• Beitrags-Kategorie:Tests
  • Beitrags-Kommentare:8 Kommentare

Die in Schwaben ansässige Microbrand HEINRICH hat sich ein ganzes Weilchen Zeit für das zweite Modell gelassen: Nach der erfolgreichen Kickstarter-Finanzierung des Einstandsmodells mit dem schlichten Namen „Taucher“ Anfang 2021 (immerhin knapp 70.000€), folgt nun Mitte 2022 die neue „Taucher 2“ (aber hey, spätestens seit der Kehrwoche weiß man ja, wie gründlich die Schwaben sind, oder?). Die HEINRICH Taucher 2 wird ebenfalls per Vorbestellung erhältlich sein – allerdings ohne Kickstarter. Prototypen von sechs der sieben Farbvarianten habe ich schon vorab ausführlich unter die Lupe nehmen können…

Eckdaten HEINRICH Taucher 2:

  • Durchmesser 41 mm
  • Höhe (inklusive Glas) 14 mm
  • Horn-zu-Horn ca. 43 mm
  • Edelstahlband im „Ladder“-Stil
  • Auslieferung mit zwei Schließen, eine davon mit werkzeugloser Feinjustierung
  • Hochgewölbtes Saphirglas („box-shaped“)
  • Sellita SW200-1 in der Qualitätsstufe Elaboré
  • Made in Germany
  • Preis: Ab 819€, direkt vorbestellbar über die Website von HEINRICH
Heinrich Taucher 2 ext 25

HEINRICH Taucher 2 im Test

Auf „Taucher“ folgt „Taucher 2“. Das ist sicher nicht besonders kreativ, wie wir im Folgenden sehen werden hat sich HEINRICH aber einige Besonderheiten für den zweiten Wurf ausgedacht und an vielen Ecken und Enden gefeilt.

Konzept und Design der HEINRICH Taucher 2 stammen – wie auch bei der Taucher 1 – aus der Feder von Wolfgang Heinrich, ein “echdr Schwob“, der seine Uhrenmarke neben seiner Tätigkeit als IT Projektleiter 2020 initiiert und aufgebaut hat (mehr über Wolfgang Heinrich und die Uhrenmarke HEINRICH gibt’s im Interview im Rahmen des Reviews der Taucher 1).

Heinrich Taucher 2 Kickstarter Test 1

Für die Taucher 2 hat Wolfgang Heinrich nach eigenen Aussagen erneut Inspiration in verschiedenen Vintage-Taucheruhren gefunden. Gewisse Elemente von Taucheruhren bzw. Toolwatches der 70er Jahre von Marken wie Certina, Doxa, Bulova, Yema, Zodiac etc. sind auf jeden Fall unübersehbar. Das, was in Form der Taucher 2 entstanden ist, ist aber weit entfernt von einer plumpen Hommage. Mehr noch: HEINRICH hat es geschafft die Designsprache der Taucher 1 stringent fortzuführen – ein wichtiger Aspekt, insbesondere für neue Marken, die sich nachhaltig im Uhrenmarkt etablieren wollen.

So finden sich bei der Taucher 2 bekannte Elemente der Taucher 1 wie beispielsweise eine in der griffigen Lünette untergebrachte Wellengravur, die quasi die Brücke zum Einstandsmodell Taucher 1 schlägt.

Heinrich Taucher 2 Kickstarter Test 30

Auf den ersten Blick ist aber erkennbar, dass das Zifferblatt deutlich aufwendiger als bei der Taucher 1 verarbeitet ist: So wurde das Zifferblatt komplett emailliert, d.h. mit einer harten, besonders glatten Schutzschicht überzogen. Emaille wird bei bei Temperaturen von über 480 °C aufgeschmolzen und gilt als sehr korrosionsbeständig, temperaturbeständig, schlag- und stoßfest, säureresistent und lichtecht, d.h. emaillierte Oberflächen behalten ihre Farbe, wie am ersten Tag. Auch bei dauerhafter Sonnenbestrahlung und intensiver UV-Strahlung verblassen sie nicht oder verändern die Farbe.

