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So richtig hatte ich Certina in den letzten Jahren nie auf dem Schirm. Das änderte sich schlagartig im Jahre 2019 als ich meinen Haben-Wollen-Reflex bei der überaus gelungenen Retro-Neuauflage Certina DS PH200M nicht unterdrücken konnte – mit Blick auf einschlägige Foren ging das „seltsamerweise“ nicht nur mir so 😉 . Und es sollte noch mehr folgen: Die DS PH200M Taucheruhr war der Startschuss für einen konstanten Ausbau der Retro-Modellreihe aus dem Hause Certina. Auch im Jahre 2020 durchwühlten die Schweizer ihre Archive und zauberten eine Design-Vorlage aus den 40er Jahren hervor, auf dessen Basis der neue Certina DS Automatic Chronograph (C038.462.16.037.00) entstanden ist. Und genau diesen Chrono schauen wir uns nun genauer an…

Eckdaten Certina DS Automatic Chronograph C038.462.16.037.00:

  • Automatikkaliber ETA A05.H31 (Basis: ETA 7753), Silizium-Spiralfeder, 60 Stunden Gangreserve, 28.800 bph
  • Bicompax-Design
  • Telemeter- und Tachymeter-Skala
  • 42 mm Durchmesser, Gehäusehöhe 13,9 mm, Horn-zu-Horn ca. 50 mm
  • Silberfarbenes, gewölbtes Zifferblatt
  • Zeiger gebläut
  • Wasserdichtigkeit 100 Meter / 10 bar
  • Saphirglas, entspiegelt, gewölbt
  • Lederband, Schmetterlingsschließe mit zwei Drückern, Bandanstoß 21 mm
  • Gehäuse mit DS-Technologie (Doppelte Sicherheit)
  • Listenpreis: 1890€
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Certina DS: Doppelt hält besser?

Certina ist ein echtes Urgestein – der Schweizer Traditionshersteller hat seinen Grundstein bereits vor über 130 Jahren mit der Produktion von Uhrenteilen in einer kleinen Grenchner Werkstatt gelegt, welche direkt an das Wohnhaus der Familie Kurth angeschlossen war (sogenannte Etablissage-Methode, mehr dazu im Artikel über die Longines HydroConquest). Die Geschäfte liefen gut, die Brüder Adolf und Alfred Kurth stellten die ersten drei Mitarbeiter ein und gründeten die Firma Kurth Frères SA (= frz. für „Kurth Brüder“). In den folgenden Jahren wurden verschiedene Erweiterungsbauten für die stetig wachsende Belegschaft aus dem Boden gestampft.

Adolf und Alfred fertigten ab 1906 außerdem nicht nur Komponenten, sondern komplette Uhren – zunächst unter dem Markennamen Grana (die Kurzform von „Granacus“, dem lateinischen Namen von Grenchen). Später traten Erwin and Hans Kurth in die Fußstapfen ihrer Väter und führten 1939 den Markennamen Certina ein (von lat. „certus“ = „sicher“). In den 40er Jahren beschäftigte die Kurth Frères SA eine beachtliche Anzahl von 300 Mitarbeitern.

Der endgültige Durchbruch der Kurth Frères SA gelang im Jahre 1959 mit der Einführung des im eigenen Hause entwickelten Systems Certina DS (Doppelte Sicherheit): Neben der üblichen Incabloc-Stoßsicherung verbaute Certina zusätzlich einen elastischen Stoßdämpferring aus Kunststoff, wodurch das mechanische Kaliber „schwebend“ („floating“) gelagert wird (siehe Beschreibung unter „2.“ im Bild unten). Das Prinzip erinnert in gewissen Zügen an die G-Shock Protection, welche Casio am anderen Ende der Welt in den 80er Jahren ausgetüftelt hat.

