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Im Uhrenmarkt tummeln sich unzählige junge Marken und Microbrands. Da fällt es sogar mir als spezialisierter Blogger manchmal schwer die Übersicht zu behalten. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen kann man aber festhalten, dass die 2018 von Ben Küffer gegründete Marke NORQAIN nach nur wenigen Jahren bereits einen nachhaltigen Fußabdruck in der Uhrenwelt hinterlassen hat – unter anderem dank vieler Kontakte und Know-How von Veteranen aus dem Uhrengeschäft, Kapital von Ex-Breitling-Inhaber Théodore „Teddy“ Schneider, Kalibern von der Tudor-Tochter Kenissi und (entgegen dem allgegenwärtigen Onlinedirektvertriebstrend) Zusammenarbeit mit dem stationären Einzelhandel (jup, so richtige Läden vor Ort).

Mit klassischen Microbrands, die manchmal zu Beginn noch etwas „grün hinter den Ohren“ sind, hat NORQAIN also quasi nichts gemeinsam. Aber (Achtung: Binsenweisheit!) das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass NORQAIN gute Uhren anbietet…

Eckdaten NORQAIN Adventure Neverest (Ref. NN1001SC3CA/GL101):

  • Swiss Made
  • Manufakturkaliber NN20/1, Chronometer-zertifiziert, 70 Stunden Gangreserve, 28800 bph
  • Gehäuse aus 316L Edelstahl (satiniert / poliert)
  • Durchmesser 40 mm
  • Horn-zu-Horn 48,3 mm
  • Höhe 12,55 mm
  • Bandanstossbreite 20 mm
  • Super-Luminova X1
  • Wasserdichtigkeit 200 Meter / 20 bar
  • Saphirglas, beidseitig entspiegelt
  • Gehäusesichtboden aus kratzfestem Saphirglas
  • Einseitig drehbare Lünette mit Keramik-Inlay
  • Armband aus 316L Edelstahl – Faltschließe mit zusätzlichem Sicherheitsverschluss oder Textilband oder Kautschukband
  • Garantie: 4 Jahre (+1 Jahr als Mitglied des „NORQAINER Club“)
  • Preis: ab 2870€, direkt bei norqain.com

Über NORQAIN Uhren

In Gesprächen mit neuen Uhrenmarken bekomme ich immer wieder zu hören, dass der Start ohne Industriekontakte zäh wie Kaugummi ist – Microbrands sind nämlich in der Regel Einmann-Unternehmen, die erst mal Erfahrungen im Uhrengeschäft sammeln und ihr Netzwerk, zum Beispiel zu Produktionspartnern, aufbauen müssen.

Auch die in Nidau bei Biel ansässige Montres NORQAIN SA ist erst seit kurzem im Uhrenmarkt aktiv – und kann im Gegensatz zu anderen frischgebackenen Uhrenmarken auf umfangreiche Expertise zurückgreifen, was NORQAIN auch gerne hervorhebt: Zum einen wäre da der NORQAIN-Gründer und CEO Ben Küffer, der sicherlich den einen oder anderen Kontakt aus seiner jahrelangen Tätigkeit als Breitling Brand Manager mitbringt.

Mit im NORQAIN-Boot als Verwaltungsratsmitglied sitzt außerdem der Sohn von Théodore Schneider, der 1998 die Grenchener Uhrenmarke Breitling von seinem Vater übernommen hatte. 2017 hat er die Nachfolge in seinem Unternehmen mit dem Verkauf von 80 Prozent an die britische Private-Equity-Gesellschaft CVC geregelt.

Théodore Schneider lässt das erlöste Kapital aber nicht auf der Bank versauern: Zusammen mit seinem Sohn Ted Schneider investiert er vornehmlich in junge Unternehmen mit frischen Ideen. Dazu zählt Swissroc, Genfer Newcomer im Immobilienbusiness, und – na klar – NORQAIN.

Der Vater des NORQAIN-Gründers, Marc Küffer, gehört ebenfalls dem Verwaltungsrat an. Marc Küffer war viele Jahre lang CEO und Mitinhaber des Schweizer Private Label-Herstellers Roventa-Henex in Tavannes im Berner Jura und war mehr als 20 Jahre im Verwaltungsrat des Verbandes der Schweizerischen Uhrenbranche FH tätig.