Die emaillierte Verarbeitung wird von einem aufgesetzten, markant gebürsteten Edelstahlring durchbrochen, der insbesondere sehr gut zum in die Lünette integrierten, ebenfalls gebürsteten Edelstahlring passt. Ins Auge stechen außerdem die extralangen, ebenfalls applizierten Stundenindizes.

Heinrich Taucher 2 Kickstarter Test 2
Heinrich Taucher 2 ext 9
Heinrich Taucher 2 Kickstarter Test 31

Die Emaille kommt – je nach Modellvariante – in verschiedenen Farben, die teilweise auch passend auf der Lünette aufgegriffen werden (siehe zum Beispiel grün-grüne Variante). Teilweise sind die Lünetten aber auch neutral schwarz gehalten – so wie bei einer Variante der Taucher 2 im hochgehypten Tiffany-Blau (eine türkisblaue Lünette wäre auch a bissl too much gewesen).

Eine Besonderheit wartet bei der weißen Variante: Neben den Standard-Farben ist die Taucher 2 auch mit einem „Leuchtkeks“-Zifferblatt (Full Lume Dial) erhältlich, bei dem das ganze Zifferblatt mit Super-LumiNova versehen ist und daher besonders kräftig vor sich hinleuchtet.

Darüber hinaus ist auch eine rote Taucher 2-Variante mit einem Meteorit-Mittelteil, der passenderweise von einem feuerroten Edelstahlring umrahmt wird, erhältlich (die ist übrigens mein Favorit). Es handelt sich dabei tatsächlich um echtes Meteoriten-Gestein, das vor vielen Tausend Jahren auf der Erde runtergekommen ist. Durch die extrem langsame Abkühlung der flüssigen Asteroidenkerne bringt das Material charakteristische, metallische Strukturen mit: die sogenannten Widmanstätten-Strukturen, benannt nach dem österreichischem Naturwissenschaftler Alois von Beckh-Widmanstätten (mehr über Uhren mit Meteorit-Zifferblatt). Im Falle der HEINRICH Taucher 2 ist die Widmanstätten-Struktur beim Prototypen noch sehr dezent – in der Serienproduktion soll das Muster besser sichtbar sein:

image 6
In der Serienproduktion soll das Meteoriten-Muster besser sichtbar sein

Bei der Taucher 2-Variante mit Meteorit-Zifferblatt wartetet zudem eine Besonderheit: Das Wellenmuster im Seitenprofil der Lünette ist mit Super-LumiNova C3 gefüllt und somit grünlich nachleuchtend (wem das zu viel des Guten ist, der kann optional auch darauf verzichten).

Auch auf dem Zifferblatt kommt Super-Luminova C3 zum Einsatz, die hellste aller Super-Luminova-Farben, die bei Tageslicht einen gelbgrünen Farbton aufweist. Es handelt sich beim Super-LumiNova um die die höchste Qualitätsstufe X1, die laut dem Schweizer Hersteller RC Tritec eine verbessert Nachleuchtperformance um über 60% nach zwei Stunden im Dunkeln haben soll. So kann die Ablesbarkeit gemäß ISO-Norm 3157 („Radioluminescence for time measurement instruments“) um den Faktor von mindestens 1,6 verlängert werden.

Innerhalb des HEINRICH-Schriftzuges ist ein kleines Easter Egg untergebracht, das auf die schwäbische Heimat des Microbrand-Gründers hindeutet: Das Logo zwischen „HEIN“ und „RICH“, ist ein Löwe in einem stilisierten Wappen mit Krone – eine freie Interpretation des Baden-Württembergischen Landeswappens, welches drei schreitende schwarze Löwen mit roten Zungen zeigt.

Der Bau der Taucher 2 erfolgt übrigens ebenfalls im „Ländle“ (oder auch: „The Länd“ 😉 ), und zwar bei einem Produktionspartner in der Goldstadt Pforzheim, die durch die 1767 von Markgraf Karl Friedrich von Baden begründete Schmuck- und Uhrenindustrie weltbekannt wurde und in der bis heute viele wichtige Unternehmen der Uhrenindustrie tätig sind (mehr über deutsche Uhren aus Pforzheim & Co.).

