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Ausgerechnet Hanhart! Taucheruhren waren und sind sicherlich nicht das „Brot und Butter“-Geschäft des Schwarzwälder Uhrenherstellers Hanhart – das sind, insbesondere mit Blick auf die lange Historie des Gütenbacher Herstellers, ganz klar Fliegeruhren im Allgemeinen bzw. Fliegerchronographen im Speziellen. Ein beachtlicher Erfolg ist beispielsweise die Neuauflage der 417 ES. Schon circa 2021 hat Hanhart aber mit der Entwicklung einer neuen Taucheruhr begonnen, die Ende 2024 erstmalig in einer blauen Variante lanciert wurde – und das war nicht der erste Ausflug der Gütenbacher in unbekannte Gewässer, denn anno 2026 wurde (endlich!) eine schwarze Variante („Matte Black“) ergänzt.

Schwarz ist bei Taucheruhren natürlich ungefähr so exotisch wie Wasser im Schwimmbecken, sprich: Alles andere als eine gewagte Farbwahl. Aber die Frage ist trotzdem interessant inwiefern das neue Blatt den Charakter der Aquasphere verändert – genau das schauen wir uns heute einmal genauer an.

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals 2024.

Eckdaten Hanhart Aquasphere:

  • Durchmesser: 42 mm
  • Höhe: 12,95 mm
  • Horn-zu-Horn: 49 mm
  • Schweizer Sellita SW200-1 oder Soprod P024, Hanhart-Regulierung: 0 bis +8 Sekunden pro Tag, als Durchschnitt über alle Lagen
  • Wasserdicht bis 30 bar/30 ATM nach DIN 8310
  • Heliumventil
  • Lünette mit Keramikinlay und roter Markierung
  • Gehäuse aus Edelstahl
  • Zentrale Lünettenmarkierung, Zahlen und Indizes mit Super-LumiNova C1 belegt
  • Geschraubter Gehäuseboden mit geprägter Unterwasserwelt
  • Verschraubte Krone mit modernem „h“
  • Dunkelblaues Zifferblatt
  • Konvexes, innen entspiegeltes Saphirglas
  • Edelstahlband mit werkzeugfreier Feinjustierung, Textilband oder vollintegriertes Kautschukband
  • Erhältlich direkt über Hanhart oder verschiedene Fachhändler, ab 1540€

Hanhart Aquasphere und Markenbotschafter Fabio Tunno

Während viele Hersteller ihre Taucheruhren maximal im Drucktank testen (wenn überhaupt), schickte Hanhart den Prototypen zu einem der besten Apnoetaucher der Welt. Fabio Tunno trug die Uhr monatelang im echten Einsatz – unter anderem im Blue Hole in Ägypten, ein weltberühmtes, etwa 130 Meter tiefes Korallenloch an der Ostküste der Sinai-Halbinsel und bei der Weltmeisterschaft auf Korsika. Ehrlich gesagt fällt mir kaum ein glaubwürdigeres Testprogramm ein.

Viel mehr Ausrüstung als die Hanhart-Taucheruhr am Arm hatte Fabio Tunno auch gar nicht dabei: Beim Apnoetauchen bzw. Freitauchen atmet der Taucher vor dem Abtauchen ein und nutzt im Gegensatz zum Gerätetauchen für den Tauchgang nur diesen einen Atemzug. Den Zeitraum des Luftanhaltens bezeichnet man als Apnoe (abgeleitet vom altgriechischen Wort ápnoia für „Nicht-Atmung“).

Bevor wir in die Details der Aquasphere eintauchen, lohnt sich in diesem Zusammenhang auch ein Blick darauf, warum die blaue Variante der Aquasphere überhaupt „FreeFall Blue“ heißt. Nun, Freefall ist ein gängiger Begriff beim Apnoetauchen: Vor dem Abtauchen atmet ein Apnoetaucher so tief wie möglich ein, bevor er abtaucht. Die zweite Phase ist dann der „freie Fall“ (englisch Freefall): Der Druck auf den Körper wird zwischen 20 und 30 Metern so groß und das Lungenvolumen so klein, dass der Körper von alleine zu sinken beginnt, wie ein Stein. Der Apnoetaucher hört dann auf zu schwimmen und konzentriert sich nur noch auf den Druckausgleich und die Körperposition. Wenn die stimmt, fällt er immer schneller, und nutzt die Geschwindigkeit aus. Das Gefühl des Fallens wird von manchen Apnoetauchern auch wie Fliegen beschrieben. Der sogenannte Tiefenrausch folgt dann ab circa 50 Metern Tauchtiefe: Durch den hohen Druck wirkt der Stickstoff im Körper ab einer gewissen Tiefe narkotisch und man verliert das Zeitgefühl – sicherlich keine schlechte Idee, wenn man dann einen zuverlässigen Zeitmesser am Arm hat.

