boat (von U-BOAT by Italo Fontana) oder Nomad (von NOMOS).

Parnis Uhr-Boat UBoat
Parnis Uhr-Boat, eine U-BOAT by Italo Fontana Hommage, Bild: Guy Sie auf Flickr

Parnis gibt sich dazu noch als echter Rebell – unter „Our Mission“ auf der offiziellen Website finden sich einige markige, rechtfertigende Sprüche wie zum Beispiel: „Did you know that a 7,000 USD  swiss watch costs less than 80 USD to manufacture?“

Parnis bezeichnet die Schweizer Luxusuhrenhersteller, die die Marke designtechnisch teilweise bis ins kleinste Detail kopiert, sogar als Wettbewerber: „Handmade Mechanical Timepieces, for 2% of the price of our Swiss competitors.“ Sollte das ein Markenverantwortlicher von Rolex, IWC oder dergleichen lesen, wird er wohl aufpassen müssen, nicht vor Lachen vom Stuhl zu kippen – Parnis ist ohne Zweifel ein etablierter Hommagen-Hersteller, aber ganz sicher kein Wettbewerber für die Schweizer Luxusuhrenhersteller, die Parnis so gerne imitiert (warum der Spruch sehr viel heiße Luft beinhaltet, zeige ich euch in meinem Test weiter unten).

Ein Spruch von Parnis ist aber nicht übertrieben: „Did you know that 40% of „Swiss Made“, is actually made in Asia? In diesem Satz steckt eine Menge Wahrheit. Allerdings ist sie zu pauschal getroffen: Man muss zwischen günstigen Swiss Made Einsteigermarken (inkl. Swiss Made Micro-Brands) und den hochpreisigen Marken unterscheiden, die Parnis regelmäßig bis ins letzte Detail kopiert. Mehr über den Kalkulations-Schwachsinn von Swiss Made:

Rechtliche Hintergründe zu Design-Kopien und Hommagen / Kann der Zoll meine Parnis-Uhr beschlagnahmen?

Hinweis vorab: Recht war zwar Teil meines Studiums, darunter auch MarkenG etc., ich bin aber kein Volljurist. Alle Informationen hier sind aber natürlich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert worden.

Der chinesische Hersteller Parnis hat über die Jahre ohne Zweifel eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut – insbesondere mit Kopien der italienischen Luxusuhrenmarke Panerai. Das größtenteils ziemlich dreiste Kopieren der Chinesen scheint aber nicht viele Interessenten abzuschrecken. Es gibt aber in Anbetracht der massiven Designkopien auch viele Gegner. Hin und wieder liest man auch von Qualitätsproblemen bei Parnis, die vermutlich in der mangelnden Qualitätskontrolle der Chinesen zu suchen sind. In einem Forum spricht sich ein User klar gegen Parnis aus: „Ich mag Erbrochenes nicht am meinem Arm“.

Parnis-Uhren sind auf jeden Fall echte Spalter. Aber nicht nur aus „moralischer“ Sicht: Parnis ist im größten deutschsprachigen Uhrforum mittlerweile auf der Blacklist – Uhren der Marke Parnis dürfen weder verkauft noch überhaupt diskutiert werden. Die Begründung der Forenleitung: Rechtlich bewegt sich Parnis auf extrem dünnen Eis, konkret geht es um Geschmacksmusterschutzverletzungen sowie die Produktion von Replicas bzw. Fakes.

Was sind überhaupt Geschmacksmuster? Das Design (zum Beispiel von einer Uhr) kann über das sogenannte Geschmacksmuster geschützt werden, d.h. ein Uhrenhersteller kann beispielsweise durch Anmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) einen Designschutz für ästhetische/äußere Form- und Farbgestaltung erwirken, um sein geistiges Eigentum zu schützen. In Europa ist das Amt für geistiges Eigentum (EUIPO), international die World Intellectual Property Organization (WIPO) für Geschmacksmuster-Registrierungen zuständig. Die Gültigkeitsdauer für solch einen Schutz beträgt – je nach Land – zwischen 10 und 25 Jahren.

Der Schritt des Uhrforums ist nachvollziehbar: Das bekannte „Marina Militare“-Beispiel zeigt, dass es Parnis mit dem Recht nicht so genau genommen hat. Durch die Nutzung des „Marina Militare“ Schriftzuges auf dem Zifferblatt hat Parnis eine klare Verletzung des Markenrechts begangen (ob es nun sinnvoll ist, dass sich Officine Panerai den offiziellen Namen der italienischen Marine als Marke sichern durfte, sei mal dahingestellt). Eingetragene Marken lassen sich bei der World Intellectual Propert Organization (WIPO) recherchieren. Die Mühe hat sich Parnis offensichtlich nicht gemacht – oder bewusst „vergessen“.