Heinrich Taucher 2 Kickstarter Test 7

Das Zifferblatt wird von einem Saphirglas geschützt, das deutlich über die Lünette herausragt und dadurch für schöne perspektivische Verzerrungen sorgt (sogenanntes „Box-shaped“ Glas). Das Glas bewegt sich dadurch optisch nah an den in den 70ern typischerweise zum Einsatz kommenden, stark gewölbten Kunststoffgläsern, bringt aber gleichzeitig die deutlich höhere Resistenz gegenüber Kratzern in Form von synthetischem Saphir mit.

Heinrich Taucher 2 Kickstarter Test 3

Als Material für die Lünetteneinlage hat sich HEINRICH für kratzfeste und auf Hochglanz polierte Keramik entschieden. Die Keramik wird von einem eingesetzten Ring aus gebürstetem Edelstahl ergänzt, welcher die Minutenindizes und „Reiter“ mit Ziffern im 10-Minuten-Takt trägt.

Ich habe ein solches Zusammenspiel von Edelstahl und Keramik in dieser Form tatsächlich noch nie gesehen (zumindest kann ich mich nicht erinnern – am ehesten ähnelt es der Maurice Lacroix Aikon Venturer). Bei den mir vorliegenden Prototypen macht die Kombi optisch definitiv schon was her, könnte im Detail aber noch einen Tick besser aufeinander abgestimmt sein (Stichwort: Spaltmaß) – HEINRICH verspricht aber, dass die Passung weiter optimiert wird.

Das Gehäuse der HEINRICH Taucher 2 ist fast durchgängig fein satiniert und dadurch sehr toolig. Nur eine polierte Fase durchbricht die Satinierung. Auffällig ist, dass das Gehäuse ohne klassische Hörner auskommt, sondern, dass das Band direkt an einer groß angelegten Rundung andockt, was an 70er Jahre-Diver wie beispielsweise die Certina Super PH 1000M oder die Aquastar Atoll erinnert.

Auf dem Gehäuseboden wartet außerdem die Lasergravur eines Tauchers, der mit einem XXL-Hai kämpft – laut Wolfgang Heinrich ist das eine Hommage an alte, teilweise ziemlich martialische Taucher-Magazine der 60er und 70er Jahre.

image 3 2
Heinrich Taucher 2 Kickstarter Test 24

Die HEINRICH Taucher 2 kommt an einem Stahlband, das man in der Form höchstselten antrifft: Anstelle eines fast schon ubiquitär bei Taucheruhren zum Einsatz kommenden Stahlbandes im dreigliedrigen Oyster-Stil, kommt das Band der Taucher 2 im „Ladder“-Stil, d.h. das Band erinnert dadurch, dass im Mittelteil jedes zweite Glied ausgelassen wird, an eine Leiter. Dieser Bandstil geht zurück auf eine Entwicklung der Manufaktur Gay Frères um ca. 1960. Abnehmer war unter anderem Zenith für den El Primero Chronographen. Wie ich finde ist das Band auf jeden Fall eine sehr coole Abwechslung und die „luftige“ Machart sorgt auch für bessere Luftzirkulation am Arm – vor allem im Sommer nicht unpraktisch.

