Baselworld 2018 Neuheiten (Teil 2): Die Kunstvollen und die Sportlichen

In Teil 1 meines Messeberichtes über die Neuheiten auf der Baselworld 2018 habe ich mich mit den eher funktional orientierten Marken Laco, SINN, Traser und Mühle-Glashütte beschäftigt. In diesem Artikel zeige ich euch meine persönlichen Highlights mit eher ausgefallenen und sportlichen Modellen der Marken Alexander Shorokhoff, Glashütte Original, Spinnaker, AVI-8, Ballast 1903 und TAG Heuer.

Außerdem gibt es Neuigkeiten zu den Zukunfts-Plänen von FORMEX und Werenbach, deren Geschäftsführer ich am Rande der Baselworld 2018 getroffen haben.

Los geht’s – jetzt wird’s hübsch und etwas kunstvoller… 😉

Bilder: Manfred Münzl (muenzl.net)

 

Alexander Shorokhoff auf der Baselworld 2018 mit gewohnt eigenständig-künstlerischem Ansatz / Schwerpunkt individuelle Gravuren

Besonders beeindruckt haben mich (mal wieder) die Uhren von Alexander Shorokhoff, die dem Slogan „Kunst am Handgelenk“ mehr als gerecht werden. Der Standplatz auf der Baselworld 2018 im „Les Ateliers“ passte entsprechend wie die Faust auf’s Auge.

Alexander Shorokhoff neue Uhren Baselworld 2018 Alexander Shorokhoff Uhren Baselworld 2018

Bilder sagen mehr als tausend Worte? Das mag stimmen, Alexander Shorokhoffs Serienmodelle wie zum Beispiel die neue Kandy Avantgarde wirken live am Handgelenk aber einfach noch viel intensiver und hochwertiger als auf Bildern. Der Modellname „Kandy“ ist abgeleitet vom russischen Maler und Avantgardisten Wassily Kandinsky, eine gewisse Ähnlichkeit mit einem „Candy Shop“ ist sicherlich aber auch nicht ganz zufällig 😉

Kandy Avantgarde Shorokhoff

Zwei mechanische Uhren in einer? Gibt’s nicht? Doch! Ein weiteres neues Modell von Alexander Shorokhoff ist die „Los Craneos“ mit zwei ETA-Automatikwerken, die der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo gewidmet ist.  Die Totenköpfe, in dessen Zentrum durch das doppelte Automatikwerk jeweils eine „eigene“ Uhr tickt, stellen den Kampf von Frida Kahlo mit dem Tod dar. Totenköpfe sind in der mexikanischen Kultur tief verankert – siehe Dia de los Muertos.

Die klassische Bürouhr findet man bei Alexander Shorokhoff also eher weniger, ich konnte aber dennoch auch ein paar Modelle umschnallen, die deutlich dezenter unterwegs sind 😉 So zum Beispiel die vergleichsweise zurückhaltende, 40 mm große Alexander Shorokhoff Sixtythree in Retro-Optik:

Ausgefallene, künstlerische Designs sind ohne Zweifel die erste Kernkompetenz von Alexander Shorokhoff. Die zweite sind irre aufwendige und grandios aussehende Hand-Gravuren, z.B. der mechanischen Werke:

Mechanisches Uhrwerk handgravur Shorokhoff

Die händisch durchgeführten Gravuren machen aber nicht beim Werk Halt: Besonders beeindruckend fand ich ein Modell, welches mir mit dem Kommentar hingelegt wurde, dass natürlich auch persönliche Gravuren, z.B. in Form von Initialen, möglich sind. Also suchte ich nach kleinen Initialen auf dem Ziffernblatt – und fand… nichts!

Schuld war nicht meine neue Brille sondern der Effekt, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen habe – denn die Gravur erstreckte sich imposant über das komplette Ziffernblatt (hier im Bild am Beispiel der Initialien von Alexander Shorokhoff – AS):

Initialen Uhr_Made in Germany
Irre aufwendige Initialen-Gravur. Wer es etwas dezenter mag, kann bei Alexander Shorokhoff auch um ein nicht-skelettiertes Ziffernblatt bitten.