Unzulässig: Die Nutzung des von Panerai geschützten Namens „Marina Militare“, Bild: Guy Sie auf Flickr

Parnis druckt bei der aktuellen Militare-Modellreihe mittlerweile nicht mehr das geschützte „Marina Militare“ auf das Zifferblatt. Wahrscheinlich weil der Zoll Parnis-Uhren mit diesem Schriftzug regelmäßig abgefangen bzw. beschlagnahmt hat. Oder anders gesagt: Parnis-Uhren mit „Marine Militare“ Schriftzug wurden aus markenschutzrechtlichen Gründen genauso strikt behandelt wie „echte“ Replicas, bei denen die großen Markennamen wie Rolex, Panerai, Tudor, Omega & Co. auf dem Zifferblatt verewigt werden.

Aber auch hier entbehrt die „Lösung“ von Parnis nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik: Anstelle „Marina Militare“ ziert nun bei einigen Modellen „Luminous Marina“ das Zifferblatt (beim Panerai-Original: Luminor Marina).

Panerai PAM0026, Bild: Travis Todd auf Flickr

So oder so guckt der Endkunde nach einer Beschlagnahmung in die Röhre. Beim Zoll heißt es: „Ermitteln die Zollbehörden Waren, die im Verdacht stehen, ein Recht geistigen Eigentums zu verletzen (Markenrecht, Urheberrecht, Geschmacksmusterrecht, Patentrecht, […] Handelsname), das Gegenstand eines bewilligten Antrags ist, so setzen sie die Überlassung der Waren aus oder halten diese zurück.“

Mehr noch: Der Zoll vernichtet die einkassierte Ware sogar. Widerspricht man der Vernichtung, hat man unter Umständen aber auch größere Probleme an der Backe: „Erfolgt ein Widerspruch, kann der Rechteinhaber die Einleitung eines Straf- oder Zivilverfahrens zur Klärung der Frage, ob Geschmacksmusterrechte verletzt wurden beantragen. Kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren, muss die unterliegende Partei in der Regel die Verfahrens- und Anwaltskosten tragen sowie Schadensersatz tragen.“

Es hilft dann auch nicht mehr der Hinweis auf „rein privaten Gebrauch“: Geschmacksmusterrechtlich geschützte Ware darf nämlich nicht mal in die Europäische Gemeinschaft eingeführt werden.

In §55 des Geschmacksmustergesetzes (GeschmMG) wird noch ausführlicher auf die Rechtmäßigkeit einer Beschlagnahmung eingegangen. Dort ist auch ganz eindeutig verankert, dass der Zoll das Recht hat den Besteller an den Rechteinhaber zu melden: „Ordnet die Zollbehörde die Beschlagnahme an, so unterrichtet sie unverzüglich den Verfügungsberechtigten sowie den Rechtsinhaber. Diesem sind Herkunft, Menge und Lagerort der Erzeugnisse sowie Name und Anschrift des Verfügungsberechtigten mitzuteilen“.

Und was, wenn der Geschmacksmusterschutz abgelaufen ist?

Wie ihr seht, beherbergt die Bestellung von Parnis-Uhren in Asien ein gewisses Risiko, da wohl die wenigsten Kaufinteressenten vorher recherchieren, ob nun ein Geschmacksmusterschutz oder ein anderer Markenschutz besteht.

Aber selbst, wenn ein konkretes Parnis-Modell keine bestehenden Rechte verletzt, sind die „Vorlagen“ (z.B. Rolex Submariner) aber rechtlich gesehen trotzdem kein Freiwild: In bestimmten Fällen nämlich kann ein wettbewerbswidriges Handeln gemäß Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) vorliegen.

Nach meinen Recherchen wird die Überprüfung der Rechtsverletzung nach UWG aber nicht vom Zoll vorgenommen. Vielmehr gibt es einige Beispiele von (teilweise langjährigen) Rechtsstreitigkeiten, bei denen sich Hersteller wie Rolex (gegen Tchibo), Audemars Piguet (gegen Tommy Hilifger) oder IWC (gegen Tourby) gegen Design-Imitationen zur Wehr sehr – trotz abgelaufenem Geschmacksmusterschutz. Die Urteile gingen aber nicht immer zugunsten der großen Hersteller aus… Mehr dazu:

Test und Erfahrungen mit der Parnis Alpha 07 / Ref. 2072

Dass Parnis für mich persönlich doch arg grenzwertig unterwegs ist, was Hommagen angeht, sollte nun hoffentlich klar sein 😉 Aber wie ist es um die Qualität bestellt? Auf den ersten Blick sind die Preise von Parnis ziemlich gut: Für unter 200€ gibt es beispielsweise Rolex-Hommagen mit Saphirglas, einem grundsoliden japanischen Automatikwerk aus Miyotas 8er Baureihe und sogar Keramiklünette (Achtung: Es gibt aber auch Parnis-Modelle mit Quarzwerken und chinesischen Werken).