Nach der FreeFall Blue hat Hanhart außerdem eine Variante mit dem Namen „Ocean Fade“ mit Schwarz-Blau-Gradient-Zifferblatt nachgeschoben – kein klassischer Farbverlaufseffekt, bei dem das Blatt aus dem Zentrum heraus Richtung Rand immer dunkler bzw. heller wird, sondern ein vertikaler Effekt, der an die Meerestiefen erinnern soll.

Aquasphere Matte Black 2026 – und: ein bisschen Primus steckt noch drin

Die Aquasphere Matte Black, die Hanhart Mitte 2026 nachgeschoben hat, ist optisch natürlich deutlich zurückhaltender als die blauen Versionen. Tatsächlich habe nicht nur ich mich, sondern auch viele andere Uhrenfreunde in einschlägigen Communities gefragt, warum Hanhart nicht gleich zu Beginn eine schwarze Variante angeboten hat – die Farbe ist eigentlich ein absoluter „Nobrainer“. Erst nach fast zwei Jahren ist es jetzt so weit – nun gut!

Ein klassisch-mattes Schwarz funktioniert bei Taucheruhren im Allgemeinen natürlich perfekt – und wenig überraschend daher auch bei der Hanhar Aquasphere: Das schwarze Blatt, die schwarze Keramiklünette und die insgesamt dunklere Optik geben der Uhr einen etwas tooligeren, vielleicht sogar etwas „aggressiveren“ Charakter, der wunderbar zur modernen Optik passt (insbesondere zu den übergroßen Ziffern). Insbesondere die wohldosierten roten Akzente kommen durch den dunkleren noch besser und kontrastreicher zur Geltung: Die Spitze des Sekundenzeigers ist für bessere Ablesbarkeit rot lackiert. Ein weiterer roter Akzent ist die umrandete zentrale Leuchtmarkierung in Form eines Dreiecks zwecks der Markierung des Tauchstarts (oder sonstiger alltäglicher Dinge, die man eben messen möchte) und direkt darüber ein kleiner roter Marker – ein charakteristisches Merkmal der Marke Hanhart, das wir bei Chronographen wie der 417 ES vorfinden.

Überhaupt steckt im Design der Aquasphere einiges an Hanhart-Geschichte, denn die Hanhart Aquasphere hat gewisse Designelemente von der im Jahre 2009 eingeführten Primus mit den Sub-Varianten Pilot, Racer und Diver „geerbt“: Vor allem die sehr moderne, eigenständige Typographie der großen, mittig „durchbrochenen“ Ziffer „12“ in zentraler Position sticht ins Auge. Die ist ziemlich markant und taucht in dieser Form auch bei den Zahlen auf der (blauen bzw. schwarzen) Keramiklünette auf. Auch die dezent trapezförmigen, ebenfalls applizierten Stundenindizes der Primus Diver sind an Bord.

Die Bandanstöße wurden ebenfalls optisch von der Primus Diver aufgegriffen – augenscheinlich sind insbesondere die Vertiefungen in den Flanken, die dem Gehäuse eine schön eigenständige, charakteristische Note geben.

Man erkennt auf jeden Fall einen gewissen „Verwandtschaftsgrad„. Gleichzeitig hat Hanhart die Proportionen deutlich verändert: Gegenüber der Primus Diver sind die Übergänge von den Hörnern zum Gehäusekorpus aber deutlich fließender und die Abmessungen sind im Durchmesser von 44mm auf 42mm (bei 49 mm Lug-to-Lug) und in der Höhe von 15mm auf knapp 13mm reduziert worden – und genau das war aus meiner Sicht die goldrichtige Entscheidung. Die Aquasphere trägt sich dadurch deutlich ausgewogener und dürfte für deutlich mehr Handgelenke interessant sein.

Zum Vergleich: Mein Handgelenkumfang beträgt mittlerweile ca. 18 cm (siehe Wristshots unten).

Kleines, aber feines Detail: Gegenüber Modellen wie der Hanhart Preventor HD12 oder der Hanhart 417 ES (Reverse) Panda Flyback setzen die Gütenbacher bei der Aquasphere nicht auf das historische, geschwungene Logo, sondern auf das neue Logo mit dem Zusatz „1882“. Und ich finde: Das passt hier definitiv besser. Das Design der Aquasphere ist modern und eigenständig – da würde das historische Logo für meinen Geschmack etwas weniger harmonisch wirken.

