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Billig, billiger, am billigsten – die boomende App Wish bzw. die Plattform Wish.com sieht so trashig aus, dass man sofort daran zweifeln muss, ob überhaupt jemals etwas von dem eintrudelt, das man dort bestellt. Absurde Rabatte von bis zu 99% auf noch absurdere UVP und fragwürdige limitierte Angebote in Kacheloptik springen den geneigten Schnäppchenjäger hier direkt ins Gesicht. Wie wäre es beispielsweise mit einer Fliegerjacke für 1€ + 1€ Versand? Oder einen Mini-Projektor zum selben Preis? Auch Uhren gibt’s auf Wish en masse – darunter insbesondere bekannte (Luxus-)Marken wie Rolex, Tudor, Bell & Ross, U-Boat, Seiko und Citizen.

Rolex „Hulk“ Replica auf Wish für 21€ + Porto
„Top Qualität“ für 1€ plus 1€ Versand? Natürlich handelt es sich hier nicht um ein Original.

Ich gebe zu: Ich verliere mich schnell in den unfassbar vielen Angeboten auf Wish – allerdings nicht wegen des Schnäppchencharakters, sondern weil das alles eher wie ein schlechter Scherz oder ein Unfall wirkt, bei dem man einfach hinschauen muss.

Allein mit Blick auf die Produktkategorie Uhren, die (so viel sei schon mal verraten) von Billig-Replicas noch und nöcher durchzogen ist, verwundert es nicht, dass es Wish zu einem Running Gag bzw. Meme für jede Lebenslage geschafft hat. Der ironische Spruch „bei Wish bestellt“ bedeutet schlicht und ergreifend: Das angebotene Produkt ist nur ein billiger Abklatsch, eine schlechte Kopie oder ein Produkt von minderer Qualität.

All das scheint die Kundschaft offenbar nicht abzuschrecken: Wish, zunächst als eine Art Online-Wunschliste gestartet, war 2017 die am meisten heruntergeladene Shopping-App in den USA. Damit war sie beliebter als Amazon. Jetzt nutzen auch in Europa immer mehr Kunden Wish. Das liegt sicher auch am Marketing, denn Wish spannt eine Menge Prominenz vor den Karren: Fußballstars wie Neymar und Gareth Bale machen Werbung für die Verkaufsplattform. Der Erfolg ist beachtlich: Im Jahre 2016 sprach Wish-Chef Peter Szulczewski davon, dass der Umsatz deutlich jenseits von zwei Milliarden Dollar liege – bei einem einstelligen Millionengewinn.

Die Jagd noch dem billigsten der billigsten Angebote ist an sich nichts neues: Seiten wie gadgetwelt.de haben sich sogar auf Produktempfehlungen aus Fernost spezialisiert. Neu ist eigentlich nur, dass die Billigheimer aus China mit Wish eine einfach zu bedienende und ziemlich populäre Plattform bekommen haben.

Wish ist übrigens kein echter Online-Shop mit eigenem Lager und eigener Logistik, sondern eine reine Vermittlungsplattform. Die eigentliche Arbeit, also das Einpacken und Versenden der Ware, erledigen die unzähligen Händler auf der Shoppingplattform. Woher die Ware kommt bzw. von wo aus geliefert wird, ist für den Endkunden nirgends transparent zu sehen – die Namen der Anbieter wie YU_QIAN_Y oder FashionQuanMin lassen aber vermuten, dass die allermeisten Angebote aus dem asiatischen Raum stammen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Wish, sogar PayPal ist möglich.

Wenn man eine Uhr bei Wish bestellt – okay, GANZ so schlimm war es dann doch nicht, aber annähernd…

Wish: Replica-Uhren von Rolex & Co. so weit das Auge reicht

Bei der schlichten Suche nach „Herrenuhr“ auf Wish.com springen mich direkt die ersten Uhren von Luxus-Marken wie Rolex, Tudor, U-Boat und Bell & Ross an. Ich finde unter anderem problemlos eine Rolex, bei der im Angebots-Titel ungeniert „Copy of…“ vermerkt ist. Eine Rolex Submariner „Date“-Replica für 18€ oder eine Tudor Pelagos für 15€? Kein Problem! Wish scheint kein wirklich großes Interesse daran zu haben das umfangreiche Angebot von Replica-Uhren einzudämmen. Neben No-Name-Uhren aus der Kategorie „gar nicht mal so schön“ werden außerdem Modelle günstigerer Marken wie Seiko und Citizen zum Verkauf angeboten – und mit Blick auf die unrealistisch niedrigen Preise ist auch hier davon auszugehen, dass die allermeisten Angebote Replicas sind (was sich beim Testkauf auch bestätigt hat, dazu später mehr).