Ich war ohnehin noch auf der Suche nach einer schicken Alltags-Taucherauch mit sommerlichem Farbton. Da kam mir die Parnis 2072, eine Tudor Black Bay Red Hommage/Kopie mit einer ordentlichen Portion Retro-Charme, ganz gelegen. Der einzige augenscheinliche Unterschied der Parnis 2072 zum Schweizer Vorbild ist der Stunden- und Sekundenzeiger: Bei der Tudor kommen die beliebten Snowflake-Zeiger zum Einsatz, während Parnis die Rolex’schein Mercedes-Zeiger in das Design reinwürfelt.

Parnis Uhren Test

So oder so: Ich wollte der Marke mal eine Chance geben, denn die Eckdaten lesen sich auch bei der Parnis 2072 sehr gut: Saphirglas, 10 bar Wasserdichtigkeit (immerhin zum Schwimmen geeignet) und – das erstaunlichste – ein japanisches Miyota 9015 Automatikwerk. Jetzt mag sich der eine oder andere fragen, was denn an einem Miyota 9015 so besonders sein soll. Nun, das Miyota 9015 gilt als echter Konkurrent zum ETA 2824 – das Werk hat gegenüber Miyotas 8er Baureihe und auch gegenüber dem sehr häufig von Micro-Brands verbauten Seiko NH35 ein paar handfeste Vorteile wie zum Beispiel eine höhere Frequenz (28800 bph) und damit auch eine theoretisch höhere Ganggenauigkeit. Außerdem kommt das Miyota 9015 mit einem Sekundenstopp, d.h. der Sekundenzeiger stoppt bei gezogener Krone, wodurch sich die Uhrzeit exakt stellen lässt. Das Miyota 9015 kommt daher eher in höherpreisigeren Modellen zum Einsatz (ab ca. 500€). In Anbetracht des Preises von deutlich unter 300€ für die Parnis Alpha 07 vermag einem schnell mal das Wort „Schnäppchen“ über die Lippen gehen.

Parnis-Alpha-07-Test-2019

Als ich die Uhr dann aber stellen wollte kam die große Ernüchterung: Der Sekundenzeiger zog weiter unbeirrt seine Runden, obwohl ich die Krone gezogen hatte. Der Test auf der Zeitwaage bestätigte meinen Verdacht: Es handelt sich nicht um ein Miyota 9015, sondern (wahrscheinlich) doch nur um ein Miyota aus der deutlich betagteren 8er Baureihe (21600 bph, kein Sekundenstopp) – darauf weist auch der weniger flüssig laufende Sekundenzeiger hin. Die Gangenauigkeit der mir vorliegenden Uhr reißt mit -7 Sekunden pro Tag keine Bäume aus, ist aber in einem akzeptablen Rahmen (und ohnehin innerhalb der Miyota-Toleranz „ab Werk“).

Kurzum: Bei Amazon handelt es sich also um eine klare Falschangabe (auf der offiziellen Parnis-Seite ist übrigens nur von „Automatic Movement (Miyota)“ die Rede). Okay, kann ja mal passieren. Aber warum nun die Parnis 2072 trotz des (wahrscheinlich?) selben Innenlebens wie bei der Standard-Rolex-Submariner Hommage von Parnis mit einem Miyota 821A (außerdem sogar mit Keramiklünette) deutlich teurer ist, will sich mir nicht so wirklich erschließen (bei Amazon derzeit 100€ teurer / direkt bei parnis.org immerhin knapp 50€ teurer).

Aber nun gut – wie ist ansonsten die Qualität der Parnis 2072 bzw. Alpha 07? Das Gehäuse ist allemal sehr massiv, allerdings etwas zu grob verarbeitet für meinen Geschmack – der Wechsel zwischen satinierten und polierten Bereichen ist gelungen, wenngleich die Satinierung gerne hätte etwas feiner ausfallen dürfen:

Selbiges gilt für die Schließe, die mich zumindest haptisch positiv überrascht hat: Sie ist deutlich massiver als 08/15-Blechschließen, die man sonst so in dieser Preisklasse antrifft. Nur der Schließenmechanismus ist extremschwergängig und die Stahlglieder quietschen und klappern vor sich hin. Auch das Spaltmaß ist gefühlt so groß wie der Grand Canyon…

Parnis Schließe Hommage
Schwergängige Parnis-Schließe (im Hintergrund: Die Schließe der Tudor Black Bay GMT)