Noch eine Entscheidung gefällt mir persönlich ausgesprochen gut: Es gibt kein Datum. Die Uhr bleibt dadurch schön symmetrisch. Natürlich weiß ich, dass es bei diesem Thema zwei Lager gibt. Die einen sagen: „Ohne Datum, ohne mich!“. Die anderen sagen: „Endlich hat jemand verstanden, dass ein Zifferblatt auch ohne kleines weißes Quadrat funktionieren kann.“ Ich gehöre bekanntermaßen zu Team NoDate (und – ja – es steht euch frei mich dafür in den Kommentaren virtuell zu verfluchen 🙂 ).

Zeiger, applizierte Stundenindizes, das Leuchtdreieck sowie die Ziffer „12“ auf dem Zifferblatt sind mit Super-LumiNova in der Farbe C1 belegt, die bei Tageslicht einen neutralen reinweißen Farbton aufweist und im Dunkeln grün erstrahlt. C1 weist allerdings deutlich weniger Leuchtkraft auf als die (ebenfalls bei Tageslicht weiße) Farbe Super-LumiNova BGW9. Bei Dunkelheit färben sich BGW9-Elemente zu einem hellen blauen Farbton, was meiner Meinung nach wunderbar zur modernen Optik der Aquasphere gepasst hätte. Schade!

Gleichzeitig soll nicht unerwähnt bleiben, dass es sich bei der Aquasphere um Super-LumiNova in der höchsten Qualitätsstufe Grade X2 handelt, das Pigment mit der höchsten Nachleuchtkraft von der Schweizer RC Tritec AG. X2 ist leichter zu aktivieren als bisherige Pigmente und zeigt nach zwei Stunden im Dunkeln eine Steigerung in der Nachleuchtperformance von über 80% gegenüber Standard Grade. Oder mit anderen Worten: Laut RC Tritec nimmt das Nachleuchten im Vergleich zu den anderen Stufen deutlich langsamer ab. Dadurch wird ein Stück weit der grundsätzliche Nachteil von C1 egalisiert.

Im Stundenzeiger wurde dabei ein Steg integriert, um ihn im Dunkeln eindeutig vom Minutenzeiger unterscheiden zu können.

Das Gehäuse der Aquasphere ist standesgemäß bis zu 30 bar wasserdicht und damit für sämtliche Wassersportaktivitäten bestens gerüstet. Und jetzt wird es technisch: Hinzu kommt ein Heliumventil, das unscheinbar bei 10 Uhr im Gehäuse integriert ist und dazu dient überschüssiges Heliumgas sicher aus der Uhr zu entlassen, beispielsweise bei technisch-professionellen Tauchgängen. Bei solchen Tauchgängen in 300 Metern Tiefe (oder noch tiefer im Rahmen von Sättigungstauchen) dringt Heliumgas aufgrund seines kleinen Molekulargewichts in die Uhr ein. Das Heliumgas bleibt in der Uhr eingeschlossen bzw. dort “gefangen”, was zu Druckunterschieden führen und im schlimmsten Fall das Saphirglas wegsprengen kann. Das Heliumventil ist, ähnlich wie ein Schnellkochtopf, eine spezielle Vorrichtung, die sich automatisch öffnet, wenn der Druck innerhalb der Uhr einen bestimmten Punkt erreicht. Dies ermöglicht, dass das Heliumgas kontrolliert und sicher aus der Uhr entweicht.

Brauchen werden dieses Ventil vermutlich deutlich weniger als ein Prozent aller Aquasphere-Träger. Wenn der größte Wasserkontakt der Uhr die Badewanne oder der Sprung vom Liegestuhl in den Hotelpool ist, dürfte das Heliumventil ungefähr so relevant sein wie ein Überrollkäfig im Familienkombi. Aber genau darum geht es auch nicht, denn Hanhart untermauert mit diesem Feature ein Stück weit das historisch-professionelle Selbstverständnis.

Bei den Bändern wird es erfreulich vielseitig. Die Aquasphere kommt wahlweise an einem Textilband oder einem Stahlband im klassischen dreigliedrigen Oyster-Stil oder einem vollintegrierten Kautschukband.

