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Breitling Chronomat B01 42 mit Rouleaux-Stahlband: das Kern-Update (2020) im Test

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Der im Schweizerischen Grenchen ansässige Uhrenhersteller Breitling ist in letzter Zeit ziemlich fleißig, wenn es um die Lancierung von neuen Modellen geht, die sich an Vorbildern aus der eigenen Historie orientieren. Der neueste Wurf von CEO Georges Kern bildet da keine Ausnahme: Mit der Breitling Chronomat B01 42 verabschieden sich die Schweizer nun endgültig vom „lauten“ Chronomat-Design aus der jüngeren Vergangenheit. Markante Merkmale wie die Stahllünette und die Zwiebelkrone sind aber nach wie vor an Bord. Gleichzeitig hat die 2020er Chronomat-Neuauflage mit dem charakteristischen Rouleaux-Stahlband (nach Vorlage der Chronomat aus den 80er-Jahren) eine echte Besonderheit in petto…

Eckdaten der Breitling Chronomat B01 42 (2020):

  • Breitling Manufakturkaliber B01, COSC-zertifiziert, 70 Stunden Gangreserve
  • 1/4-Sekunden-Chronograf, 30-Minuten- und 12-Stunden-Totalisatoren
  • Durchmesser 42 mm
  • Höhe 13 mm
  • Horn-zu-Horn 50 mm
  • Saphirglas, bombiert und beidseitig entspiegelt
  • Krone verschraubt, mit zwei Dichtungen
  • Lünette einseitig drehbar
  • Gehäuseboden mit Saphirglas-Sichtfenster, verschraubt
  • Wasserdichtigkeit 200 Meter / 20 bar
  • Gewicht (am Stahlband): 198 Gramm
  • Rouleaux-Stahlband, Bandanstoß 22 mm (verjüngt sich auf 20 mm)
  • Swiss Made
  • Erhältlich in Varianten mit verschiedenen Zifferblatt-Farben und Gehäusematerialien (z.B. und Stahl und 18-karätiges Rotgold)
  • Listenpreis ab 7950€

Die Evolution der Breitling Chronomat B01 42

Breitling und (Flieger-)Chronographen – das gehört seit je her zusammen wie die Alpen und die Schweiz. So gelang Willy Breitling, Chef in dritter Generation, im zarten Alter von 27 Jahren während des zweiten Weltkriegs ein echter Durchbruch mit der Breitling Chronomat, eine Wortschöpfung aus Chronograph und Mathematik.

Die Rechenschieber-Lünette der Breitling Chronomat war damals, in den 1940ern, ein echter Meilenstein – ein innovatives und nützliches Feature, welches mathematische Operationen wie Multiplikationen, Divisionen, Dreisatz, Prozentrechnung & Co. ermöglichte. Das war extrem praktisch in Zeiten, in denen man natürlich nicht einfach das Smartphone oder eine digitale Taschenrechner-Uhr zücken konnte 😉

Die Zielgruppe für die Breitling Chronomat mit dem Venus-Handaufzugskaliber 175 waren damals unter anderem Piloten – so wurde der Breitling Chronomat beispielsweise als offizielle Dienstuhr an die Fliegerasse der United States Air Force (USAF) ausgegeben. In einer Reklame aus dem Jahre 1948 wirbt Breitling auch mit „ideal for Engineers, Doctors, Sportsmen, […], Technicians„. Die Bedienung der Rechenschieberlünette war natürlich kinderleicht – zumindest laut Breitling: Eine andere Anzeige zeigt ein Kleinkind, welches überlegt, wie es 3 x 4 berechnen soll – dadrüber steht: „Use a Chronomat!“. Logisch, oder? 😉

Später folgten auch noch Chronomat-Varianten mit Telemeter-Skala (zur Messung der Distanz zwischen einem sichtbaren und dem dazugehörigen hörbaren Ereignis) und Pulsometer-Skala (zur Messung der Pulsfrequenz) sowie Mondphasenanzeige…