Bunter Mischmasch: Replicas von Rolex & Co., Smartwatches, Holzuhren und No-Name-Ware

Schaut man sich das eine oder andere Angebot genauer an, so entdeckt man einen Mix aus Hochglanz-Pressebildern der Uhrenhersteller und (scheinbar) echten Fotos der Uhren, welche häufig allerdings nicht besonders vorteilhaft sind und die miserable Qualität erahnen lassen.

Bei verschiedenen Uhren-Angeboten wie einer Mido Ocean Star wird es richtig dreist: Der durchgestrichene Preis von knapp 800€ suggeriert, dass es sich um hohe Qualität oder vielleicht sogar um ein Original handelt. Nirgendswo allerdings befindet sich ein Hinweis darauf, dass es sich um ein Replica handelt. Mehr noch: Neben offiziellen Mido-Pressebildern verwendet der Wish-Händler Bilder, die eindeutig von anderen Händlern stammen, darunter von Gnomon Watches, einem seriösen Händler aus Singapur, der sicher nichts von der illegalen Verwendung weiß. Und spätestens jetzt sollte klar sein, dass es sich auch mit Blick auf den absurden Rabatt (reduziert um 96% auf 29€) natürlich nicht um das „Restposten“-Schnäppchen des Jahrtausends handelt…

Auch viele andere Anbieter auf Wish klauen sich ganz offensichtlich Bilder im Netz zusammen. In diesem Angebot beispielsweise findet sich an prominenter Stelle der Hinweis „Authorised Official Stockist“, also offizieller Seiko-Fachhändler – das darf bei einem Preis von 15€ für eine Seiko 5 stark bezweifelt werden:

Bestellung einer Seiko-Uhr bei Wish

Für diesen Artikel habe ich mir eine von den etlichen Seiko-Uhren rausgepickt, die bei Wish angeboten werden – konkret eine Seiko Prospex Diver’s „New Turtle“, die von fast 300€ auf 24€ „reduziert“ ist. Schnapper-Alarm! 😉 . Ich war in Shopping-Laune und habe mir sogar die „SEIKO-Top Edition“ bestellt, die immerhin 1€ teurer als die „SEIKO-Deluxe Edition“ und 13€ teurer ist als die „SEIKO-Original“-Variante ist (was an der Variante besser sein soll, konnte ich allerdings nicht herausfinden – aber nun gut!).

Der Händler, der immerhin deutlich über 1000 Bewertungen bei 3,9 von 5 Sternen hat, gibt in den Eckdaten sogar das Automatikkaliber 4R36 (entspricht dem Seiko NH36) und 200 Meter Wasserdichtigkeit an – was auch den Spezifikationen des Originals entspricht. Der durchgestrichene Preis, der sich recht nah am echten Listenpreis bewegt (449€), suggeriert hohe Qualität und manch leichtgläubiger Kunde könnte sogar auf die Idee kommen, dass es sich um ein Original handelt. Die Bilder sehen vielversprechend aus, lassen aber starke Zweifel daran aufkommen, dass diese tatsächlich vom chinesischen Händler produziert wurden. Ein Hinweis auf eine Replica ist nicht auszumachen.

Die Artikel-Bewertungen sind – genau wie die des Händlers – gut. Ein gewisser Tony schreibt euphorisch: „Very nice watch. The blue face is not super vibrant, but, it is lovely. Perfect weight. Feels solid and very much authentic Seiko! I am getting ready to resize the band. The more time I spend with this watch the more impressed I am. Absolutely gorgeous watch. I have always wanted this design, now I hear the exact same beauty ordered in vibrant orange, my second favourite in this style! Buy one, you will not be sorry! This from a very fussy customer!„. Der angeblich aus den USA stammende David schreibt kurz und knapp: „super super great !!!!!„. Auch ein Karl aus Deutschland scheint zufrieden zu sein. Da kann doch eigentlich fast nichts mehr schief gehen, oder?