Küffer Junior und Küffer Senior sind Mehrheitseigner von NORQAIN, die Marke ist daher konzernunabhängig – und das ist absolut keine Selbstverständlichkeit: Der Uhrenmarkt wird von einigen wenigen Konzernen dominiert, so wie die Swatch Group, LVMH oder Richemont, die etliche Uhrenmarken unter ihren Dächern ins Rennen schicken. Ausnahmen kann man fast an einer Hand abzählen – so sind beispielsweise Audemars Piguet und Titoni damals wie heute unabhängig und familiengeführt.

Ben Küffer

Für die Produktion von Zeitmessern, und daraus macht Ben Küffer auch keinen großen Hehl, arbeitet NORQAIN mit dem renommierten, im Premium- bis Luxussegment agierenden Private Label-Uhren-Hersteller Roventa-Henex zusammen. Die Transparenz ist durchaus lobenswert: In aller Regel möchten die Auftraggeber nämlich nicht mit einem externen Hersteller in Verbindung gebracht werden.

Noch ein paar Worte zu Roventa-Henex: Im Jahr 1959 startete die Roventa SA in der Uhrmacherstadt Biel ihre Aktivitäten. Im Jahr 1972 fusionierte das Familienunternehmen mit der in Tavannes beheimateten Henex SA (20 Autominuten von Biel). Fortan setzte Roventa-Henex auf einen ganzheitlichen Ansatz – vom Design bis zur Produktion.

Im Jahre 1997 erfolgte ein sogenanntes Management Buy-Out, also der Verkauf von Roventa-Henex an das Management unter der Leitung von Marc Küffer. Zwar ist Marc Küffer heute nicht mehr bei Roventa-Henex aktiv, doch er wird sicherlich noch den einen oder anderen Kontakt für das Projekt NORQAIN reaktiviert haben.

Private Label-Hersteller unterstützen Uhrenmarken typischerweise nicht nur bei Design, Entwicklung und Produktion, sondern übernehmen meistens auch den kompletten After Sales-Service und die Logistik – nicht so bei NORQAIN: Die Schweizer halten beispielsweise die Design-Kompetenz im eigenen Hause. NORQAIN beschäftigt außerdem eigene Uhrmacher für den Kundendienst und führt die Logistik in Eigenregie durch.

Was NORQAIN außerdem von vielen anderen frisch gestarteten Marken unterscheidet ist (entgegen allen Trends) ein durchaus beachtliches, stationäres Händlernetz: So ist NORQAIN an vielen Orten Europas, in Japan und den USA vertreten, darunter Bucherer und Kirchhofer in der Schweiz, Watches of Switzerland im Vereinigten Königreich, Westime, Tourneau und Govberg in den USA, L’Oro in Kanada oder Seddiqi in Dubai. Mit Blick auf die Händlerdichte liegt der Schwerpunkt aber klar in der Schweiz und in Japan – zum Stand Ende 2021 kann man NORQAIN-Uhren in Deutschland nur bei Wempe in der Münchner Weinstraße begutachten.

Ebenfalls unüblich für eine frischgebackene Uhrenmarke ist die lange Liste an Markenbotschaftern, darunter Ski-Weltmeister Felix Neureuther, der Schweizer Fußball-Nationalspieler Fabian Schär und eine Vielzahl an NHL All-Stars, die dank der Schweizer Eishockeylegende Mark Streit – ebenfalls NORQAIN-Vorstandsmitglied – eine NORQAIN am Handgelenk tragen. NORQAIN ist auch und offizieller Zeitnehmer des Eishockey-Mannschaftsturniers Spengler Cups Davos.

Anfang 2020 hat NORQAIN außerdem die Zusammenarbeit mit dem Uhrwerkehersteller Kenissi bekanntgegeben (dazu aber später mehr)…

Swiss Snowflake? NORQAIN Adventure Neverest Glacier im Test

Die NORQAIN Adventure Neverest ist eines der neuesten Modelle der Schweizer Marke. Neverest ist dabei eine Wortschöpfung aus den Wörtern Everest (von Mount Everest) und „Never Rest“.

Die Wortschöpfung mit Hinweis auf den Mount Everest kommt nicht von ungefähr: NORQAIN unterstützt das gemeinnützige Butterfly Help Project mit 10% der Einnahmen aus den Uhrenverkäufen. Konkret werden mit den Geldern die Schulbildungen von 50 nepalesischen Kindern finanziert, also Schulgebühren, Schulmaterial, Bücher, Uniformen, Sportausrüstungen etc.