Mit den ursprünglichen Breitling Chronomat-Modellen der 40er Jahre haben die Chronomat-Modelle seit den 80er Jahren optisch quasi nichts mehr gemein: Statt Rechenschieber-Lünette gibt’s eine markante Stahl-Lünette mit vier „Reitern“, die die Optik des Modells maßgeblich prägt. Auch heute noch kennt man diese Lünette von anderen Modellen (z.B. Breitling Avenger), mittlerweile ist sie ohne Zweifel zum „Markengesicht“ von Breitling avanciert. Auch eine „Zwiebel“-Krone, die bei den Bicolor-Modellen der 80er Jahre besonders ins Auge sticht, ist in die Chronomat eingezogen.

Die Abkehr vom Design der Ur-Chronometer ergibt Sinn: Die Rechenschieber-Lünette und das daraus resultierende, charakteristische Design ist seit 1952 dem absoluten Breitling-Zugpferd, der Breitling Navitimer, vorbehalten.

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Das Re-Design der Chronomat mit charakteristischer Stahl-Lünette und Zwiebel-Krone geht zurück auf das Jahr 1984, mit einer Automatik-Neuauflage zur Feier des 100-jährigen Bestehens der Schweizer Manufaktur. Das mechanische Innenleben war damals alles andere als eine Selbstverständlichkeit: In den 70er und 80er Jahren wütete die Quarz-Krise, welche die traditionellen Schweizer Uhrenhersteller aufgrund einer Flut an Billig-Quarzern aus Japan ins Tal der Tränen stürzte. Seit Jahrzehnten tätige traditionelle Uhrenhersteller starben damals wie die Fliegen. Auch Breitling bildete da keine Ausnahme und hat – wie quasi alle Marktbegleiter – den Quarz-Trend verpennt. Die Schweizer mussten zeitweise gar den Geschäftsbetrieb einstellen.

Bicolor-Chronomat aus den 90er Jahren

Die Neuauflage der Breitling Chronomat wurde im Jahre 1984 unter Federführung von Ernest Schneider lanciert, der im Jahre 1979 alle Vermögenswerte und Namensrechte der angeschlagenen Breitling SA übernahm und sich bis 2017 – also fast 40 (!) Jahre lang mit viel Leidenschaft um das Breitling-Erbe kümmerte. Ernest Schneider, passenderweise wie auch sein Vorgänger Willy Breitling passionierter Uhrmacher und Pilot, schaffte es die Schweizer Traditions-Manufaktur wieder auf Kurs zu bringen und zu alter Stärke zu führen – unter anderem durch Kooperationen wie beispielsweise mit der Frecce Tricolori, der gleichnamigen italienischen Flugstaffel, aus der letztendlich ein Jahr später die Breitling Chronomat entstanden ist.

Bis heute hat die Breitling Chronomat ihr „Re-Design-Gesicht“ mehr oder weniger behalten. Außerdem zog vor einigen Jahren das Manufakturkaliber B01 in die Modellreihe ein (dazu gleich mehr). Relativ kurz nach Amtsantritt des frischgebackenen Breitling-CEO Georges Kern gab’s zuletzt zur Baselworld 2018 ein größeres optisches Update…

Update zur Baselworld 2018; Breitling Chronomat B01 Chronograph 44

Test: Breitling Chronomat B01 42 (2020)

Schon die 2018 von Breitling-CEO Georges Kern neu aufgelegte Chronomat B01 44 war designtechnisch deutlich zurückhaltender als die „Prä-Kern“-Chronomat 44: Die „plattgedrückten“ XXL-Ziffern auf der Lünette und die ausgefallenen Zifferblatt-Muster wurden von Breitling kurzerhand gestrichen – beides Merkmale, die Uhrenfreunde gespaltet haben: Für die einen machen diese „lauten“ Designmerkmale die Breitling-DNA erst aus, für andere waren diese Dinge eher aus der Kategorie „Geschmäcker sind zum Glück verschieden“ 😉

Es lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass die Chronomat-Modellreihe seit Kerns Amtsantritt eher den Mehrheitsgeschmack trifft und deutlich weniger polarisiert: die 2020 lancierte Chronomat B01 42 setzt diesen Trend mit deutlich zurückhaltenderen Design-Elementen fort – und sie wurde noch etwas verkleinert: von ehemals knackigen 44 mm auf deutlich tragbarere 42 mm Durchmesser.