Schön: jeder Käufer bzw. Backer der Kampagne bekommt zwei Schließen – zum einen eine Standardschließe mit normaler Feinjustierung über gebohrte Seitenlöcher sowie eine Schließe mit integrierter, werkzeugloser Feinjustierung, die über die unteren Drücker ausgelöst werden kann. Zwar baut die Standardschließe deutlich flacher, was beispielsweise bei Schreibtisch-Tätigkeiten mit Maus/Tastatur angenehmer ist, dennoch würde ich grundsätzlich die Nutzung der Schließe mit werkzeugfreier Feinjustierung empfehlen, denn der Mechanismus ist grade im Sommer extrem praktisch. Die Schließe mit Feinjustierung kommt außerdem mit einer schicken Perlage:

In der Taucher 2 tickt bewährte Schweizer Kost aus dem Hause Sellita: Das automatische Kaliber SW 200-1, das im Wesentlichen baugleich mit dem ETA 2824-2 ist. Als Qualitätsstufe kommt die bessere Version Elaboré zum Einsatz, die mit +/- 7 Sekunden pro Tag in drei Lagen feinreguliert ist. HEINRICH wird die Taucher 2 sowohl in einer Date als auch in einer NoDate-Variante anbieten. Gut: bei der NoDate- Version wird aller Voraussicht nach die „Ghost Position“, also die Mittelstellung der Krone für das Datum, entfernt sein.

Heinrich Taucher 2 ext 8

Fazit und Infos zur Bestellung der HEINRICH Taucher 2

In einem persönlichen Treffen mit Wolfgang habe ich die immense Begeisterung gespürt, die er für sein Projekt hat. Und das spiegelt sich letztendlich auch in den vielen liebevollen Details wider, welche die Taucher 2 prägen (z.B. Emaille-Zifferblatt, Keramik/Edelstahl-Mix bei der Lünette, Super-LumiNova in der Lünette der Meteoriten-Variante etc.).

Der Early Bird-Preis für die Taucher 2 beträgt 819€ inklusive Mehrwersteuer (Meteorit-Variante 990€). Das ist deutlich teurer als die Taucher 1, die HEINRICH Ende 2020 über Kickstarter angeboten hatte (ab 555€). Zum einen ist es aber nicht unüblich, dass eine brandneue Marke erst mal mit einem günstigeren Preis an Bekanntheit gewinnen und eine gewisse Kundenbasis aufbauen will.

Zum anderen kann man aber auch ergänzend sagen, dass HEINRICH das Taucher 2-Paket merkbar hochwertiger schnürt: Beim Kaliber SW200-1 handelt es sich um die bessere Qualitätsstufe Elaboré, Zifferblatt und Lünette sind deutlich aufwendiger verarbeitet.

Heinrich Taucher 2 Burgundrot

Abschließend sei noch auf die allgemeinen Kickstarter-Bedingungen hingewiesen: Wie bei Kampagnen auf der Crowdfunding-Plattform üblich, muss man eine gewisse Lieferzeit einkalkulieren, bis man die Taucher 2 in den Händen halten kann – im Falle von HEINRICH sind das rund 6 Monate.

Es ist auf der einen Seite absolut verständlich, wenn man gewisse Bauchschmerzen hat Geld für etwas zu überweisen, das man erst in einem halben Jahr geliefert bekommt. Zumal Kickstarter leider keine PayPal-Zahlungen erlaubt – es ist leider nur Kreditkarten-Zahlung möglich (Tipp: Eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte gibt es bei der Direktbank DKB). Auf der anderen Seite muss man aber ganz klar sagen, dass der Kopf hinter HEINRICH auch schon die Taucher 1 zuverlässig ausgeliefert hat. Dank der vorhandenen Erfahrungen und Kontakte ist das Risiko daher als überschaubar einzustufen.

HEINRICH hat sich dazu entschlossen die Vorbestellungen – anstelle über Kickstarter – in Eigenregie über die eigene Website abzuwickeln. Mehr dazu:

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich über ein Like bei FacebookInstagramYouTubePinterest oder Twitter. Ooooooder

Auch über Kommentare freue ich mich immer sehr (Kommentare werden einzeln, in der Regel innerhalb kurzer Zeit, geprüft und freigeschaltet). Vielen Dank!

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Markus K.

    Mir gefällt die Serie, und sie hat viele innovative Designelemente. Heutzutage auch nicht ganz einfach.

  2. Stefan

    Ich finde die Uhren wirklich interessant und überlegenswert. Vielleicht kann man das Meteoritenziffernblatt nicht eingefärbt verwenden. Sicher gibt es passende Farbkombinationen zu dieser Variante.