Hinter dem Butterfly Help Project stehen Norbu Sherpa und die Schweizer Juristin Andrea Zimmermann, die sich 2011 am Achttausender Cho Oyu im Himalaya-Gebirge kennengelernt haben: Sie wollte den sechsthöchsten Berg der Welt besteigen, er war ihr Expeditionsleiter. Es funkte, woraufhin Norbu und Andrea im Herbst 2015 nach Sherpatradition heirateten. Die beiden starteten außerdem ihr erstes gemeinsames Hilfsprojekt mit dem Bau von Schulen nach dem Erdbeben 2015 in Nepal.

Ganz im Zeichen der Kooperation mit dem Butterfly Help Project steht die NORQAIN Adventure Neverest Glacier: Das Zifferblatt ist weiß bis leicht silbrig schimmernd und kommt mit recht tiefen „Rissen„, die an die Gletscherspalten des Khumbu-Eisbruchs, der sich direkt beim Everest Base Camp befindet, angelehnt sind.

Das Zifferblatt erinnert an die extrem beliebte Grand Seiko SBGA211 mit Snowflake-Zifferblatt, das von der Struktur her den feinen Neuschnee, der unangetastet irgendwo auf einem japanischen Berg liegt, aufgreift. Allerdings ist der „Schnee-Effekt“ bei der NORQAIN Adventure Neverest Glacier deutlich ausgeprägter und markanter. Kein Zufall: Sowohl die Schweizer als auch die Japaner haben dank der Alpen bzw. der „Japanischen Alpen“ (日本アルプス, Nihon Arupusu) eine ganz besondere Beziehung zum Bergsteigen.

Das „Gletscher-Zifferblatt“ wird von handapplizierten und polierten Indizes abgerundet, die für einen schön plastischen Effekt sorgen. Die Indizes sind – genau wie die polierten Zeiger – mit Super-LumiNova X1 gefüllt.

Es handelt sich bei X1 um die höchste Qualitätsstufe, die laut dem Schweizer Super-LumiNova-Produzenten RC Tritec eine verbessert Nachleuchtperformance um über 60% nach zwei Stunden im Dunkeln haben soll. So kann die Ablesbarkeit nach dem ISO 3157 Standard um den Faktor von mindestens 1.6 verlängert werden.

Das Zifferblatt kommt ferner mit dem NORQAIN-Logo (zwei „N“, die aneinander „gespiegelt“ sind und so einen Berg andeuten) sowie roten Akzente beim zentralen Sekundenanzeiger und beim „Chronometer“-Schriftzug.

Das Gehäuse der NORQAIN Adventure Neverest Glacier hat eine Schlankheitskur spendiert bekommen: Mit einem Durchmesser von 40 mm, einer Höhe von 12,55 mm und sich stark verjüngenden Hörnern (Horn-zu-Horn 48,5 mm) ist das Modell definitiv auch gut für schmalere Handgelenke geeignet.

Die Gehäuseverarbeitung sticht dorelt positiv ins Auge: Die Satinierung, die von einer polierten Fase durchbrochen wird, fällt fein aus und wirkt sehr hochwertig. Ein echter „Spalter“ ist allerdings die polierte Plakette an der linken Gehäuseseite („NORQAIN-Plate“): Nicht wenige Uhrenfreunde können dieser Art von Verzierung nix abgewinnen. Am Ende des Tages ist das natürlich Geschmackssache, im Zweifelsfall kann man aber zumindest darauf verzichten die Plakette gravieren zu lassen. So oder so ist die Plakette ein kleines Wiedererkennungsmerkmal von NORQAIN, das allemal besser ist als eine Gravur direkt auf dem Gehäuse.

Die NORQAIN Adventure Neverest Glacier bringt eine Reihe klassischer Eigenschaften von Taucheruhren mit, darunter 200 Meter bzw. 20 bar Wasserdichtigkeit, ein Kronenschutz sowie eine glänzende Lünette aus Keramik, die mit ihrer grauen Farbgebung einen weichen Kontrast zum weiß-silbernen Zifferblatt zeichnet. Ins Auge sticht auch die feine Struktur der unidirektionalen Lünette, die für eine gute Griffigkeit sorgt. Den Begriff „Taucheruhr“ vermeidet NORQAIN aber gänzlich – sicher mit Blick auf die thematische Einordnung im alpinen Bereich.

