• Beitrags-Kategorie:Tests
  • Beitrags-Kommentare:15 Kommentare
  • Lesedauer:12 min Lesezeit

Totgeglaubte leben länger: Schon so manchem Blogger hat der mysteriöse Blick in die Glaskugel verraten, dass die aktuelle Rolex Air-King massiv überarbeitet oder gar (erneut) eingestellt werden soll. Nun, man muss tatsächlich selbst als eingefleischter Rolex-Fan sagen, dass das Zifferblatt-Design der Air-King mit einer Mischung aus applizierten Stunden- und gedruckten Minutenziffern sowie grün-gelben Farbhighlights zweifellos ziemlich speziell ist und sicherlich die Meinungen von Uhrenfreunden spaltet.

Allen Unkenrufen zum Trotz hält sich die im Jahre 2016 neu aufgelegte und seitdem unveränderte Air King aber nach wie vor wacker im Sortiment des Genfer Luxusuhrenherstellers. Und auch mit Blick auf die Wertentwicklung bzw. die gängigen Online-Preise, die sich locker bei 40% über Listenpreis bewegen, kann kaum die Rede davon sein, dass die Air-King so unbeliebt ist, dass sie keiner kaufen will. Schauen wir uns die Rolex Air-King also mal etwas genauer an…

Eckdaten der Rolex Air-King (Referenz 116900):*

  • Durchmesser 40 mm
  • Horn-zu-Horn 48 mm
  • Höhe 13 mm
  • Gewicht am Stahlband: ca. 155 Gramm
  • Saphirglas
  • Wasserdichtigkeit 10 bar / 10 atm / 100 Meter
  • Gehäuse und Band aus 904L Edelstahl (Oystersteel)
  • Automatisches Manufaktur-Kaliber 3131, Superlative Chronometer, Gangreserve 48 Stunden
  • Dreireihiges Oyster-Band
  • Oysterclasp-Faltschließe mit 5‑mm-Easylink-Verlängerung
  • Listenpreis 6000€

Rolex Air-King: Militärische Herkunft in den 40ern

In den 1950er Jahren kam die zivile Luftfahrt langsam in Schwung – 1953 beispielsweise wurde die Bundesanstalt für Flugsicherung gegründet, die erstmalig per Radar den gesamten westdeutschen Luftraum kontrollierte. Kein Zufall: Die 1950er Jahre haben auch einige spannende Uhren hervorgebracht, die speziell für Piloten entworfen wurden – so wie…

Und da wäre natürlich auch noch die Rolex Oyster Perpetual Air-King, dessen Einführung einen militärischen Hintergrund hatte und die ab 1958 verstärkt der Zielgruppe von Privatpersonen zugänglich gemacht wurde. Anders als oben genannte Beispiele war (und ist) die Air-King aber eine ganz „normale“ Dreizeigeruhr ohne besondere Komplikationen oder Lünette.

Ab 29 US-Dollar: Anzeige für die Rolex Air-King 5500 – man beachte die charakteristischen Ziffern 3-6-9

Tatsächlich reicht die Geschichte der Air-King bis in den Zweiten Weltkrieg zurück: Anders als viele andere Schweizer Hersteller hielt Hans Wilsdorf nicht viel von Schweizer Neutralität und belieferte konsequent nur die alliierten Truppen. So produzierte Rolex unter anderem gegen Ende des Zweiten Weltkrieges (und auch in den Jahren danach) Fliegeruhren für die britischen Piloten der Royal Air Force (RAF). Hier dazu ein paar original Anzeigen von 1939 bis 1941, die in Bild und Text klaren militärischen Bezug haben („…the ROLEX Oyster is used by more R.A.F. Pilots than any other watch“):

Eine Besonderheit hat sich Rolex für diejenigen Piloten ausgedacht, die bei der Luftschlacht um England (Battle of Britain) mitgewirkt haben. Kurz zur Geschichte: Der Battle of Britain war ein Großangriff der deutschen Luftwaffe auf britische Flottenverbände, Rüstungsindustrien, Luftabwehrstellungen und Stützpunkte der Royal Air Force in Südengland, um nach der Kapitulation Frankreichs den Weg für die Invasion Großbritanniens zu ebnen. Doch das ging gehörig in die Hose: Nach schweren Verlusten hat die deutsche Luftwaffe die Angriffe eingestellt. Da die durchschnittliche britische Flugzeugproduktion von 470 Jagdmaschinen im Monat doppelt so hoch lag wie die deutsche, war die vom Deutschen Reich angestrebte Luftüberlegenheit zu einer Illusion geworden.