Weitere Merkmale der DS-Technologie waren zusätzliche Dichtungen, ein extra dickes und armiertes Acrylglas sowie ein verstärkter und verschraubter Gehäuseboden. Der große Vorteil: Certina-Uhren mit DS-Technologie hielten eine Fallhöhe von bis zu sechs Metern aus und waren bis zu 200 Meter wasserdicht – genau wie die Rolex Submariner zur damaligen Zeit. Die erste Certina-Uhr mit DS-Technologie war allerdings kurioserweise keine Taucheruhr, sondern ein klassisches Dreizeigermodell im Stahlgehäuse mit dem automatischen Kaliber 25-45:

Erste Certina DS

Certina sprach damals selbstbewusst in Superlativen, darunter von einer „revolutionären Innovation“ und der „robustesten Uhr, die jemals produziert wurde“. Um Worten Taten folgen zu lassen, hat Certina auf Messen einen Demonstrator im Guillotine-Stil mit einem 27 kg-Gewicht aufgebaut, an dem eine Certina DS befestigt war. Gewicht samt Uhr knallten auf Knopfdruck mit ordentlich Karacho auf eine Betonplatte. Certina wollte damit den Beweis erbringen, dass heftige Stöße keinen Einfluss auf Funktionen oder Ganggenauigkeit hatten. Und so sah das ganze damals aus:

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Mehr als ordentliche 300.000 Uhren mit DS-Technologie hat Certina innerhalb von rund 10 Jahren nach Lancierung der ersten DS-Uhr verkauft. Auf Grundlage dieses Erfolgs baute Certina neue Gebäude für die Administration, Uhrenmanufaktur und Entwicklung mit einer Gesamtfläche von 10,000 m3. Die neuen Kapazitäten nutzten die Schweizer unter anderem für die Entwicklung der DS-2 Technologie, die im Jahre 1968 Premiere feierte. DS-2 brachte zusätzliche Dichtungen und eine verstärkte Werksbefestigung mit. Das wesentliche DS-Merkmal, die schwebende Lagerung des Kalibers, blieb erhalten.

Eines der ersten DS-2-Modelle war die Taucheruhr Certina DS-2 Super PH500M, die fester Bestandteil der Tektite I-Mission war – ein Forschungslabor in Form eines Unterwasser-Habitats, welches in der Karibik in rund 15 Metern Tiefe versenkt und rund zwei Monate lang von vier Wissenschaftlern bewohnt wurde (darunter die bekannte Meeresbiologin Sylvia Earle).

Certina DS Automatic Chronograph im Test

Mit dem 2020 lancierten Certina DS Automatic Chronographen hat der mittlerweile in Le Locle sitzende Uhrenhersteller ein Modell aus der eigenen Firmengeschichte bzw. – genauer – aus den 1940er Jahren wiederbelebt. Mit an Bord ist dabei nicht nur eine Retro-Optik in Reinkultur sondern auch das ursprüngliche Konzept der Certina DS-2-Technologie (dazu aber später mehr).

Etwas schade ist allerdings, dass Certina keine genaueren Informationen zur Vorlage liefert – nicht in der offiziellen Pressemitteilung und auch nicht auf Nachfrage. Immerhin ein Bildchen gibt’s, welches die Neuauflage 2020 (links) und die 40er Jahre-Vorlage (rechts) im Vergleich zeigt:

Wenn man aber etwas in der Geschichte von Certina gräbt, so stößt man relativ schnell auf eine Reihe von Bicompax-Chronographen mit Kaliber Venus 175 von Kurth Frères aus den 40ern, die unter den Markennamen Grana und Certina vertrieben wurden und deren Design von der 2020er-Neuauflage aufgegriffen wird. Wie die meisten Schweizer Uhrenhersteller baute auch Certina Militäruhren im Zweiten Weltkrieg – in dieser Hinsicht sei beispielhaft ein Grana Chronograph mit schwarzem Zifferblatt, Kaliber Venus 175 und 38,4 mm Durchmesser genannt, der im Zweiten Weltkrieg unter anderem von der ungarischen Luftwaffe genutzt wurde (siehe Bild unten). Im Jahre 2016 wurde ein solcher Chrono beim Auktionshaus Phillips für satte 86.000 Schweizer Franken versteigert. Bei meinen Recherchen bin ich außerdem über einen 40er-Jahre Chronographen mit kalligraphischem Certina-Schriftzug gestoßen, der mit Blick auf das silberfarbene Zifferblatt und die gebläuten Zeiger deutlich klassischer wirkt. Beide Chronographen teilen sich charakteristische Designmerkmale, welche auch bei der aktuellen Neuauflage wiederzufinden sind.