Man beachte die feine, griffige Struktur der Lünette

Drei Bandvarianten stehen für die NORQAIN Adventure Neverest zur Verfügung: Ein elastisches Textilband im Stile der beliebten Marine Nationale Straps, schwarzes Kautschuk oder ein Stahlband. Das Stahlband verdient mit seinem dreireihigen Oyster-Stil, das durch eine feine „Mittellinie“ durchbrochen wird, sicherlich keinen Innovationsaward, macht haptisch aber einen guten Eindruck und ist meiner Meinung nach den Aufpreis (+180€) mehr als Wert.

Punktabzug gibt’s aber für die Sicherheitsfaltschließe, die haptisch zwar ebenfalls einen guten Eindruck macht, allerdings leider ohne die Komfortfunktion einer werkzeuglosen (!) Feinjustierung kommt. Mehr noch: NORQAIN hat auf das klassische Durchbohren der Schließenseite verzichtet, was optisch natürlich besser aussieht, allerdings dafür sorgt, dass man für die Nutzung der dreistufigen Feineinstellung mit einem Schraubenzieher oder dergleichen innerhalb der Schließe rumpopeln muss – da wäre mir die klassische, funktionale Variante mit durchbohrten Seiten, bei der man sich sogar im Notfall mal mit einer Büroklammer helfen kann, deutlich lieber gewesen.

NORQAIN x Kenissi

In dem einen oder anderen NORQAIN-Modell tickt derzeit (noch) Schweizer Standardkost von ETA oder Sellita. Man merkt aber deutlich, dass NORQAIN strategisch vor allem auf die Kaliber aus dem Hause Kenissi setzen will. Die Zusammenarbeit mit Kenissi hebt NORQAIN auf jeden Fall gerne hervor – kein Wunder, schließlich stecken hinter Kenissi auch prominente Namen: Rolex bzw. Tudor und Chanel.

Tudor hat die Uhrwerkeproduktion vor wenigen Jahren in die Kenissi SA ausgegliedert und Chanel als Anteileigner mit ins Boot geholt, um die Werkeproduktion in Schwung zu bringen und einen Gegenpol zu den mächtigen Marktakteuren Sellita und ETA aufzubauen. Immerhin 20 Millionen Franken für 20% der Anteile hat sich Chanel die Beteiligung kosten lassen. Die Finanzspritze will die Kenissi SA nutzen, um 2021 in eine brandneue, 150 Meter lange Fabrik in Le Locle umzuziehen. Häuptling von Kenissi ist ein bekannter Name: Jean-Paul Girardin, ehemaliger Vice President von Breitling. Der Kundenkreis von Kenissi ist aber noch sehr überschaubar: Neben Tudor und Chanel setzen (derzeit) nur noch Fortis (siehe Fortis Flieger) und eben NORQAIN auf die Kaliber…

NORQAIN-Kaliber NN20/1

Das Automatikkaliber der Adventure Neverest mit der Bezeichnung NN20/1 wird exklusiv von Kenissi für NORQAIN hergestellt. Ich gehe aber davon aus, dass die Grundkonstruktion in weiten Teilen der Tudor-Kaliberreihe MT5000 entspricht (z.B. Kaliber MT5621).

Recherchiert man zum Kaliber NN20/1, so stößt man schnell auf die Begriffe in-house und Manufakturkaliber (NORQAIN selbst spricht von Manufakturwerk). Nun kann man sich natürlich über die Definitionen von in-house und Manufaktur streiten. Es lässt sich auf jeden Fall nicht abstreiten, dass die Kenissi-Kaliber durch den kleinen Kundenkreis einen gewissen Exklusivitäts-Bonus haben (was wiederum im weiteren Sinne zur Definition von Manufakturkalibern passt).

Es ist ferner auf jeden Fall Fakt, dass die Kenissi-Kaliber gewichtige Vorteile gegenüber Standard-Kalibern wie jenen von ETA oder Sellita mitbringen – vor allem bei der Gangreserve, die mit 70 Stunden als üppig bezeichnet werden darf.