Die Haptik des Stahlbandes ist ausgezeichnet. Gut ist auch, dass es mit Schnellwechselfederstegen ausgestattet ist, wodurch es ratzfatz demontierbar ist – natürlich auch im Wechsel gegen Bänder von Drittanbietern. An Bord des Stahlbandes ist mittlerweile nun auch eine werkzeugfreie Möglichkeit, um es über einen „PUSH“-Drücker an der Unterseite der Schließe jederzeit um ein paar Millimeter zu kürzen oder zu verlängern – etwas, das ich insbesondere an Hitzetagen nicht mehr missen will (und davon gab es ja 2026 ja leider mehr als genug). Beim Launch der Aquasphere 2024 war es noch eine „Old School“-Feinverstellungsmöglichkeit über drei seitliche Bohrungen in Verbindung mit einer so semi-nützlichen Tauchverlängerung. Funktioniert natürlich. Aber sagen wir es so: Es gibt elegantere Lösungen und genau die finden wir nun bei der Aquasphere vor.

Die Hanhart Aquasphere ist außerdem auch an einem Textilband von Nick Mankey Designs erhältlich– konkret handelt es sich um ein sogenanntes Hook Strap (Hook in Anlehnung an die Bandbefestigung über einen Haken) aus elastischem Textil.

Last but not Least soll auch mein Favorit natürlich nicht unerwähnt bleiben: ein wunderbar flexibles, völlig geruchsfreies Kautschukband mit selbstbewusst und prominent untergebrachtem „Hanhart“-Schriftlogo und lobenswerterweise vollintegrierter Machart, steht optional zur Verfügung. Besonders genial ist dabei die Faltschließe, die ebenfalls eine Kannelierung und einen roten zentralen Marker in Anlehnung an die Flieger-Drehlünetten und als Markenzeichen von Hanhart aufgreift. Da merkt man, dass jemand nicht einfach irgendeine Standard-Schließe aus dem Teilekatalog genommen hat. Viel mehr Liebe zum Detail geht gar nicht.

Auch das Kautschukband lässt sich werkzeugfrei durch Schnellwechselfederstege mit zwei kleinen Pins wechseln. Wobei „werkzeugfrei“ nicht automatisch „narrensicher“ bedeutet. Denn die Montage ist trotzdem ein bisschen fummelig: Das Band sitzt sehr eng am Gehäuse und ist durch die eingearbeitete Verstärkung am Anstoß nicht besonders flexibel. Man braucht daher ein bisschen Geduld, bis beide Federstegseiten sauber in ihren Bohrungen sitzen. Aber wenn es einmal dran ist, gefällt mir diese Kombination ausgesprochen gut.

In der Aquasphere tickt die bewährte Schweizer Standardkaliberbasis Sellita SW200-1 – eine grundsätzlich logische Wahl in der Preisklasse der Aquasphere, wenngleich der Gedanke an ein Upgrade in Form des SW200-2 mit höherer Gangreserve sicherlich nicht ganz abwegig ist – zum Stand Mitte 2026 ist nach meinen Informationen die Verfügbarkeit des Kalibers allerdings noch nicht so gegeben, wie man sich das als Uhrennerd oder auch als Hersteller wünscht.

Das ist sicherlich auch einer der Gründe warum Hanhart zweigleisig fährt – Stichwort Multiple Sourcing: Alternativ behalten sich die Schwarzwälder mittlerweile auch vor das Kaliber Soprod P024 zu verbauen. Soprod ist seit immerhin 1966 aktiv und anno 2007 unter den Schirm der spanischen Festina Group gewandert (Festina Soprod Suisse S. A.). Soprod-Kaliber sind aber nach wie vor Swiss Made – dank verschiedener Schweizer Produktionsstandorte. Konkret basiert das P024, genau wie das SW200-1, dabei auf der über Jahrzehnte bewährten Architektur des ETA 2824-2.

Jedes einzelne Werk – egal ob Sellita oder Soprod – wird übrigens lobenswerterweise in der Hanhart-Manufaktur in Gütenbach von hauseigenen Uhrmachern geprüft und feinreguliert (sogenannte Reglage). Die internen Hanhart-Vorgaben für die Ganggenauigkeit liegen dabei bei 0 bis +8 Sekunden pro Tag im Durchschnitt über sechs Lagen. Darüber hinaus ist per hauseigener Hanhart-Spezifikation in den Hauptlagen keine Minussekunde erlaubt und zwischen den Lagen ist ein maximales Delta von 10 Sekunden erlaubt. Bei einer Probemessung in der Lage „Blatt oben“ ergab sich ein perfekter Wert von 0 s/d.