Äußerst schwergängig ist außerdem die Lünette, das „Klicken“ fühlt sich ziemlich billig an. Aber das schlimmste: Sie sitzt merkbar schief – das ist für mich persönlich ein No-Go in einfach jeder Preisklasse und definitiv ein Rücksendegrund…

Bei Detailaufnahmen offenbart die Parnis 2072 außerdem kleinere Schwächen bei den Zifferblattdrucken (die Schrift wirkt am Rande ausgefranst) – kein Vergleich zu den perfekten Drucken der erst vor kurzem von mir getesteten, ähnlich teuren UNDONE Basecamp. Die Verarbeitung der goldfarbenen Zeiger und applizierten Indizes ist aber gut.

Parnis Mercedes Zeiger

Fazit zu Parnis-Uhren

Alles in allem ist die von mir getestete Parnis Alpha 07 bzw. 2072 sicherlich kein Totalausfall. Die Falschinformation auf Amazon kann mal passieren. Was aber nicht passieren darf ist solch ein auffälliger Mangel wie die schief sitzende Lünette – da blutet mir als Uhrenfreak einfach das Herz! Ansonsten hat die Parnis auch ihre Vorzüge (z.B. das massive Gehäuse, die massive Schließe und die gut verarbeiteten Zeiger / Indizes), in der Summe ist der Preis für das Gebotene allerdings zu hoch. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Selbst wenn sich die Parnis 2072 preislich im Bereich der anderen Parnis-Taucheruhren (unter 200€) bewegen würde, würde ich sie nur bedingt empfehlen. Aufgrund der beschriebenen Mängel habe ich sie jedenfalls wieder zurückgeschickt – schade!

An dieser Stelle empfehle ich auch noch einen Blick auf das Video-Review von Blogger-Kollege Marcus Finger (Uhrenratgeber) – sein Fazit fällt ebenfalls sehr ernüchternd aus:

Ferner kann ich mich dem Blogger-Kollegen Thomas Gronenthal nicht anschließen, der eigenständige Tendenzen bei Parnis zu erkennen vermag („Parnis – vom Kopist zum Kreateur“). Völlig unabhängig von rechtlichen Aspekten kann ich Parnis kaum ernst nehmen, solange der Hersteller querbeet Designs kopiert und die jeweiligen Modelle sogar noch dreist mit den Namen der Vorbilder versieht (Gauss, Yacht, Topgun…). Da helfen auch die zarten Bestrebungen von Parnis in Richtung etwas mehr Eigenständigkeit nicht.

Noch ein Hinweis zu den Bezugsquellen: Die Preise direkt auf parnis.org erscheinen vielleicht auf den ersten Blick sehr verlockend – beachtet aber, dass Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren hinzuzurechnen sind (+19% Einfuhrumsatzsteuer sowie schlanke 80 Cent Zoll). Außerdem läuft man bei einer Bestellung in China ggf. Gefahr in die Geschmacksmuster-Falle zu tappen (wie oben ausgeführt).

Wenn ihr trotz meiner Bedenken zu einer Parnis greifen wollt, dann geht lieber über den deutschen Onlineshop Watchner, um bei Qualitätsproblemen ggf. Gewährleistungsansprüche geltend machen zu können. Ein weiterer Vorteil: Watchner übernimmt nach eigenen Aussagen die Qualitätskontrolle, die erfahrungsgemäß bei den Chinesen oftmals sehr stiefmütterlich behandelt wird (zum Beispiel Messung der Gangwerte auf einer Zeitwaage / Justierung der Gangabweichung, Kontrolle der Armbandschrauben und Federstege, Wasserdichtigkeitsprüfung). Allerdings umfasst das Portfolio bei Watchner längst nicht alle Parnis Modelle…

Parnis-Alternativen

Die Alternativen zu Parnis sind vielfältig. Ich habe mich zum Beispiel schon öfters auf diesem Blog mit der Marke Spinnaker beschäftigt, die auch in Asien produziert, allerdings konstant gute Qualität mit klassischen, aber dennoch halbwegs eigenständigen Designs paart. Auch bei Spinnaker kommen in der Regel Automatikwerke (meistens das robust-zuverlässige Seiko NH35) sowie Saphirglas zum Einsatz. Besonders beliebt ist beispielsweise die Retro-Taucheruhr Spinnaker Fleuss SP-5055 für knapp über 200€ …

Auch die erst kürzlich von mir getestete, konfigurierbare UNDONE Basecamp Retro-Toolwatch würde ich Parnis vorziehen. Mehr dazu:

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17 Gedanken zu “Parnis Uhren: Große Klappe, aber was steckt dahinter?”