Alexander Shorokhoff möchte mit diesem Modell zeigen, was alles per Handgravur möglich ist und das ist mehr als gelungen. Toll: Die Materialien, Skelettierung des Ziffernblattes oder nicht, der Stil der Buchstaben etc. pp. – alles ist auf Anfrage individualisierbar.

Mehr über Alexander Shorokhoff in meinem Review der Regulator R01:

Alexander Shorokhoff Regulator R01 im Test – „Handmade in Germany“ trifft russischen Stilbruch

 

Dartmouth-Gruppe: Spinnaker, AVI8 und Ballast 1903 Neuheiten Baselworld 2018

Die britische Dartmouth Brands Ltd. ist (ähnlich wie die Swatch Group) ein Mehrmarkenkonzern, der viele verschiedene Marken unter einem Dach beherbergt. Positiv finde ich zum einen, dass größtenteils sehr eigenständige Ideen und Designs umgesetzt werden und das oftmals zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zum anderen ist das Marken-Management von Dartmouth aus meiner Sicht ziemlich durchdacht: Die Marken grenzen sich klar voneinander ab, was keine Selbstverständlichkeit ist, wenn man sich zum Beispiel die vielen Marken der Swatch-Gruppe (Omega, Longines, Tissot, Certina etc.) anschaut, die teilweise ziemlich austauschbare Modelle auf den Markt werfen – manchmal könnte man auch ein Modell nehmen und einfach ein anderes Logo draufpappen, ohne dass es jemand bemerkt.

Spinnaker auf der Baselworld 2018: Fokus auf hochwertigere Uhren mit Automatikwerken / Swiss Made-Modell

Zunächst schaute ich mir die Marke Spinnaker an, die klar auf Sport-/Segel-/Taucher-Uhren fokussiert ist und sich seit kurzem klar Richtung hochwertigerer Automatik-Modelle orientiert (früher leider sehr Quarz-lastig). Vor kurzem habe ich das Modell Spinnaker Fleuss getestet und war in Anbetracht der Qualität in Verbindung mit grundsoliden Eckdaten (Saphirglas, Seiko NH35 Automatikwerk) und einem extrem charmanten Preis (ca. 200€) ziemlich begeistert.

Wirft man einen Blick auf die einschlägigen Uhren-Communities hat das Modell Fleuss auch eine gewisse Begeisterung für die Marke geweckt. Kein Wunder also, dass Spinnaker für 2018 eine ganze Reihe von Neuerscheinungen plant.

Aktuell in der Pipeline ist beispielsweise die Spinnaker Croft, die für umgerechnet 260€ zzgl Einfuhrumsatzsteuer vorbestellt werden kann (ggf. Gutscheincode „CR30“ nutzen). Leider kommt (anders als bei der Fleuss) kein NH35, sondern nur ein Miyota 8218 (mit kleiner Sekunde) zum Einsatz.

Die Retro-Optik wirkt durch das körnige Ziffernblatt, die Vintage-braune Lume und das gewölbte Saphirglas (!) aber sehr hochwertig – nur die absichtlich eher grob durchgeführte Bedruckung der Lünette ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig:

Sehr gut gefallen hat mir auch das Retro-Modell Spinnaker Hull (neue Version 2018) – eine Panerai-Hommage in gut tragbarer Uhrengröße (42 mm) mit ähnlich körnigem Ziffernblatt wie bei der Croft im Sandwich-Design (zwei Schichten). Angetrieben wird die Spinnaker Hull von einem Seiko NH35 Automatikwerk. Der Preis: sehr günstige ca. 250€ inkl. Einfuhrumsatzsteuer:

Wie oben geschrieben geht Spinnaker klar in Richtung hochwertigerer Modelle mit mechanischen Werken. Erstaunlich fand ich trotzdem, dass mit der Spinnaker Tesei Bronze sogar ein Modell in Swiss Made-Qualität in der Pipeline ist. Die Konkurrenz im Bereich (Micro Brand-)Taucheruhren ist allerdings stark, man schaue zum Beispiel auf die 450€ teure Steinahrt Ocean 1 Bronze (ebenfalls Swiss Made).