Damals hat Rolex vier Modelle produziert, die für RAF-Piloten produziert wurden, die im Battle of Britain gekämpft haben: die Modelle Air-King, Air-Lion, Air-Giant, and Air-Tiger. Alle Modelle waren mit 34 mm für damalige Verhältnisse vergleichsweise groß. Nach dem Krieg blieb von diesem Quartett nur die Air-King übrig, die in Form der allerersten Referenzen 4499 und 4925 Merkmale der Rolex Bubble Back hatten (helles Zifferblatt, arabische Ziffern). An Bord der Modelle waren die sogenannten „Hunter“-Handaufzugskaliber der Rohwerke bzw. Ébauche-Manufaktur Aegler. Seit 2004 ist Aegler Teil der Rolex-Gruppe.

Rolex Air-King 4925, Bild: Sotheby’s

Ab 1958, mit der Einführung der Referenz 5500, wurde das Design der Rolex Air-King wesentlich überarbeitet – und blieb für über 30 Jahre weitgehend unangetastet: 34 mm Oyster-Gehäuse, Automatikkaliber 1520 (“precision”) bzw. 1530 (“super precision“), Acryl-Glas und ein schlichtes, cremefarbenes oder schwarzes Zifferblatt mit applizierten Stundenindizes.

Erste Air-King 5500 mit einer seltenen Zifferblatt-Variante

Erst 1989 folgte eine Überarbeitung in Form der Referenz 14000, wenngleich das schlichte Design nur minimal geändert wurde. An Bord der neuen Referenz war das automatische Kaliber 3000 und kratzfestes Saphirglas (anstelle Acrylglas). Später folgte die Referenz 14010 mit charakteristischer “engine turned”-Lünette. Der Durchmesser blieb bei schlanken 34 mm. Im Jahr 2000 erhielten beide 14000er Referenzen außerdem ein Upgrade auf das Kaliber 3130, das auch heute noch in der Air-King tickt.

Fun Fact am Rande: die Rolex Air-King (Ref. 5500) und auch die spätere Air-King-Referenz 14000 wurden von der Pizzakette Domino’s zu Incentive-Zwecken genutzt, um die Umsätze anzukurbeln – charakteristisch: ein übergroßes Domino’s Logo auf dem Zifferblatt…

Rolex Air-King 14000 mit Tiffany-Zifferblatt, ca. 1991, Bild: Phillips

Im Jahre 2007 gab es ein erneutes Update: Die Referenz 114200 (bzw. 114234 mit Weißgold-Lünette und 114210 mit „engine-turned“-Lünette) war etwas größer und höher. Mit Blick auf die charakteristischen Ziffern 3-6-9 orientierte sich das Zifferblatt-Design wieder mehr an einer der frühen Air-King-Modelle (siehe Reklame oben). Auch eine Superlative Chronometer-Zertifizierung für besonders hohe Ganggenauigkeit hat Einzug in das Kaliber 3130 erhalten. Der Durchmesser von 34 mm wurde beibehalten, was zu dem damaligen Zeitpunkt eigentlich nicht mehr zeitgemäß war (aber die Genfer ziehen ja ohnehin konsequent ihr eigenes Ding durch 😉 ).

Rolex Air-King 114200, Bild: catawiki

Das änderte sich mit der neuen Air-King 116900, die im Jahre 2016 grundlegend überarbeitet wurde: Nach zwei paar Jahren Air-King-Abstinenz wurde die neue Air-King Referenz 116900 (endlich!) auf nunmehr zeitgemäße 40 mm aufgepumpt. Auch am Zifferblatt-Design hat sich eine Menge geändert…

Test: Rolex Air-King 116900

Für Rolex-Verhältnisse ganz schön bunt: Das Zifferblatt der Rolex Air-King 116900 sticht mit seinem grün-goldenen Rolex-Logo und dem grünen Zeiger sofort ins Auge. Tatsächlich ist die Air-King die einzige Rolex, die das Firmenlogo in den „Echtfarben“ der Marke trägt. Der Sekundenzeiger greift die grüne Farbe auf und sorgt für einen zusätzlichen, schönen Kontrast.