Hier Screenshots des Angebotes:

Nach 2 1/2 Wochen erreichte mich das Paket aus – na klar – dem Land der Mitte, China. Etwas überrascht war ich darüber, dass das Paket problemlos den Zoll passiert hat, denn eigentlich ist bei Beträgen über 22€ (inklusive Versand!) Einfuhrumsatzsteuer fällig.

Ein kleiner Exkurs sei erlaubt: Wenn es dumm läuft, kann es passieren, dass der Zoll plagiierte Ware abfängt. Der Zoll nimmt dann Kontakt mit dem Rechteinhaber auf, woraufhin man eine Abmahnung erhält. Solch eine markenrechtliche Abmahnung kann mit einer Aufforderung zur Erstattung der Rechtsanwaltskosten schnell mal bei deutlich über 1000€ liegen. Zwar gilt, dass eine Markenrechtsverletzung erst vorliegt, sofern der Abgemahnte „im geschäftlichen Verkehr“ gehandelt hat (zum Beispiel, wenn bei Wish bestellte Plagiate weiterverkauft werden sollen), aber mal ernsthaft: Habt ihr Lust auf die lustigen Briefe von den (gut bezahlten) Anwälten der großen Uhrenhersteller? Ich gehe außerdem fest davon aus, dass der Zoll besonders genau hinschaut, wenn Uhren mit großen Markennamen wie Rolex, Tudor, Bell & Ross etc. auf dem Zifferblatt aus China angeschippert werden. Zwar bietet Wish in wenigen Ausnahmefällen auch eine (angebliche) Lieferung aus Deutschland an, und dennoch sage ich schon mal jetzt: Lasst den Mist einfach sein!

Gar nicht mal so schön: Eine kurioser Tudor-Replica-Designunfall mit dem Hinweis „Versand aus Deutschland verfügbar“

Aber zurück zur „Seiko“: Als ich die Uhr nach dem Auspacken erstmals in die Hand nahm, war diese schwerer und massiver als erwartet. Viel mehr Positives lässt sich aber auch nicht berichten: Sofort fällt auf, dass die Wochentagsanzeige schräg, wie ein Schluck Wasser in der Kurve, hängt. Noch augenscheinlicher ist aber, dass der Sekundenzeiger nicht flüssig wie bei einer Automatikuhr seine Bahnen zieht. Ehrlich gesagt hätte es mich gewundert, wenn die Uhr tatsächlich (wie angepriesen) mit einem echten japanischen Automatikkaliber 4R36 gekommen wäre, aber zumindest ein China-Automatikwerk hätte ich erwartet. Stattdessen sieht man spätestens nach dem Aufschrauben des (ziemlich lose befestigten und damit ganz sicher nicht wasserdichten) Gehäusebodens, dass es sich ganz offensichtlich um ein chinesisches Quarzwerk vom Typ Sunon SL28 handelt – und spätestens jetzt sollte es wirklich jedem klar sein, dass es sich selbstverständlich nicht um eine original Seiko, sondern um ein extrem minderwertiges Replica handelt.

Auch sonst ist die Uhr qualitativ für die Tonne: Die Ziffern und Indizes auf der Lünette sehen aus wie von einem Kleinkind aufgepinselt, die Drucke auf dem Zifferblatt sind merkbar unregelmäßig und „verpickelt“ (davon mal abgesehen gibt es gar keine schwarze PADI-Variante der Seiko Turtle). Unter dem Glas ist Staub und sonstiger Dreck eingeschlossen, was auf wenig reinliche Arbeitsbedingungen schließen lässt.

Das Gehäuse ist rundum poliert (anstelle satinierter und polierter Flächen wie beim Original) und bringt frei Haus ein paar Kratzer mit. Beim Abmontieren des Stahlbandes fällt außerdem auf, dass das Gehäuse nicht aus Edelstahl, sondern vermutlich aus verchromtem Messing ist (an der Hörner-Innenseite ist die Verchromung unregelmäßig).

In der Summe juckt es mich doch sehr in den Fingern, diese „Uhr“ in den Müll zu kloppen. Außerdem darf man bezweifeln, dass die relativ guten Bewertungen des Händlers und des Artikels (siehe oben) tatsächlich echt sind…

Reklamation der Uhr: Erfahrungen mit dem Wish-Kundenservice

Das Quarz-Werk möchte ich zum Anlass für eine Reklamation nehmen. Über einen automatisierten Live-Chat kann man sich zunächst durch bestimmte Kategorien klicken, um einen Service-Fall anzustoßen. Hinter „Gelieferter Artikel entsprach nicht den Erwartungen“ befindet sich unter anderem die Unterkategorie „Artikel ist Fälschung“ – was irgendwie ulkig ist mit Blick auf die unzähligen Replica-Uhren, die bei Wish angeboten werden.