Fairerweise muss man allerdings sagen, dass das Ziffernblatt der Spinnaker Tesei Bronze deutlich aufwendiger ist als bei dem Pendant von Steinhart (Wellenziffernblatt, applizierte Indizes). Außerdem kommt die Spinnaker Tesei Bronze mit einer Keramiklünette und höherer Wasserdichtigkeit (Steinhart = Aluminium-Lünette).

Eckdaten: Schweizer Automatikwerk Sellita SW200, 42 mm Durchmesser, Wellenziffernblatt, applizierte Indizes, Saphirglas, 30 bar Wasserdichtigkeit, matte Keramiklünette, Preis: ca. 800€)

 

Aufgrund der Vielzahl von geplanten Spinnaker-Neuheiten, hier nur ein kleiner Abriss (bei Fragen hinterlasst mir gerne unten einen Kommentar):

Spinnaker Tesei Titanium (Japanisches Automatikwerk Miyota 8215, leichtes Titan-Gehäuse (Grad 5), 43 mm Durchmesser, Saphirglas, Aluminium-Lünette, 20 bar Wasserdichtigkeit, Preis: ca. 320€):

 

Spinnaker Bradner (Japanisches Automatikwerk (wahrscheinlich Seiko NH35), innenliegende Lünette, gewölbtes Saphirglas, 42 mm Durchmesser):

 

Spinnaker Spence SP-5039 (Japanisches Automatikwerk Seiko NH35, gehärtetes Mineralglas, 41,5 mm Durchmesser, ab ca. 250€):

 

Spinnaker Vessel Holzuhr mit kleiner Sekunde (Eckdaten unklar):

 

Ballast 1903 auf der Baselworld 2018: Cerakote-Beschichtungen, Titan, Swiss Made-Modell

Ballast 1903 steht mit der bisherigen, sehr übersichtlichen Kollektion (nur zwei Modellreihen) für wuchtige Uhren im U-Boot-Stil – 46,5 mm Durchmesser beim Modell „Trafalgar“ sind jedenfalls schon eine echte Ansage. Bemängelt habe ich in meinem Review vor einiger Zeit (neben der Größe), dass der UVP in Höhe von 499€ trotz einer coolen Idee (die Zeit lässt sich über die Lünette einstellen) und eigenständigem Design vergleichsweise hoch ist – für den Preis hätte einfach ein Saphirglas oder ein höherwertigeres Automatikwerk drin sein müssen.

Die neuen Ansätze von Ballast 1903 gehen aber in die absolut richtige Richtung: Die Neuheiten 2018 sind allesamt kleiner und kommen mit allerlei eigenständigen Ideen wie z.B. extrem abgesetzte Indizes bei der Titanvariante (siehe Bilder unten).

Besonders spannend fand ich aber die Cerakote-beschichteten Modelle (unten beispielhaft das rote und das weiße Modell). Cerakote-Beschichtungen kommen eigentlich aus dem militärischen Bereich und werden genutzt, um Waffen zu beschichten. Es handelt sich dabei um eine keramikbasierte Beschichtung, die sehr hart und abriebfest sein sollen.

Wie bei Spinnaker ist auch bei Ballast 1903 ein Swiss Made-Modell mit offenem Herzen geplant (Sellita Automatikwerk) – dieses Modell war defintiv eines meiner Favoriten (das „Gitter“ ist ein nettes Gimmick und lässt sich natürlich abnehmen ;-)):

Ich bin gespannt auf mehr – weitere Infos folgen!

Mehr über Ballast 1903:

Ballast 1903 Trafalgar (BL-3133) mit Canteen Lock im Test: Nichts für Landratten!

AVI-8 auf der Baselworld 2018 – auf Retro-Kurs mit der Centenary-Modellreihe

Aus Zeitgründen konnte ich bei AVI-8 leider nur einen kurzen Blick auf die neuen Modelle werfen. Dartmouth Brands verfolgt mit der Marke aber weiterhin eine klare Linie mit modernen und klassischen Fliegeruhren (primär inspiriert von der englischen Luftfahrt), die allesamt im günstigen Einsteigersegment positioniert sind. Bei AVI-8 waren daher lange Zeit fast ausschließlich Quarz-Werke im Einsatz. Umso spannender fand ich aber das neue Modell, die AVI-8 Centenary Automatik, die derzeit vorbestellt werden kann.