Die applizierten Stunden-Ziffern 3-6-9 sind aus 18k-Weißgold, besonders groß und in einer ähnlichen Schriftart gehalten wie bei der Air-King-Referenz 114200 (2007), einer seltenen Zifferblatt-Variante der Referenz 5500 (1958, siehe oben) oder der Rolex Explorer I (bei der Ex I sind die Ziffern allerdings mit Leuchtmasse gefüllt).

Ein schönes Detail ist der auf die untere Zifferblatt-Hälfte gewanderte, leicht kursive Air-King-Schriftzug, der schon in den 50er Jahren von Rolex genutzt wurde:

Besonders ungewöhnlich ist aber die Mischung aus applizierten Stunden- und gedruckten Minutenziffern, d.h. dass die Indizes zwischen der zentralen Markierung auf 12 Uhr und den applizierten Ziffern 3-6-9 mit einer Minutenbeschriftung versehen sind (5-10-20-25 etc.) – dazu aber gleich mehr. Man beachte, dass die gedruckten Ziffern nicht mit Chromalight, der hauseigenen Leuchtfarbe-Mixtur von Rolex, kommen – nur die zentrale Dreieck-Markierung auf „12 Uhr“ und die Zeiger leuchten im Dunkeln (ob das nun besonders sinnvoll ist, sei mal dahingestellt).

Die Mischung aus (applizierten) Stunden-Ziffern und (gedruckten) Minuten-Ziffern bzw. die Gesamtkomposition des Zifferblattes wirkt auf den ersten Blick etwas verwirrend. Einen kleinen Aha-Effekt hatte ich mit Blick auf zwei analoge Cockpit-Uhren, die Rolex im Jahre 2006 für das Bloodhound LSR (ehem. SSC)-Projekt lieferte: Es handelt sich dabei um ein Projekt für die Entwicklung eines Überschall-Fahrzeugs, das als Antrieb unter der 13 Meter langen Karosserie eine Turbine aus dem Eurofighter Typhoon beherbergt. Die Turbine entwickelt 90 Kilo-Newton Schubkraft, was allerdings nicht ausreicht, um auf das Schallmauer-Wunschtempo von 800 mph (1287 km/h) zu kommen. Zusätzlichen Schub (122 Kilo-Newton) liefert daher eine Fest-/Flüssigstoff-Hybrid-Rakete. Bitter: Rolex dürfte es nicht geschmeckt haben, dass das Bloodhound-Projekt 2018 insolvent war. Doch dank neuer Geldgeber nimmt Ex-Royal Air Force-Kampfpilot Andy Green sogar die 1.000-mph-Marke nun wieder ins Visier…

Mit Blick auf das Gehäuse der Rolex Air-King hatte ich spontan ein Déjà-vu – und tatsächlich: Das Gehäuse kommt – wie sollte es auch anders sein – im klassischen Oyster-Stil und ist absolut identisch mit dem der Rolex Milgauss. Die wasserdichte Gehäusekonstruktion des Oyster-Gehäuses wurde schon im Jahre 1926 von Rolex patentiert (mehr dazu in meinem Artikel über Rolex-Taucheruhren), dank Twin-Lock-Krone (zwei Dichtungen, eine im Inneren des Tubus, die andere in der Aufzugskrone selbst) ist die Air-King bis 100 Meter bzw. 10 bar wasserdicht (zum Schwimmen geeignet). Als Legierung setzt Rolex anstelle des gängigen 316L-Edelstahls auf 904L „Oystersteel“.

Auch, wenn Rolex die hauseigene 904L Edelstahl-„Mixtur“ gerne als das Nonplusultra verkauft, halten sich die handfesten Vorteile gegenüber typischerweise eingesetztem 316L-Edelstahl aber in Grenzen. So ist es beispielsweise ein Irrglaube, dass 904L-Edelstahl härter ist als 316L. Hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit hat 904L aber die Nase tatsächlich vor 316L.