  3. Michael M. aus W. ....

    Wie heißt der schöne und so wahre Spruch (der leider nicht von mir ist) : Es ist schon alles gesagt. Bloß noch nicht von jedem. Das war das erste, was mir beim ersten Anblick dieser Uhr eingefallen ist. Gibt’s die auch in schön, das zweite. Vielleicht habe ich auch nur zu viele Diver gesehen.
    Meine Liebe zu dieser Art von Uhren datiert aus einer Zeit, da diese Uhren noch Taucheruhren hießen und in höchstens homöopathischen Dosen auf dem Markt waren. Heute hat man den Eindruck, in Kürze würde die Erde geflutet und wir alle müssten in Atlantis leben, daher werden diverse Diver allüberall angeboten wie sauer Bier, mit zum Teil Preisen, die sich höchstens an der ausbordenden Phantasie der Erbauer orientieren. Nun ist es auch schwierig, die Gestaltung einer runden Uhr mit drei Zeigern und einer drehbaren Lünette unendlich zu variieren. Seien wir ehrlich: Die guten Designs gibt es längst und werden auch deshalb zigtausendfach kopiert. Die jetzt eintrudelnden können höchstens durch sehr gewagte, mitunter recht geschmacklose Details auf sich aufmerksam machen.

    Nun ja, über Geschmack lässt sich nicht streiten (oder vielleicht doch, zumindest über guten und weniger guten…), aber was da seit einiger Zeit als „Neuheiten“ präsentiert wird, ist mittlerweile nur noch die x-te ausgelutschte Variation eines ursprünglich mal sehr interessanten Themas.
    Die Industrie und auch die aus dem gewaltigen China-Baukasten sich bedienenden Microbrands (jedenfalls die meisten) sollten sich mal auf eine andere Gattung festlegen, die dann gestaltungsmäßig bis zum Würgereiz ausgeschlachtet wird. Fliegeruhren gibt es eigentlich schon reichlich, aber nicht so reichlich wie die Diver. Taschenuhren wäre auch eine Idee. Oder, mal ganz verwegen, Quartzuhren mit LCD-Anzeige. Oder mit OLED. Oder so. Ob wasserdicht, zum Aufziehen oder mit diversen Komplikationen wie etwa einer Repetition…… Aber ich schweife ab.

    Knapp 1000 Euro für eine Uhr, an der nun wirklich nichts besonderes ist, finde ich schon ausgesprochen ambitioniert. Zumal das Geld bei vielen Menschen inzwischen nicht mehr so rumliegt. Zumal man ansprechendere Uhren für locker ein Drittel weniger findet. Aber das ist, wie bereits bemerkt, Geschmacksache. Es gibt allerdings auch keinerlei Gründe, des Geheimrats „Faust“ zu zitieren: Heinrich, mir graut vor Dir!

  4. Othmar

    Sehr interessanter Artikel. Über schöne Uhren. Ein Grund für eine Kickstarter-Anmeldung. Natürlich ein Risiko. Aber noch Zeit zum Ansparen und überlegen. Viele schöne Fotos. Die die Heinrich Website nicht zu bieten hat. Foto das mir gefehlt hat: Bandanschlag mit demontiertem Band. Was mir nicht gefällt: Scheußliche Bodengravur. Gutes altes Design neu zu interpretieren muss man begrüßen. Dumme alte Ansichten verewigen, sollte man lassen. Vielleicht doch lieber eine Gravur zum Schutz der Haie? Sonst lieber das Heinrich-Logo, ist nicht unhübsch. Das schönste an einer alten Certina DS? Das emaillierte Schildkrötenpanzer-Relief auf dem Bodendeckel. Am liebsten hätte ich die Uhr damals links-rum getragen!