Zwei Modellvarianten stehen zur Auswahl, wobei mir persönlich die 1940s Edition etwas zu nah dran am klassischen Beobachtungsuhren-Design ist (hier würde ich eher zu den historischen Original-Herstellern greifen, Laco hat z.B. eine günstige Basis-Modellreihe).

Die AVI-8 Flyboy Centenary 1920s Edition, die ein wenig an die Longines Heritage 1918 erinnert, gefällt mir aber hervorragend und bietet in Anbetracht der Eckdaten (Saphirglas, 42 mm Durchmesser, Miyota 8218 Automatikwerk) ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis (circa 230€ im Vorverkauf):

Glashütte Original auf der Baselworld 2018 – Eyecatcher Sixties (Spezimatic-Neuauflage)

Die Glashütte GUB Spezimatic ist unter Vintage-Sammlern ein sehr beliebtes Modell, was insbesondere am vergleichsweise  günstigen Preis liegt (gut erhaltene Modelle gibt’s für wenige Hundert Euro). Neuauflagen von Vintage-Modellen sind nach wie vor beliebt, weshalb es nicht verwundert, dass Glashütte Original mit dem Modell „Sixties“ auf der Baselworld 2018 aufgetreten ist, welche optisch ziemlich nah dran an den Vintage-Modellen ist.

Das Besondere: Für das Ziffernblatt wird ein alter Prägestempel bzw. eine 60-Tonnen-Presse aus den 60ern verwendet. Die Ziffernblätter stammen aus der Ziffernblatt-Manufaktur von Glashütte Original in Pforzheim (Übernahme im Jahre 2006).

Die Optik wird sicherlich nicht jedem gefallen, der schwarz-grüne Farbmix mit Dégradé-Effekt sieht aber extrem hochwertig aus. Für den Dégradé-Effekt wird das Zifferblatt zunächst galvanisiert und danach farbig lackiert. Anschließend wird mit einer speziellen Lackierpistole schwarze Farbe aufgetragen – je nach Winkel entsteht durch die Sprühtechnik so ein individueller Farbverlauf, d.h. jedes Ziffernblatt ist ein Unikat.

Gut: Die Sixties Panoramadatum ist mit einem Durchmesser von 42 mm in der Moderne angekommen und für die meisten Herrenhandgelenke gut tragbar (etwas günstigere Variante mit Ø 39 mm ebenfalls verfügbar, allerdings ohne Datum).

Beide Sixties-Varianten werden für einen begrenzten Zeitraum von einem Jahr produziert.

Die Eckdaten der Glashütte Original Sixties in der Übersicht:

  • Saphirglas, beidseitig entspiegelt
  • Wasserdichtigkeit 3 bar (spritzwassergeschützt)
  • Glashütte Original Manufakturwerk, Automatik-Kaliber
  • 42 mm Durchmesser (mit Datum) oder 39 mm Durchmesser (ohne Datum)
  • Kalbslederband schwarz
  • Preis: 6300€ (ohne Datum) bzw. 7800€ (mit Datum)

Weitere Live-Bilder der Neuheiten von Glashütte Original:

 

TAG Heuer: Neuheiten auf der Baselworld 2018 / Carrera-Modellpflege

Am Stand von TAG Heuer musste ich mich erst mal durch eine Menschentraube kämpfen – Grund für die Ansammlung waren aber nicht (nur) die Neuheiten von TAG Heuer, sondern ein Abstecher von LVMH-Mastermind Jean-Claude Biver (Zenith, TAG Heuer, Hublot etc.) zum TAG Heuer-Messestand…

Jean Claude Biver Baselworld 2018

Bei der Präsentation am TAG Heuer Messestand wurden mir direkt zwei Neuheiten präsentiert, die ich aufgrund der Pressemeldungen auch am spannendsten fand: Eine neue TAG Heuer Carrera Calibre 16 in klassischer Retro-Optik und ein neuer TAG Heuer Carrera GMT Chronograph mit Manufakturkaliber.