Die neue Breitling Chronomat B01 42 ist trotzdem alles andere als ein schüchternes Mauerblümchen: Das Modell wirkt deutlich größer (und imposanter) am Handgelenk als es die 42 mm Durchmesser vermuten lassen. Gleichzeitig trägt sich die neue Chronomat trotz eines Gewichtes von knapp 200 Gramm (am Stahlband) sehr angenehm – dank goldrichtiger Proportionen bzw. einer vergleichsweise flachen Bauhöhe (13 mm*) und einem humanen Hon-zu-Horn-Maß von 50 mm.

Allzu dünne Spargelärmchen sollte man aber nicht haben: Wer einen Handgelenkumfang von deutlich unter 18 cm hat, sollte sich die Chronomat vor dem Kauf definitiv erst mal probeweise um das Handgelenk schnallen. Zum Vergleich: Mein Handgelenkumfang beträgt in etwa 19 cm (mehr dazu in meinem Artikel über Uhrengrößen).

*Auf der Breitling-Website ist von 15 mm Höhe und 200 Gramm ohne Stahlband die Rede – Nachmessen bzw. Nachwiegen hat de facto aber ca. 13 mm und 200 Gramm inklusive Stahlband ergeben.

Insbesondere eine Komponente sorgt damals wie heute für den typisch-markanten Breitling-Wiedererkennungswert: Die charakteristische Drehlünette, die durch vier „Reiter“ (Leuchtpunkt – 15 – 30 – 45) hervorgehoben wird. Die Reiter selbst sind gebürstet, die Zwischenbereiche poliert. Das ergänzt sich optisch ganz wunderbar mit den polierten Zeigern und Indizes, sorgt aber naturgemäß dafür, dass jeder Mini-Fingertatscher auf der Lünette zu sehen ist – ihr glaubt gar nicht wie oft ich für die Fotos unten mit einem weichen Tuch über die Lünette drüber geschrubbt habe 😉

Das Rasten der Lünette funktioniert knackig und präzise, erreicht aber beispielsweise nicht die Perfektion einer Rolex Submariner.

Erwähnenswert ist ferner, dass sich die Reiter bei 3 Uhr und 9 Uhr – wie bei der Vorlage aus den 80ern – tauschen lassen, sodass der Träger die Lünette entweder zur Messung von Zeitintervallen vorwärts oder rückwärts nutzen kann (Count-up vs. Count-down). Zugegeben: Dieses „Feature“ werden die allermeisten Interessenten höchstens mit einem Stirnrunzeln und einem nüchternen Aha quittieren (und für die Zeitmessung einfach das Smartphone zücken 😉 ). Andererseits zeigt es doch, dass Breitling ein Auge für Details hat…

Breitling-typisch ist das Saphirglas beidseitig entspiegelt. Ich bin großer Fan von beidseitig entspiegelten Gläsern, da die Optik meiner Meinung nach enorm aufgewertet und auch die Ablesbarkeit aus allen erdenklichen Winkeln verbessert wird. Gleichzeitig kommen dadurch die vielen Zifferblatt-Details wie das plastische Breitling-Logo, die von Hand applizierten und mit Super-Luminova gefüllten Indizes, das Breitling-„B“ am Ende des Sekundenzeigers und das Muster der Totalisatoren hervorragend zur Geltung.

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Einen Nachteil hat beidseitig entspiegeltes Saphirglas aber: Die Entspiegelungs-Beschichtung an der Oberseite des Glases ist naturgemäß anfälliger für Kratzer als das Saphirglas selbst.