Ich wähle bewusst „Artikel entspricht nicht den Angaben des Angebotes“, verweise auf das Quarz-Werk, schicke Bilder des geöffneten Gehäusebodens mit und beschwere mich mit Hinweis auf das Angebot darüber, dass kein „Automatic Movement“ verbaut ist. Wish verspricht: „Ich habe deine Support-Nachricht gesendet und ein Wish Mitarbeiter wird dir innerhalb von 2-3 Tagen antworten.“ Die Eröffnung eines PayPal-Käuferschutz-Falles verkneife ich mir im ersten Schritt. Man darf gespannt sein.

Gut: Nach ziemlich genau 24 Stunden (und an einem Sonntag wohlgemerkt) erhalte ich bereits eine freundliche Antwort der Wish-Servicemitarbeiterin Neslihan. Diese bittet allerdings noch um ein Foto des Paketes mit sichtbarer Trackingnummer – warum auch immer. Ich entspreche der Bitte. Am nächsten Morgen erhalte ich via PayPal überraschend schnell die Rückerstattung über den kompletten Betrag inklusive Versand.

Die Service-Abwicklung lief in meinem konkreten Fall vorbildlich und extrem schnell – gleichzeitig verweise ich an dieser Stelle auf die Warnung der Verbraucherzentrale: Die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Brandenburg warnen vor unfreiwilligen Kontosperrungen bei Wish – so verlieren Betroffene ohne jede Vorwarnung den Zugang zum Kundenservice und damit die Möglichkeit, noch offene Bestellungen zu widerrufen oder zu reklamieren. Wish wirft dabei einem Teil seiner Kunden vor, die „großzügigen Rückerstattungs- und Rückgaberichtlinien“ zu missbrauchen: „Dein Konto wurde wegen übermäßig vieler Rückerstattungen markiert“, heißt es in der Nachricht, die seit einiger Zeit immer mehr Wish-Kunden erhalten.

Alles in allem möchte ich abschließend dringend vor einer Bestellung bei Wish warnen, denn auch eine unkomplizierte Serviceabwicklung kann nicht über minderwertige „Überraschungsei“-Ware hinwegtäuschen. Stattdessen lohnt sich der Blick auf günstige mechanische Einstiegsuhren wie beispielsweise Vostok Komandirskie, Invicta 8926OB Pro Diver Automatic oder Modelle von Pagani Design/Bersigar. Denn für Wish gilt ganz klar: Wer billig kauft, kauft zweimal.

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Auch über Kommentare freue ich mich immer sehr (Kommentare werden einzeln, in der Regel innerhalb kurzer Zeit, geprüft und freigeschaltet). Vielen Dank!

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. THomas Krim

    Ich würde mich freuen, wenn man nicht immer weichspülend und bagatellisierend von „Replicas“ sprechen würde, sondern das Kind ganz klar beim Namen nennt: Fälschung.

  2. Pinon

    Sehe diese Angebote als Scherzartikel, wie einen Papporden, an. Wer anderes erwartet, sollte sich unbedingt Hilfe holen, evtl. die Telefonseelsorge konsultieren. Wer Geld sparen will, holt sich ’ne Seiko im Ausland. Gleiches Modell, aber ca. halber Preis. Allwyn hatte Lizenznachbauten, habe eine davon, ~30 Jahre alt, funktioniert, Phosphor nicht mehr, aber auch das ging lange gut. Ein Stahlband auf der Straße gekauft. Sieht immer noch wie neu aus, obwohl die Uhr lange auch beim Schwimmen getragen wurde, dh. 3x/Woche 7km Kraul, Rücken, Brust. Habe noch ’ne HMT u. ein anderes indisches Fabrikat, die ich nie trug, weil die Allwyn einfach nicht kaputt ging. Aber sie funktionieren noch. Die Allwyn war nie beim Uhrmacher, ausser in Indien, in einer Allwyn Filiale. Durch meine Schuld war Wasser drin. Gute Leute in dem Laden, besser ausgestattet als hier. Hiesige Handwerker unter aller Würde.