Grana Kurth Frères Bicompax-Fliegerchronograph aus dem Jahre 1938 – die Grundlage für den Militärchrono oder ungarischen Luftwaffe, Bild: Phillips

Damit sind wir auch schon beim Gesicht des Certina DS Automatic Chronographen aus dem Jahre 2020, welches durch und durch retro ist: Das Certina-Automatikkaliber A05.H31 (dazu gleich mehr) bringt einen 30-Minuten-Zähler bei „3 Uhr“ und eine kleine Sekunde bei „9 Uhr“ mit – ganz im Sinne von Form follows Function ist das Zifferblatt des neuen Certina DS Automatic Chronographen ebenfalls im sogenannten Bicompax-Stil gehalten.

Ein echter Blickfang sind die gebläuten Zeiger, die im wunderschönen Kontrast zum silberfarbenen Zifferblatt stehen – das kommt auch der Ablesbarkeit zu Gute (was keine schlechte Idee ist, denn auf dem Zifferblatt ist eine Menge los). Der Blauton wirkt dabei – je nach Lichteinfall – tiefdunkel bis hin zu pastellfarben. Die Zeiger sind außerdem leicht gebogen, um der Wölbung des Zifferblattes zu folgen – praktisch ist das aber nur von der Seite und bei genauem Hinsehen zu erkennen…

Leicht gebogen: Die Zeiger des Certina DS Automatic Chronographen

Auch sonst gibt’s eine Menge auf dem Zifferblatt zu entdecken: Die Ziffern „12“ und „6“ sowie die Stunden-Indizes sind appliziert und reflektieren das Licht ganz wunderbar. Der „Automatic“-Schriftzug ist im kalligraphischen Still gehalten – ähnlich wie der „Certina“-Schriftzug bei diversen Modellen der 40er Jahre. Die Detailverarbeitung ist in der Summe tadellos.

Das Zifferblatt wird ferner von einer Tachymeter-Skala (in der Farbe Blau) und einer Telemeter-Skala (in Schwarz) umrahmt. Das stark gewölbte Saphirglas (auch „Box-Glas“ genannt) sorgt am Rand für geniale perspektivische Verzerrungen.

Eine Tachymeter-Skala ist fester Bestandteil quasi aller Chronographen – mit ihr können Einheiten pro Stunde wie zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit gemessen werden. Die Telemeter-Skala hingegen ist schon deutlich exotischer: Abstrakt gesprochen kann man mit der Telemeterskala („tele“ von fernweit) die Distanz zwischen einem sichtbaren und dem dazugehörigen hörbaren Ereignis messen. Zugrunde liegt dabei die Ausbreitung des Schalls.

Historisch betrachtet wurde die Telemeter-Skala erstmalig von Artillerie-Truppen im Ersten Weltkrieg genutzt: Beim Aufleuchten des gegnerischen Artillerie-Mündungsfeuer wurde die Messung gestartet, beim Ertönen des Kanonenschlags wurde der Chronograph gestoppt. So konnten die Offiziere auf Basis der Geschwindigkeit des Schalls die Distanz zum Feind ziemlich präzise auf der Telemeterskala ablesen und selbst mit Gegenfeuer antworten.