Dadurch, dass sich Air-King und Milgauss dasselbe Gehäuse teilen, sind auch die amagnetischen Eigenschaften der Milgauss mit an Bord der Air-King: Das Automatikkaliber wird durch einen innenliegenden Weicheisenkäfig geschützt, wodurch die Uhr Magnetismus von bis zu 1.000 Gauss (0,1 Tesla) wegstecken kann (das Prinzip ähnelt dem des Faradayschen Käfigs). Magnetfeldabschirmung ist durch die historische Brille betrachtet stets ein relevantes Thema in der Geschichte der Aeronautik gewesen – so sind beispielsweise die Ablenkspulen von Radarschirmen, die sich in Flugzeugcockpits und den Bodenstationen befinden, magnetisch und können einen negativen Einfluss auf die Ganggenauigkeit einer mechanischen Uhr ohne speziellen Magnetfeldschutz haben. Auch Stromkreise in Flugzeugen erzeugen Magnetfelder, vor allem wenn Gleichstrom durch die Drähte fließt. Der Einsatz eines abschirmenden Weicheisenkäfigs in einer Fliegeruhr wie der Rolex Air-King ergibt also Sinn.

Ihr haltet euch nicht grade täglich im Cockpit eines Flugzeugs auf? Kein Problem: Die 1000 Gauss Magnetfeldabschirmung sollten auch für quasi alle alltäglichen Situationen ausreichen, um zu verhindern, dass eine Magnetisierung des Werkes eintritt. Zum Vergleich: Von einer handelsüblichen TV-Soundbar gehen ungefähr 50 Gauss aus, von einem Tablet 15 Gauss und von einem Bluetooth-Kopfhörer rund 4 Gauss.

Das Gehäuse ist mit einem Durchmesser von 40 mm auf dem Papier recht human dimensioniert und sicherlich gut für das durchschnittliche Herrenhandgelenk tragbar. Ergänzend sei aber gesagt, dass die Air-King (genau wie die Milgauss) etwas sportlicher und größer wirkt, da die Gehäusehöhe konstruktionsbedingt mit rund 13 mm etwas höher ist als bei anderen, ähnlich großen Rolex-Modellen. Der Grund dafür ist der oben bereits beschriebene Weicheisenkäfig, der nach zusätzlichem Platz verlangt.

Das Stahlband kommt im Rolex-typischen, dreireihigen Oyster-Stil. Anders als bei der Milgauss sind die mittleren Stahlglieder allerdings satiniert und nicht poliert, wodurch die Optik der Air-King etwas tooliger daherkommt. Wie man es von Rolex gewohnt ist, sind die Bandglieder perfekt aufeinander abgestimmt, das Band schmiegt sich alles in allem ganz hervorragend um das Handgelenk.

Gut: Die Oysterclasp-Faltschließe bietet eine Anpassungsmöglichkeit über die sogenannte Easylink-Verlängerung. Dadurch lässt sich das Band verlängern bzw. verkürzen – allerdings leider nicht stufenweise (z.B. in 1 mm-Schritten), sondern um 5 mm. Schade: Die Rolex-Krone ist „nur“ in die Schließe eingraviert und nicht refliefartig wie bei Submariner, Explorer I & Co. Hier will Rolex offenbar mit Blick auf den vergleichsweise geringen Einstiegspreis der Air-King (Listenpreis 6000€) einen gewissen Respektabstand zu den teureren Modellen lassen.

Rolex Air-King und das Kaliber 3131

Mittlerweile durchzieht die neue Kaliber-Generation (Kaliber 3200), die über 90% neue, optimierte und überarbeitete Komponenten mitbringt, weite Teile des Rolex-Sortiments – bei der Air-King hat das neue Kaliber allerdings noch nicht Einzug erhalten. In der aktuellen Rolex Air-King findet sich nach wie vor ein Automatikwerk aus der „alten“ 3100er-Familie (Kaliber 3131) mit 48 Stunden Gangreserve und blauer, amagnetischer, stoßfester und temperaturunempfindlicher Parachrom-Spirale. Auch das Hemmungsrad ist dank Nickel-Phosphor-Legierung amagnetisch.