    1. Wolfgang Heinrich

      Hallo Othmar,
      vielen Dank für Dein Kommentar und dass Dir der Taucher 2 generell gefällt. Die Heinrich Website wird auch mit diesen schönen Fotos erweitert. Diese darf ich dank Chrononautix verwenden. Ich wollte diese zunächst alleinig für den Artikel hier wirken lassen. Zudem wird es bei Livegang der Kickstarter Kampagne noch mehr Bilder geben. Bezüglich Boden: Polarisiert sicher, wir haben uns von alten Printmedien und Tauchmagazinen der 70er Jahre inspirieren lassen wie auch im Artikel erwähnt, um mit dem gesamten 70er-Jahre-Look des Uhrendesigns konsistent zu sein, aber wollen natürlich keinesfalls zum Hai Morden aufrufen. In den 70er Jahren wurde dank Jaws (Der weisse Hai) oder auch dank der Popularität von Taucheruhren der Hai immer wieder auch in Uhren-Anzeigen als Bild der Bedrohung gezeigt https://www.artofdiving.co.uk/2020/05/when-in-doubt-sharks.html?fbclid=IwAR0W9lZ4yK77zY7JwOWCWO53Mv4HMGWaKIuG2f48KA1etxrWmzYnvBlVujQ Solche Illustrationen wollte ich aufgreifen da es zum Konzept der Uhr passt welche auch aus den 70ern Inspiration holt. Wohlwissend dass es etwas polarisieren könnte und martialisch wirkt. Ich denke mittlerweile weiss jeder, dass es genau andersrum ist und die Bedrohung der Mensch ist. Die Caseback-Illustration soll deshalb aus meiner Sicht heutzutage mehr metaphorisch dafür stehen beim Tragen daran zu erinnern ohne Angst durchs Leben zu gehen und auch den ewigen Kampf Gut gegen Böse symbolisieren (auch hier weiss jeder selbst welche Rolle Tier oder Mensch einnimmt). Ich persönlich habe darin den Popkulturaspekt gesehen und will keine etwaigen alte Ansichten auffrischen. Wenn Du Fotos der Uhr willst mit demontiertem Band lass es mich wissen (service@heinrich.watch oder whatsapp 0152-34717578) Heute habe ich auch auf Anfrage ein Bild des Tauchers am Rubberband gemacht https://uhrforum.de/attachments/1652000622037-jpeg.4488320/

      1. Othmar

        Lieber Wolfgang
        Ich habe mich über Deine Antwort gefreut. Hätte ich nicht erwartet. Das mir fehlende Bild werde ich, wenn Du erlaubst, über service@heinrich.watch gerne anfordern.
        Deine Intention mit der Bodengravur habe ich nun verstanden. Allerdings wirkt die Graphik auf mich etwas unruhig, fast amateurhaft. Wie eine ungewollte Karikatur.
        Als Sammler freut man sich immer über Zeitzeichen auf dem Bodendeckel. Die machen eine Uhrensammlung zur echten Zeitreise. Vielleicht kannst Du ja ein paar Deckel ungraviert lassen und ich lass dann selber eine (graphische ) Botschaft für meinen Sohn eingravieren. Ich werde vielleicht einen Taucher wählen, der traurig (unter Wasser) auf einem Riff sitzt und das Gesicht (mit Maske) in den Händen verbirgt, weil kein einziger Fisch mehr zu sehen ist. Wie meinte eine Schweizerin trocken beim letzten Karibikurlaub: „More People than Fish!“
        Werde die Uhr dann „Lonely Diver 2022“ nennen.
        Grüße Othmar

  5. Klaus

    Die Selittawerke werden Kritik. Circus ab 2021 nur noch in einer Qualitätsstufe von den Komponenten her gebaut. Lediglich Reglage und Verzierungen sollen differenziert werden. Eine Nachfrage bei Stowa ergab eine gleichklingende Auskunft. Wie siehst Du das?

  6. Peter

    Es stimmt, es gibt Taucheruhren wie Sand am Meer. Eine schöne 3-Zeiger ohne Schikckschnack mit klaren Design wäre einmal angesagt, Zifferblätte nicht nur in schwarz, da könnte ich mich eventuell dafür erwärmen.

Schreibe einen Kommentar