Gut zu wissen: Breitling produziert das Saphirglas im eigenen Hause, was alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist: Saphirglas ist für viele Uhrenhersteller (auch Schweizer) eine Zukaufkomponente, häufig aus Asien. Das ist an sich erst mal nicht „schlimm“, ich persönlich finde es aber immer sympathisch, wenn ein Uhrenhersteller auch eine hohe Fertigungstiefe mitbringt.

Hier ein paar Impressionen aus dem Hause Breitling:

Neben der markanten Stahllünette wurde auch ein weiteres charakteristisches Merkmal der Chronomat beibehalten: Die griffige Zwiebelkrone. Gegenüber der Chronomat aus den 80ern sind die Chronographen-Drücker allerdings nicht zwiebelförmig.

Das Rouleaux-Stahlband der Breitling Chronomat B01 42

Bei meinem Test des Breitling Aviator 8 Chronograph 43 war einer meiner größeren Kritikpunkte das Stahlband, welches optisch und haptisch zwar alles andere als schlecht ist, auf der anderen Seite aber auch nicht mehr ganz zeitgemäß wirkt – vor allem mit Blick auf die Konkurrenten Omega, Rolex und IWC, die beispielsweise genial funktionierende Schnelleinstellungsmechanismen mitbringen. So richtig konnte ich die äußerst stiefmütterliche Behandlung des Stahlbandes in der Aviator 8 jedenfalls nicht verstehen – mein Gedanke damals: Georges Kern muss als ehemaliger IWC-Chef eigentlich wissen wie wichtig den Kunden gute Stahlbänder sind (IWC-Stahlbänder haben einen extrem guten Ruf).

Und genau bei diesem Schwachpunkt setzt das 2020er Update der Breitling Chronomat an: Für die neue Chronomat B01 42 hat Breitling das Stahlband der Modelle aus jüngerer Vergangenheit komplett über Bord geworfen und kurzerhand das auffällige Rouleaux-Stahlband mit Doppelfaltschließe (Rouleaux = frz. für „Rollen“) der Chronomat aus den 80er Jahren ins Jahr 2020 gebeamt – und wie! Als Uhren-Blogger denkt man schnell mal, dass man alle möglichen Bandvarianten irgendwo schon mal gesehen hat (dreigliedrig, fünfgliedrig, Mesh etc. pp.) – das Rouleaux-Stahlband mit den zylindrischen, massiven Gliedern ist in der Hinsicht eine hochwillkommene Abwechslung. Mehr noch: Das Band ist ein Alleinstellungsmerkmal mit hohem Wiedererkennungswert und ein gewichtiges Kaufargument für die neue Chronomat.

Als gebürtiges Nordlicht liegt überschwängliche Freude vielleicht nicht grade in meiner Natur, aber beim Rouleaux-Band kann ich es unter den Gesichtspunkten Optik und Haptik mit einem einfachen grandios! auf den Punkt bringen. Nur ein kleiner Wermutstropfen sei genannt: Die Glieder des Rouleaux-Bandes sind nur verstiftet (nicht verschraubt) – vermutlich konstruktionsbedingt.

Wer sich für die Breitling Chronomat entscheidet, kommt ohnehin nicht um das Stahlband rum: Es gehört (mit Ausnahme einer Variante) zum Standard-Lieferumfang – und das ist auch gut so!

Breitling Chronomat: Manufakturkaliber B01

Im Jahre 2009 ist Breitling mit der Entwicklung des ersten eigenen Manufakturkalibers in den Ring gestiegen – dem B01, welches in der Breitling-Chronometrie in La Chaux-de-Fonds produziert wird. Das Breitling B01 kam (standesgemäß) zu allererst im absoluten Zugpferd, der Breitling Navitimer, zum Einsatz. Kurz darauf wurde aber auch schon die Chronomat mit dem B01 bedacht.