Die Ganggenauigkeit des Kalibers NN20/1 ist auf Chronometer-Niveau (-4 bis +6 Sekunden pro Tag), was selbst in dieser Preisklasse leider keine Selbstverständlichkeit ist (hi, TAG Heuer Aquaracer!). Die Unruh oszilliert außerdem unter einer Art Brücke mit Zwei-Punkt-Fixierung – das soll, wie auch bei Werken des Mutterkonzerns Rolex, die Stoßfestigkeit erhöhen und damit eine langfristig gute Ganggenauigkeit unterstützen. Nur auf eine amagnetische Silizium-Spiralfeder, die Tudor in den eigenen Kalibern wie dem MT5402 in der Tudor Black Bay 58 einsetzt, muss man leider verzichten.

Durch das Saphirglasfenster kann man das Kaliber auch live bei der Arbeit begutachten. Zwar ist das NN20/1 durchaus ansehnlich, die Dekorationen fallen allerdings nicht grade üppig aus und beschränken sich auf ein paar Gravuren und einen Sonnenschliff auf dem Rotor. So sind die Schrauben leider nicht gebläut und die Brücken und Platten schlicht-mattiert.

Augenscheinlich: Der rote „Chronometer“-Schriftzug weist auf das COSC-Zertifikat hin

Fazit: NORQAIN Adventure Neverest Glacier

In der Preisklasse um die 3000€, in der NORQAIN Marktanteile ergattern will, tummeln sich eine Menge gestandener Hersteller mit Stahl-Sportuhren wie Oris oder Longines. Qualitativ ist NORQAIN in der Summe aber problemlos auf Augenhöhe mit der Konkurrenz in dieser Preisklasse und hat mit dem Kenissi-Kaliber sogar eine echte technische Besonderheit an Bord. Trotzdem gibt es Verbesserungspotential, vor allem die Schließe, die nicht so recht im Jahre 2021 angekommen zu sein scheint (fehlende werkzeuglose Feinjustierung).

Das Design der NORQAIN Adventure Neverest Glacier ist erst mal nichts spektakulär Neues und ich verstehe so manch kritische Stimme, dass NORQAIN etwas mehr Mut und Eigenständigkeit beim Design gut stehen würde. Dennoch: Die Schweizer haben ein paar wohldosierte, liebevolle Details untergebracht, darunter insbesondere das überaus gelungene Zifferblatt der hier vorgestellten „Glacier“-Variante oder die charakteristische NORQAIN-Plakette (mal ganz unabhängig davon, ob man diese nun mag oder nicht).

Die NORQAIN Adventure Neverest Glacier ist zum Preis von 2870€ (Textil- oder Kautschukband) bzw. 3050€ (Stahlband) direkt bei NORQAIN oder bei einigen Fachhändlern in Europa erhältlich. Bei Online-Bestellung erfolgt der Versand direkt aus der Schweiz. Kundenfreundlich: Die im NORQAIN-Shop angezeigten Preise beinhalten alle Steuern und Zollabgaben, sodass keine bösen Überraschungen hinsichtlich der „Nebenkosten“ zu erwarten sind. Leider werden derzeit nur zwei Zahlungsmethoden angeboten: Kreditkarte und (kein Scherz) Bitcoin.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Martin

    Hallo Mario, wie immer Danke für die umfassende Hintergrund-Recherche zum Thema Norquain und den Menschen dahinter. Gibt es so nur bei Dir. Du stellst bis dato die schönste Norquain vor. Im Unterschied zu meinem Vorredner wäre grade das Kenissi-Werk für mich ein Kaufgrund: absolute Qualität, auch in Uhren meiner Sammlung. Und bei der Schließe hast Du Recht: Wenn etwa Formex, Christopher Ward u.a. als Microbrands schon bei deutlich günstigeren Uhren die werkzeuglose Verstellung haben, dann hat Norquain an dieser Stelle den Gong noch nicht gehört…

  2. randori01

    Tja, sehr schöner und ausführlicher Artikel zu Norqain, der mir allerdings auch nicht den letzten Kick zum Erwerb einer Uhr gab. Im Gegenteil, und ganz unabhängig von der Qualität des Uhrwerks, macht mir die Herkunft des selben einen Kauf unmöglich, da es nur wenige, große Brands gibt, die für mich absolutes No-Buy sind, unabhängig davon ob deren Namen (nicht) erscheint.
    In der Preisklasse gibt es andere Mitbewerber, die auch gute Produkte anbieten, die von mir dann auch bevorzugt würden.

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