Mehr: Stöße, Temperaturschwankungen & Co.: Störfaktoren für die Gangwerte einer mechanischen Uhr [Teil 1]

Abschließende Gedanken

Die Aquasphere zeigt, dass Hanhart mittlerweile weit mehr kann als „nur“ Fliegeruhren: Diver-affine Uhrenfreunde dürfen definitiv genauer hinschauen, denn der traditions- und geschichtsreiche Hersteller aus Gütenbach hat unter punktueller Nutzung von Elementen der früheren Primus ein frisches, modernes, eigenständiges Design in hoher Qualität geschaffen, das durchaus das Zeug zum Klassiker hat. Dazu kommen Details wie die individuell gestaltete Faltschließe, die tolle Gravur auf dem Boden sowie die markante Typographie. Lobenswert ist auch, dass Hanhart beim Stahlband mittlerweile die damals von mir kritisierte Tauchverlängerung gegen eine Schließe mit werkzeugfreier Feinjustierung getauscht hat, die einfach den deutlich größeren Alltagsnutzen bietet.

Und dann ist da eben insbesondere noch die neue 2026er Matte Black-Variante – die macht aus der Aquasphere natürlich keine völlig neue Uhr, aber sie verändert ihren Charakter doch recht deutlich: Während die blaue FreeFall Blue einen maritimen Touch mitbringt, wirkt die Matte Black deutlich reduzierter und tooliger.

Auch der Preis, der bei 1540€ am Hook Strap startet, ist noch „auf dem Teppich geblieben“. Kurzum: Die Aquasphere bietet ein absolut rundes Paket und ist für mich ein ziemlich überzeugender Beweis dafür, dass Hanhart auch unter Wasser eine gute Figur macht.

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10 Kommentare
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Joachim
29 Tage zurück

Vierstelliger — und somit sehr gewagter — preis und dann nicht einmal datum. Abgesehen davon, daß bei mir gilt: wenn diver, dann nur mit rückwärtslünette..

Peter Kornelius
1 Jahr zurück

Als großer Hanhart-Fan dachte ich zunächst: Brauchts des wirklich? A Diver von Hanhart? Nix für mich. Je öfter ich mir diese Uhr aber anschaue, umso besser gefällt sie mir. Umso gelungener finde ich sie. Da sind schon viele typische Hanhart-Elemente wirklich gut aufgegriffen. Und der Preis ist für die von Hanhart gebotene Qualität absolut in Ordnung. Sie wird also irgendwann in meine Sammlung wandern. Brauche ich sie? Nein. Brauche ich einen Diver in blau? Nein, davon habe ich genug. Aber eben noch keinen von Hanhart….

Michael M. aus W. an der W. in NRW/BRD/EU
1 Jahr zurück

Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von jedem. Daran muß ich denken, wenn auch die drittletzte Firma, von der man das gedacht hätte, auch noch eine Taucheruhr vorstellt. A bisserl spät vielleicht und dringend erforderlich, es gibt ja kaum Uhren dieser Gattung.
Als ein Mensch, der die (damals) spezielle Sorte von Uhr, unabhängig von jeder Modeströmung, schon seit Kindertagen sehr liebt, geht mir diese Mode schon seit geraumer Zeit gewaltig auf den Keks. Nun also auch Hanhart.

Es hätte eine ganz schöne Uhr werden können, hätte man sich bei Hanhart nicht die potthässliche Breitling Superocean zum Vorbild genommen. Ganz großer Fehler! Die weiße Minuterie um das in sehr schönem Blau gehaltene Zifferblatt sieht einfach schrecklich aus und ist gestalterisch ein ganz böser Fauxpas. Der Kronenschutz ist als solcher nicht existent, diese alberne Andeutung ist lächerlich. Entweder, man macht einen Kronenschutz, der den Namen verdient hat oder man lässt ihn einfach weg. Aber diese angedeuteten Höckerchen – kv – kannze vergessen. Der Rest scheint doch recht brauchbar zu sein, auch beim Werk hat man sich für ein zuverlässiges No-Nonsense-Kaliber entschieden. Wenn ich dann allerdings auf den Preis von 1600 Peitschen schaue, umfängt mich leichter Schwindel. Wenn es, wie damals in den Sechzigern und Siebzigern, etwas besonderes wäre, eine gute Taucheruhr auf den Markt zu bringen; eine Uhr, die richtig was taucht, könnte ich die Hanhartsche Kalkulation eventuell nachvollziehen. Dem ist aber nicht so. Es gibt die sogenannten „Divers“ wie Dreck auf der Straße und der Markt ist knalldicht. Auf Hanhart hat bestimmt niemand gewartet. Da sollte man doch vielleicht der Kundschaft in spe ein interessantes Angebot machen, damit Otto Normal mal richtig Bock auf diese Uhr bekommt – bei dem Preis sind es höchstens die, die wirklich keine Ahnung und zuviel Geld haben. Aber das muss ja jeder selber wissen.