Breitling dürfte die Entwicklung des B01 keineswegs bereuen: Mit dem Kaliber machen sich die Schweizer unabhängig(er) von der Swatch-Gruppe: die langfristigen Lieferungen des quasi-ubiquitären Chronographen-Kalibers ETA 7750 sind spätestens seit dem Hickhack mit der Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) mehr als ungewiss.

Breitling Chronométrie
Breitling Chronométrie – La Chaux-de-Fonds – Switzerland. (PPR/Breitling)

Das Kaliber B01 hat technisch auf jeden Fall einiges zu bieten: Es kommt mit einem anspruchsvollen Säulenrad-Mechanismus (auch Schaltrad genannt), der deutlich aufwendiger in der Herstellung ist als gängige Chronographenkaliber mit sogenannter Kulissensteuerung. Solche Werke werden heutzutage kaum noch verbaut – und falls doch, in der Regel bei sehr hochpreisigen Modellen. Das Säulenrad macht sich beispielsweise positiv beim knackig-satten Betätigen der Chronographen-Drücker bemerkbar. Breitling spendiert dem B01 außerdem eine hervorragende Gangreserve von rund 70 Stunden (ETA 7750 = ca. 44 Stunden).

Gut versteckt: Das kleine Säulenrad, erkennbar an den 6 „Aussparungen“ und den Zacken

An dieser Stelle möchte ich gerne meine Langzeiterfahrungen mit dem B01 mit euch teilen: Seit etwa einem Jahre trage ich das B01 regelmäßig in meiner Breitling Navitimer 01 spatzieren – die Ganggenauigkeit ist nach wie vor exquisit (ca. +2 Sekunden pro Tag) und damit nach wie vor innerhalb der von der COSC zertifizierten Chronometer-Norm. Auch die versprochene Gangreserve von 70 Stunden wird de facto erreicht.

Der gute Ruf des Breitling-Kaliber B01 ist auch bis zu Rolex vorgedrungen: Breitling fertigt in La Chaux-de-Fonds mit dem MT5813 eine Variante für die Rolex-Tochter Tudor. Der Tudor Black Bay Chronograph ist mit eben diesem Kaliber bestückt.

Mittlerweile gibt es vom Kaliber B01 auch weitere Varianten, darunter eine mit Weltzeitfunktion (Kaliber B05), mit zweiter Zeitzone (GMT-Kaliber B04) oder seit 2019 in einer Chronographen-Handaufzugsversion in der Navitimer Ref. 806 Re-Edition (Kaliber B09).

Fazit zur Breitling Chronomat B01 42

Kaum eine andere hochpreisige Uhrenmarke ist derzeit so aktiv wie Breitling, wenn es um das Lancieren von Retro-Neuauflagen geht (Georges Kern spricht gerne und oft von “retro-modern”). Anfangs war ich ehrlich gesagt noch etwas skeptisch – unter Kern mehren sich mittlerweile aber meiner Meinung nach absolute Punktlandungen wie beispielsweise …

… und natürlich die neue Breitling Chronomat B01 42, die eine Menge richtig macht: Haptisch und optisch ist das Modell eine Wucht – man sieht der Uhr schon auf die Ferne ihre Wertigkeit an. Und: Meiner Meinung nach trägt die neue Chronomat noch mehr als genug Breitling-DNA in sich (Stahl-Lünette, Zwiebelkrone, Rouleaux-Band) ohne dabei allzu „aufdringlich“ daher zu kommen. In diesem Sinne kann ich jedem nur empfehlen die neue Chronomat selbst mal beim Konzi in die Hand zu nehmen.

Nur der Preis drückt auf meinen Enthusiasmus: Listenpreise ab rund 8000€ für die Stahlvarianten (bis hin zu 19.000€ für die massive Vollgold-Variante) sind schon ein ordentliches Pfund. Auf der anderen Seite sei Breitling die selbstbewusste Bepreisung aber auch zugestanden, denn die neue Chronomat braucht sich qualitativ keineswegs hinter ähnlich teuren Konkurrenz-Chronographen zu verstecken (IWC, Omega, Zenith, TAG Heuer etc.). Und man bedenke auch, dass bei Breitling ordentliche Rabatte keine Seltenheit sind – Preisvergleiche im Internet oder hartnäckige Preisverhandlungen beim Juwelier eures Vertrauen lege ich euch daher auf jeden Fall dringend nahe.