Der Einsatz des „alten“ Werkes ist aus meiner Sicht nicht wirklich tragisch: Zwar bringt das neue Kaliber, das mittlerweile beispielsweise in Oyster Perpetual 41, Submariner und Explorer I bzw. II (Rolex-Neuheiten 2021) tickt, einen ordentlichen Gangreserveboost von 48 auf 70 Stunden mit, es gibt aber diverse unabhängige Berichterstattungen, die der alten Kalibergeneration eine höhere Zuverlässigkeit bescheinigen.

Wie alle Rolex-Modelle kommt auch die Air-King 116900 mit einer Ganggenauigkeit, die deutlich über die „normale“ Chronometer-Zertifizierung der COSC hinausgeht (-4 bis +6 Sekunden pro Tag bei mechanischen Kalibern): Seit 2015 prüft Rolex, nachdem die Werke von der COSC zurück sind, die Ganggenauigkeit in einer voll­automatischen Test­kette noch ein weiteres mal, und zwar nach dem Einschalen des Uhrwerkes – das ist deutlich realitätsnaher und sorgt dank entsprechender Feinregulierung für eine Top-Ganggenauigkeit von −2/+2 Sekunden pro Tag („Chronometer der Superlative“).

Rolex Kaliber 3131
Kaliber 3131 – die blaue Parachrom-Spirale ist gut erkennbar.

Fazit zur Rolex Air-King 116900 / Wertentwicklung

Ja, das Zifferblatt der Rolex Air-King ist zweifellos gewöhnungsbedürftig. Und ja, das Modell ist in der Summe sicherlich nicht Rolex-typisch und wird nicht jedem gefallen – muss es aber auch nicht: Der Schritt der Genfer die Air-King aufzupeppen war meiner Meinung nach absolut richtig. Das schlichte, „dressige“ Design früher Air-King-Referenzen ist ganz offenbar fortan für Oyster Perpetual und Datejust reserviert, während die Air-King deutlich sportlicher positioniert ist. Und das ist auch gut so, denn die Differenzierung innerhalb der Rolex-Kollektionen schadet ganz sicher nicht.

Und auch, wenn die Air-King die Gemüter spaltet, ist das Modell alles andere als ein Rohrkreprierer – die Preisentwicklung für gebrauchte Air-King-Modelle (aktuelle Referenz 116900) spricht eine deutliche Sprache:

Bild: Chrono24

Irgendwann wird aber auch sicherlich die Rolex Air-King das neue 3200er-Kaliber spendiert bekommen – die Frage ist dann nur, ob in dem Zuge auch eine optische Überarbeitung stattfindet. Mit der „neuen“ Rolex Submariner aus 2020 und der „neuen“ Explorer II aus dem Jahre 2021 zeigen die Genfer jedenfalls, dass sie auch durchaus gewillt sind im Prinzip einfach nur das Innenleben auszutauschen und das Design nur in homöopathischen Dosen zu ändern.

So oder so: Auch, wenn das aktuelle Design der Air-King ein Spalter ist, wünsche ich mir für die Zukunft, dass Rolex die designtechnische Eigenständigkeit des Modells beibehält – denn Uhren mit eher unspektakulären, schlichten Zifferblättern hat Rolex doch zur Genüge im Sortiment, oder? (und das ist auch einer der Gründe warum ich beispielsweise ein großer Fan der Rolex Milgauss Z-Blue bin).

*Hinweis / Reklame
Die Rolex Air-King wurde für diesen Test von Horando.de zur Verfügung gestellt.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich über ein Like bei FacebookInstagramYouTubePinterest oder Twitter. Ooooooder

Auch über Kommentare freue ich mich immer sehr (Kommentare werden einzeln, in der Regel innerhalb kurzer Zeit, geprüft und freigeschaltet). Vielen Dank!