Die klassische Retro-Carrera Calibre 16 war live mein absoluter Favorit: Mit 41 mm hat sie eine ziemlich optimale Größe. Auch das Ziffernblatt wirkt sehr ausgewogen, die Vintage-braune Lume unterstreicht den Retro-Charakter

Eckdaten der TAG Heuer Carrera Calibre 16 (2018):

  • Ref. CV201AP.FC6429 Schwarze Version bzw. CV201AR.BA0715 Blaue Version
  • Automatikwerk Calibre 16 (Basis: ETA 7750)
  • Durchmesser 41 mm
  • Gehäuse aus poliertem Edelstahl
  • Lünette aus schwarzer oder blauer, polierter Keramik mit Tachometerskala
  • Leicht gewölbtes, doppelt entspiegeltes Saphirglas
  • Verschraubter Gehäuseboden aus Stahl mit Prägung
  • Wasserdichtigkeit 10 bar
  • Preis: 3950€ am Lederband, 4100€ am Stahlband

Deutlich moderner und wuchtiger (45 mm Durchmesser!) ist der neue TAG Heuer Carrera GMT Chronograph. Das skelettierte Ziffernblatt in Kombination mit dem beidseitig entspiegelten Saphirglas wirkt extrem hochwertig. Auch die schwarz-blaue Keramiklünette macht eine Menge her.

Der Preis ist mit circa 5500€ auf den ersten Blick nicht ganz ohne (Grauhändler-Preis voraussichtlich bei knapp über 4000€), der GMT Chrono sieht aber deutlich hochwertiger aus als der aufgerufene Preis vermuten lässt (laut Jean-Claude Biver ja auch das Kredo von TAG Heuer)

Eckdaten des TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 02 GMT Chronographen:

  • Artikelnummer CBG2A1Z.BA0658 (Stahlarmband) bzw. CBG2A1Z.FT6157 (Kautschukarmband)
  • Manufakturkaliber Heuer 02
  • Stahlgehäuse, Durchmesser 45 mm
  • Schwarz-blaue Keramiklünette mit 24-Stunden-Tachymeter-Skala
  • Gewölbtes, doppelt entspiegeltes Saphirglas
  • Krone aus Kautschuk und poliertem Stahl bei 3 Uhr
  • Gehäuseboden aus Stahl mit Saphirglas
  • Wasserdichtigkeit 10 bar
  • Armband Stahl oder Kautschuk
  • Preis: 5550€ am Stahlband bzw. 5400€ am Kautschukband

Weitere Live-Bilder der Neuheiten von TAG Heuer auf der Baselworld 2018:

TAG Heuer Carrera Chronograph Tourbillon Chronometer Tête de Vipère (18500€):

TAG Heuer Carrera Chronograph Tourbillon Chronometer Tête de Vipère Baselworld 2018

 

TAG Heuer Monaco Gulf:

 

Am Rande der Baselworld 2018: Die Pläne von FORMEX und Werenbach

FORMEX: Pläne für 2018

Abseits der Baselworld habe ich mich mit FORMEX-Geschäftsführer Raphael Granito (links) und dem Head of Marketing, Markus Wälchli (r), getroffen, um (als erster „Pressevertreter“ überhaupt) einen neuen Prototypen unter die Lupe nehmen zu dürfen.

Formex Raphael Granito Markus Wälchli Mario Reinsch

Ende 2017 habe ich die FORMEX Element getestet und bin nach wie vor ziemlich begeistert vom Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere, wenn man zwei Dinge bedenkt: Zum einen legt FORMEX viel wert auf eigenständiges Design und grenzt sich somit klar von anderen kleineren Uhrenmarken bzw. Micro-Brands ab, die sehr Hommagen-lastig unterwegs sind. Die FORMEX-Gehäusefederung beispielsweise ist nicht nur ein nettes Gimmick, sondern hat einen echten Alltagsnutzen.

Formex Gehäusefederung
FORMEX-Gehäusefederung

Zum anderen übernimmt FORMEX im Rahmen des Versandes aus der Schweiz die komplette Zollabwicklung, d.h. FORMEX bezahlt die Einfuhrumsatzsteuer nach Deutschland und den Dienstleister (FedEx), der den Zoll für euch abwickelt, damit ihr das Paket vor die Haustür geliefert kriegt und nicht irgendwo auf irgendwelchen Zollämtern rumeiern müsst (denn glaubt mir, das wollt ihr nicht!). Oder anders gesagt: Bei FORMEX sind die online ausgewiesenen Preise auch die Endpreise ohne zusätzliche Kosten. Und das ist mit Blick auf andere Uhrenhersteller ganz und gar keine Selbstverständlichkeit (siehe z.B. DOXA). Kundenorientierung bei FORMEX: Eins mit Sternchen.