Neben der hier vorgestellten „Reverse-Panda“-Variante der Breitling Chronomat B01 42 (schwarzes Zifferblatt, weiße Totalisatoren) gibt es auch noch eine Reihe weiterer Varianten, darunter …

  • eine mit lachsfarbenem Zifferblatt,
  • eine „Panda“-Variante (schwarze Totalisatoren auf silberfarbenem Zifferblatt),
  • eine grüne „Breitling for Bentley“-Variante und – besonders spannend –
  • eine limitierte Frecce Tricolori-Variante, die sich recht nah am Original aus den 80ern bewegt.

Auch Bicolor-Varianten sind erhältlich: Hier bestehen Lünette samt Reiter, Drücker, Krone, Ziffern und Indizes aus Massivgold.

Die Preise der Breitling Chronomat B01 42 im Detail:

  • Stahlgehäuse mit Stahlband (Zifferblattvarianten: silberfarben „Panda“ AB0134101G1A1, lachsfarben AB0134101K1A1, blau AB0134101C1A1 und schwarz „Reverse Panda“ AB0134101B1A1), 7.900 Euro
  • „Breitling for Bentley“-Version mit grünem Zifferblatt (AB01343A1L1A1), 7.900 Euro
  • Frecce Tricolori Limited Edition (AB01344A1C1A1), 8.100 Euro
  • Bicolor mit Stahl-Rouleaux-Band (IB0134101G1A1), 8.950 Euro
  • Bicolor mit Stahl/Rotgold-Rouleaux Band, Zifferblatt blau (UB0134101C1U1), 11.600 Euro
  • Bicolor mit Stahl/Rotgold-Rouleaux Band, Zifferblatt anthrazit (UB0134101B1U1), 11.600 Euro
  • Voll-Rotgold, massiv am Kautschukband (RB0134101B1S1), 19.000€

Alternativen zur Breitling Chronomat B01 42

Wie gewohnt seien an dieser Stelle noch Alternativen zur Breitling Chronomat B01 42 genannt. Eine deutlich günstigere Alternative mit charakteristischer Stahl-Lünette kommt ebenfalls aus dem Hause Breitling: die Breitling Colt, die allerdings nur noch als Restposten erhältlich ist – der günstige Einstieg in die Breitling-Welt wurde leider aus dem Sortiment verbannt – schade!

Stattdessen soll es die optisch ähnliche Breitling Avenger-Modellreihe richten, die (als eines der wenigen verbliebenen Modelle) mit geflügelten Breitling-Logo kommt (noch zumindest 😉 ). Erhältlich ist die Avenger als Dreizeiger- und als Chrono-Variante zu Listenpreisen ab rund 3500€.

Eine weitere Alternative kommt aus dem Schweizer Hause Maurice Lacroix: Die überaus erfolgreiche Aikon-Modellreihe wurde vor nicht allzu langer Zeit um die Aikon Venturer ergänzt, die ebenfalls mit charakteristischen Reitern auf der Lünette kommt. Das Besondere: die Zwischenbereiche sind aus Keramik. Mehr dazu im Test der Maurice Lacroix Aikon Venturer.

Maurice Lacroix Aikon Venturer Uhr (3 von 9)

Ansonsten gibt es natürlich eine Reihe von historisch spannenden Modellen, die man immer als Alternative in Betracht ziehen darf, wenn man auf der Suche nach einem hochwertigen Chronographen ist – darunter Uhren wie die TAG Heuer Carrera oder die Zenith El Primero, die in einem ähnlichen Preisbereich positioniert sind wie die Breitling Chronomat B01 42.

Zenith El Primero A384 Revival
Zenith El Primero A384 Revival

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