Für groß gewordene Spielkinder bietet die Telemeter-Skala aber auch heute noch einen Nutzen: Mit ihr lässt sich Pi mal Daumen die Distanz zu einem Gewitter berechnen…

Das Gehäuse des neuen Certina Retro-Chronographen ist an den Flanken satiniert. Lünette, Drücker und Oberseite der Hörner sind auf Hochglanz poliert, um den klassischen Stil des Modells zu unterstreichen. Gegenüber 40er-Jahre Certina Chronographen ist der Durchmesser deutlich gewachsen: von rund 36 bis 38 mm auf immerhin 42 mm. Einerseits ist ein Gehäusedurchmesser von 42 mm für heutige Verhältnisse nicht besonders groß und dürfte für das durchschnittliche Herrenhandgelenk gut passen. Andererseits muss man auch sagen, dass es eher untypisch ist, dass Retro-Neuauflagen in solch vergleichsweise große Gehäuse verfrachtet werden. In der Hinsicht kann ich Uhrenfreunde verstehen, die kritisch anmerken, warum Certina nicht einen guten Mittelweg mit rund 40 mm Durchmesser gewählt hat.

Ein Grund wird sicherlich sein, dass automatische Chronographenkaliber im allgemeinen und das ETA 7753 im Speziellen (auf dem das A05.H31 basiert, dazu gleich mehr) naturgemäß recht hoch bauen – entsprechend ist auch die Gehäusehöhe des Certina DS Automatic Chronographen mit knapp 14 mm nicht ganz ohne. Würde man eine solche Höhe mit einem kleineren Durchmesser kombinieren, würde eine Uhr schnell pummelig und nicht besonders wohlproportioniert wirken – bei einem Modell mit Dresswatch-Charakter wie dem Certina DS Automatic Chronographen wäre das keine besonders gute Idee.

Alles in allem muss ich sagen: Alles richtig gemacht, Certina. Denn der Certina DS Automatic Chronograph wirkt im Profil vergleichsweise flach, was insbesondere an dem stark gewölbten Saphirglas und den ergonomisch geschwungenen Hörnern liegt (Horn-zu-Horn = ca. 50 mm). die Proportionen wirken in der Summe sehr stimmig. Durch die Gehäuseform wirkt der Chronograph außerdem merkbar kleiner am Handgelenk.

Abgerundet wird das Gehäuse von rechteckigen und abgerundeten Drückern, die auch bei den 40er-Jahre Chronos typischerweise zum Einsatz kamen. Schick: Auf dem Gehäuseboden wurde das historische, 1958 eingeführte Certina-Logo mit dem „doppelten C“, eingraviert. Dieses wird außerdem von Dreiecken „umzingelt“, welche das charakteristische Design der Indizes aufgreifen.

Pimp my ETA 7753: Das Certina-Kaliber A05.H31

In den 40er Jahren gab’s die DS-Technologie noch nicht, Certina hat es sich aber natürlich nicht nehmen lassen den neuen Retro-Chronographen mit der DS-Technologie auszustatten, weshalb das Kaliber A05.H31 schwebend gelagert ist und dadurch robuster gegenüber Stößen sein soll.

Das automatische Kaliber A05.H31 im Certina DS Automatic Chronographen bringt gegenüber den quasi ubiquitär anzutreffenden ETA Valjoux-Kalibern (7750, 7753) zwei wesentliche Vorteile mit: Zum einen wurde die Gangreserve von ca. 44 Stunden auf immerhin 60 Stunden hochgeschraubt. Gut: Certina hat die zusätzliche Gangreserve über ein modifiziertes Federhaus realisiert und nicht durch die Reduzierung der Frequenz erkaufen müssen (so wie das beispielsweise beim Longines-Kaliber L888.4 der Fall ist, welches von 28.800 auf 25.200 Halbschwingungen pro Stunde reduziert wurde, um 64 Stunden Gangreserve zu ermöglichen). Der Certina DS Automatic Chronograph kommt mit den gewohnten 28.800 bph.

Und es wird noch besser: Das Certina-Kaliber A05.H31 kommt mit einer Spiralfeder, die (anstelle der gängigen Legierungen Nivarox bzw. Anachron) aus Silizium besteht. Silizium-Spiralfedern sind anspruchsvoll in der Produktion und bringen einige Vorteile mit, darunter ein gleichmäßigeres Schwing-Verhalten, höher Korrosionsfestigkeit, Stoßfestigkeit und eine Unempfindlichkeit gegenüber Magnetfeldern. Diese Eigenschaften sorgen in der Summe für eine deutlich höhere Ganggenauigkeit. Kleiner Wermutstropfen: Eine Chronometer-Zertifizierung (COSC) hat sich Certina leider gespart. Macht aber nix: Die Ganggenauigkeit, gemessen auf einer Zeitwaage, beträgt bei der mir vorliegenden Testuhr gute +4,5 Sekunden pro Tag.