Mein so ziemlich einziger Kritikpunkt an der FORMEX Element (und auch an der FORMEX TS3100) war allerdings die Jumbo-Größe von 46,5 mm, die im Alltag doch manchmal etwas schwierig sein kann.

Auch, wenn ich leider keine Bilder vom Prototypen posten darf, so viel vorweg: Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird wieder exquisit werden. Und noch besser: FORMEX hat ein Herz für kleinere Handgelenke 😉 Ich hatte jedenfalls nur ein paar wenige Anmerkungen zum Prototypen, welche ja vielleicht den Weg in das finale Produkt finden 🙂

Nach der Begutachtung des Prototypen hatte ich noch die Möglichkeit die aktuelle Kollektion von FORMEX anzuschauen, was mich in meiner positiven Meinung über den Bieler Hersteller absolut bestärkt hat.

Anlegen konnte ich beispielsweise zwei weitere Varianten der FORMEX Element…

… den FORMEX Diver …

FORMEX DS2100 Diver

… und den FORMEX Flieger-Chronographen mit ETA 7750 Automatikwerk:

Mehr über FORMEX in meinem Interview mit FORMEX-CEO Raphael Granito:

FORMEX-Neustart: Jung-CEO Raphaël Granito im Interview / XL-Chronograph TS3100 im Test

 

Werenbach: Uhren aus echtem Sojus-Raketen-Schrott / Pläne für 2018

Auch mit dem sympathischen Geschäftsführer von Werenbach, Patrick Hohmann, habe ich mich im Rahmen der Baselworld getroffen. Werenbach hat sich vor einiger Zeit überaus erfolgreich mit einer tollen Idee am Markt platziert: Ziffernblätter und Gehäuse aus echtem Sojus-Raketen-Schrott, aufgesammelt in der kasachischen Steppe (Raumstation Baikonur). Um die fünf mal pro Jahr fährt Patrick nach Kasachstan, um das Material für seine Modelle zu beschaffen.

Patrick sprüht immer noch vor Ideen und hat mir seinen neuesten Prototypen gezeigt, von dem ich leider ebenfalls keine Bilder posten darf. Die Ideen sehen aber schon mal super aus und ich konnte auch hier die eine oder andere Anregung geben, die ja vielleicht ihren Weg ins fertige Produkt finden wird 😉

So viel kann ich aber schon mal verraten: Die neue Werenbach wird eine Dreizeigeruhr werden und natürlich auch wieder mit echten Raketen-Schrott-Teilen kommen. Konkret ist geplant ein kleineres Raketen-Teil in das Ziffernblatt „einzulegen“.

Vier Varianten sind geplant: schwarzes und weißes Ziffernblatt sowie die Größen 38 mm und 42 mm. Vor allem aber ist die neue Werenbach mit einem Preis von unter 250 CHF (knapp über 200€) sehr Geldbeutel-schonend (Kickstarter-Preis, später teurer). Angetrieben werden wird das Modell von einem flachen Quarz-Werk (voraussichtlich Miyota GM10).

Die Kickstarter-Kampagne ist für Juni 2018 geplant. Wer die Kampagne nicht verpassen will, sollte sich am besten den Werenbach-Newsletter abonnieren.

Alles Details über Werenbach und das Modell Leonov BTO:

Werenbach Leonov B.T.O. Blau im Test: Individualisierbar, Swiss Made & mit Ziffernblatt aus Sojus-Raketen-Schrott

 

Mehr über die Baselworld 2018 in Teil 1 meines Messeberichtes:

Baselworld 2018 Neuheiten: Die Funktionalen – Laco 1925, Mühle-Glashütte, Traser und SINN (Teil 1)

 

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2 Gedanken zu “Baselworld 2018 Neuheiten (Teil 2): Die Kunstvollen und die Sportlichen”