Diese Uhr mit komplett blauem Zifferblatt, anständigem Kronenschutz und VK maximal (!) 1000 Euro, dann könnte es was werden. So ….. eher nicht.

THOR
1 Jahr zurück

Schuster,bleib bei Deinen Leisten!!! ;-(

Andi
1 Jahr zurück

Lieber Mario

Ich schätze deine Beiträge sehr, und ich weiss nicht ob es an meiner Tagesform liegt, aber diese Uhr geht gar nicht. Nichts gegen Hanhart. Aber gefühlt ist sie der 1000ste Diver Watch abklatsch. Die sehen doch unter dem Strich, bis auf wenige selbst kreierte Design-„Merkmale“, alle gleich aus….
Fast jede Uhremarke hat mittlerweilen so eine „Hommage“. Da ist für mich nichts inspirierendes mehr dabei.
Und der Preis für die Hanhart ist frech.
Ich habe zwei ähnliche Diver, von Gevril und Glycine, beide CH, beide je ca. 500 Euro, beide das SW, noch die Oris Aquis mit 5days (die ist zum Glück und zu dem Preis kein Abklatsch), und noch was von China, glaube Pagani, für 160 Euro.
Da stimmt Preis/Leistung noch.

Manchmal würde ich mir von namhaften Uhrenherstellern, und da zähle ich Hanhart dazu, und auch zu den Preisen, mehr Eigenständigkeit und Kreativität wünschen.

Und sonst kauf ich mir doch einfach eine Invicta wenn das Design Massenware sein soll. Die sind mit dem NH35(A) und für 80 Euro auch okay.

Und betreffend dem Marketing mit der WD 300m und mehr. Das ist wie ein Golf mit 10 Spoilern. Braucht doch keiner wirklich, oder? Nice to have, aber nie in Gebrauch. Gibt ein gutes Gefühl, aber ist den Mehrpreis nicht wert.

Und bitte zerreisst mich wegen meinem Kommentar nicht gerade in der Luft. Das musste mal raus🤣.

Sonst bin ich ein ganz lieber Schweizer😉☺️.

Grüsse
Andi

Belteky
20 Tage zurück
Antworten...  Andi

Hallo Andy,
ich würde auch gerne eine GEVRIL Diver-Uhr zu dem von dir genannten Preis kaufen. Ich habe keine gefunden, die unter 2’000 CHF kostet. Hast du vielleicht einen Tipp? Danke. Belteky

Thomas Graf-Backhausen
1 Jahr zurück

Ich hatte gehofft die Vorstellung der neuen 415 ES hier zu finden, aber leider….

Michael M. aus W. an der W. in NRW/BRD/EU
1 Jahr zurück

Und ich hatte gehofft, im Lotto zu gewinnen, aber leider…

Red
1 Jahr zurück

Die steht recht weit oben in meiner (sehr langen) „Haben-will-Liste“ 🙂

U.H.
1 Jahr zurück

Hanhart experimentiert schon lange an seinen Taucheruhren, daher würde ich mir diese hier auch noch nicht kaufen, weil es noch nicht einem Hanhart-Diver-Design entspricht, so wie ich mir das vorstelle. Die erste Variante war der Primus Diver mit schönen Ansätzen, speziell die Zeiger. Leider hat man dann die Fly Navi entwickelt, streng nach Mainstream und wieder neue Designelemente. Und jetzt diese (nur blaue) Variante, wieder mit anderen Zeigern und einem Design, wie 70% aller Taucheruhren aufweisen z.b. Seikos. Schade – hier hätte Hanhart mal so richtig einen raushauen können, zumal heutzutage mit der KI auf Knopfdruck hunderte interessante Varianten ausgespuckt werden. Solange ein Hanhart-Diver keine rote Aufzugskrone hat, bleibe ich bei meinen Certinas, Midos und Longines. Trotzdem toller Bericht ( wie immer !! ) Hasta pronto PS : Was ist eigentlich aus dem NFT Design von Hanhart geworden? Liebe Grüße U.H.