Dieser Beitrag hat 15 Kommentare

  1. Anonymous

    Hallo Mario sehr interessanter Bericht mit sehr viel Informationen die ich noch nicht wusste über eine Uhr die viele nicht auf dem Radar haben,

  2. Ralph

    Hallo Mario,
    kennst Du die Geschichte der Rolex Air-King „Double Nine“ ?
    Ein wirklich kurioser Fehler in der Fertigung bei Rolex.
    Der Fehler wurde in der Rolex-Qualitätskontrolle nicht entdeckt und die Uhr wurde mit zwei Neunen ausgeliefert und verkauft.
    Fotos und die Story dahinter findet man über die Google-Suche.
    MfG

    1. Mario

      Hi Ralph, das kam mir schon zu Ohren, ja 🙂
      Das zeigt, dass selbst bei Rolex nur Menschen arbeiten 😉

  3. Frank T. aus MZ

    Danke für den gewohnt umfassenden Test, Mario! Den Fakt mit der praktisch nicht vorhandenen Nachtablesbarkeit war mir neu. Da hätte ROLEX konsequenterweise komplett auf die Leuchtmasse verzichten können. So geht das imo gar nicht, ein KO-Kriterium. Die Ansammlung von zig Schriftarten ist sicher einmalig, muss jedoch gefallen. 904L Edelstahl hat übrigens gegenüber 316L einen ggf. entscheidenden Nachteil: Durch seinen erhöhten Nickelanteil führt es bei Allergikern zum Hautausschlag. Für 6 Mille gibt es sicher Uhren mit besserem P/L-Verhältnis, aber keine ROLEX.

  4. Michael

    Hallo Mario, ich hätte da noch eine Frage. Das Maß 48mm Horn-zu-Hon , hast du das aus dem Netz übernommen oder selber gemessen. Ich finde im Netz nur widersprüchlich Aussagen. Danke im Voraus .

    1. Mario

      Hi Michael, selbst gemessen 🙂

  5. fruhmano

    Eine sehr schöne, individuelle Creation. Die Markenfarben machen sie zur Metarolex, zur Überrolex, zur Rolex unter den Rolexen! Nur die Leuchtfarbe würde ich mir an 3, 6 und 9 wünschen. Sonst ist alles erzählt, fein wie immer.

  6. Michael

    Hallo Mario, wie immer gut recherchierter Artikel! Ich wollte eigentlich die Explorer kaufen, naja mit den 36mm werde ich (noch) nichtwarm. Also habe ich letzten Samstag die Airking zur Probe angelegt und was soll ich sagen, sie gefällt mir ausgesprochen gut, habe sie bestellt. Auf Bildern finde ich die Airking nicht so ansprechend, in echt aber eine Wucht😋

    1. Frank T. aus MZ

      @Michael
      Versuche vielleicht noch eine Explorer in 39mm zu ergattern. Imo die weitaus schlüssigere Uhr.

      1. Michael

        @ Frank.
        Du scheinst die Airking ja wirklich zu hassen 😉.
        Eigentlich wollte ich die Explorer auch in 39mm kaufen, stand schon Monatelang auf einer Warteliste als sie eingestellt wurde. Auf den Bildern kommt die Airking nich gut rüber, als ich sie jedoch am Arm hatte und ein paar Minuten wirken habe lassen, waren alle Zweifel verflogen.
        Es gibt natürlich Dinge die man an der Uhr verbessern kann, aber einen Kompromiss muss man wohl bei jeder Uhr eingehen. Ich Kaufe nie Uhren über den Listenpreis, damit ist die Ex ja für mich raus.

        1. Frank T. aus MZ

          @Michael
          Nein, im Gegenteil, ich liebe Uhren und hasse sie nicht. Manche gefallen mir mehr, manche weniger. Über LP würde ich auch keine Uhr kaufen. Mir (rund 2m, 100 kg) sind ROLEX mehrheitlich zu mickrig, insbesondere die schmalen Schließen. Aber zweifellos sind das schöne Uhren mit tollen Uhrwerken und hoher Wertstabilität!

    2. Mario

      Und, wie lange ist die Lieferzeit? 🙂

  7. Uli

    Da ich vom ersten Anblick an in diese Uhr verliebt bin, danke ich Dir für diesen (gewohnt) fundierten und lesenswerten Bericht. Sie hat sich nun auf meiner Wunschliste nach oben bewegt.

    1. Mario

      Danke dir Uli 🙂

Schreibe einen Kommentar