Gut zu wissen: das Kaliber A05.H31 ist auch bekannt unter dem schlichten Namen Kaliber 60 und wird auch von anderen Marken des Mutterkonzerns, der Swatch Group, verbaut – darunter Tissot, Rado und Mido. Ein Beispiel ist die Mido Ocean Star mit Chronographen-Komplikation (bei Mido allerdings in der Ausführung ohne Silizium-Spiralfeder, was unter Berücksichtigung des höheren Preises gegenüber der Certina nicht wirklich nachvollziehbar ist).

Fazit: Certina DS Automatic Chronograph

Mein Fazit möchte ich gerne mit einem Zitat von mir selbst beginnen. Im Rahmen meines Reviews zur Certina DS PH200M Taucheruhr habe ich Mitte 2019 folgendes kritisch angemerkt:

Certinas Markenausrichtung ist heute sehr stark auf den Motorsport fokussiert – die Schweizer treten beispielsweise als Sponsor beim Motocross oder bei der GT4 European Series auf. […] Mir persönlich ist diese Image-Ausrichtung etwas zu eindimensional. Dabei hat Certina – durch die historische Brille betrachtet – doch so viele Ansatzpunkte zu bieten! Warum muss es denn grade das (mittlerweile auch ziemlich ausgelutschte) Rennsport-Thema sein, welches gleichsam auch sehr stark von […] der Swatch-Marke Tissot besetzt wird?

Mit Blick auf Modelle wie die Certina DS PH200M, DS Super PH500M, DS-1 Big Date oder den hier behandelten, wunderschönen und tadellos verarbeiteten Certina DS Automatic Chronographen bin ich der Meinung, dass die Schweizer auf einem absolut richtigen Weg sind. Natürlich darf man dagegen halten, dass der Retro-Trend mittlerweile irgendwie schon wieder ausgelutscht ist. Aber wenn so verdammt leckere Ührchen dabei herauskommen – warum nicht? Immer her damit! 😉 In der Summe gehört Certinas neuer Retro-Chronograph zu den schönsten Uhren, die mir 2020 vor die Linse gekommen sind (und das waren einige…).

Hinweis / Reklame
Der Certina DS Automatic Chronograph wurde für diesen Test von Juwelier Altherr zur Verfügung gestellt und anschließend zurückgesendet.

Alternativen zum Certina DS Automatic Chronographen

Abschließend sei noch auf zwei Alternativen hingewiesen – eine kommt dabei von der Schwestermarke Longines: Der Longines Column-Wheel Single Push-Piece Chronograph (L2.800.4.23.2) kommt zwar „nur“ mit einer Tachymeter-Skala, ist optisch aber nicht weniger retro als der hier vorgestellte Certina Chrono. Mit einem Listenpreis von knapp 2700€ ist der Longines-Bicompax-Chrono zwar immerhin fast 1000€ teurer, bringt dafür aber auch eine echte Besonderheit in Form des Automatikkalibers A08.L01 mit aufwendigem Schaltradmechanismus (anstelle Kulissensteuerung) und exotischer Monopusher-Funktion mit.

Wer eine günstigere, mechanische Alternative sucht, der wird bei der jungen deutschen Microbrand Vintro fündig: Die Automatik-Variante des Le Mans 1952 Chronographen kommt mit einem Sea-Gull ST1940 Automatikwerk (Basis: Schweizer Venus 175), aufwendiger Zifferblattverarbeitung (applizierte Indizes) und Saphirglas für sehr faire 599€. Die (baugleiche) Variante mit Mecaquarz-Werk kostet 269€. Außerdem mit dabei: Eine Telemeter-Skala und jede Menge Retro-Flair.

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