  3. Rainer

    Gibt es Erfahrungen mit den „teuren“ Rolex Uhren 160-200€. Yacht Master 2 zum Beispiel. Warum steht in der Artikel Beschreibung bei Wish immer Ro’lex, steht das auch so auf dem Zifferblatt ?? Auf den Bildern sieht und erkennt man das Plagiat, aber ansonsten scheint das zumindest sorgfältig gefälscht zu sein.

  4. Andreas W.

    zu wish fällt mir auch was ein- die erste bestellung dort war eine seiko limited edition red- brian may, normal im original ab 700- 1200 erwerbbar. auf wish nur heisse 28 euro- da ich neugierig war, bestellte ich mir die und als sie kam hab ich schmunzeln müssen- mir war klar, das für den kleinen thaler nicht ein seikowerk in automatik drinnen stecken konnte. es war ein übliches 50 cent quarz aus china- aber wurscht, wollte mal sehen, was die für qualität da anbieten. natürlich mit obligatorischen gedruckten deckel mit leichter aufschrift. zifferblatt war nicht gerade- aber wie gesagt- just for fun. die nächste die ich mir bestellte, war eine oris diver- die mit dem vintage lederband- die war besser. hatte sogar die schnell- federstege zum wechseln und das gehäuse hatte auch einen guten eindruck gemacht- sogar die richtige deckelbeschriftung- ebenfalls am zifferblatt „automatic“- hab mich aber nicht getraut das teil zu öffnen- da druckdeckel nur schwer ohne presse wieder draufgehen. allesandere auf wish ist meiner meinung nach eher funktionell- hab für ringe ein tablet bestellt, dass um 12 euro günstig war und auch qualität hatte. die gillette rasierklingen und die speedometer armreifen sind leider noch nicht angekommen- obwohl sie als „ausgeliefert“ markiert waren… schätz mal die hat sich der zoll geschnappt, ich wart mal ob da post kommt… die pakerln sind jedenfalls nicht bei mir gelandet. ist das einen von euch auch schon mal so ewrgangen mit wish? weil alle anderen sachen sind am markierten tag gekommen. schöne grüße aus wien

    1. Mario

      Danke für deine Erfahrungen Andreas!

      1. Andreas Wien

        danke auch mario!

  5. AHW

    Besser als meine Polen Rolex die ich zu DM Zeiten für 350 DM erworben habe.
    Die lief nie, kam in einem Luftpolsterumschlag, billiges Blech mit Rostflecken.

  6. Klaus

    Guter Artikel,habe zwar noch nie bei Eishockey gekauft,und werde dies auch nicht tun ,ist aber interessant, wie man dort gelöffelt wird!!

  7. Siggi

    Netter Artikel und interessanter Blog. Schon auf meiner ersten Backpacker-Reise 1986 nach Asien war es üblich, sich in Bangkok vor dem Heimflug noch schnell eine Rolex für damals ca. 40 DM zu kaufen. Sie funktionierte dann tatsächlich auch ungefähr ein Jahr 🙂

    Viele Grüße!

  8. Carsten

    Danke für die sehr unterhaltsame Wish-Story. Für ungefähr den gleichen Kurs, erwarb ich mal eine „Taucheruhr“ aus Fernost. Da gab es statt der Fake-Aufschrift immerhin ein mech. Chinawerk. Der Rest auch in etwas besser Qualität, leider fiel nach wenigen Wochen als daily Driver ernsthaft eine gesetzte Zahl ab und blockierte irgendwann sogar die Zeiger. „Muss“ man auch mal erlebt haben 🙂 Wie mein Vorredner schon erwähnte, wenn dann bei Ali ab 100,-€ was solideres mit Phantasienamen auf dem Zifferblatt.

  9. Alf+aus+Mannheim

    Hallo, Mario,
    du schreibst oben:
    „Der Erfolg ist beachtlich: Im Jahre 2016 sprach Wish-Chef Pater Szulczewski davon, dass der Umsatz deutlich jenseits von zwei Milliarden Dollar liege – bei einem einstelligen Millionengewinn.“
    Vielleicht könntest du aus dem „Pater“ einen „Peter“ machen?

    Alf

  10. Ratman

    Hi Mario.

    Vielen Dank für den – mal wieder – sehr lesenswerten Artikel. Ich habe vor wenigen Wochen auch mal eine 25,- EUR Uhr bei Wish bestellt, einfach um mal zu schauen, was man da fürs Geld bekommt. Angepriesen wurde sie als „Oris Sixty-Five“ mit Automatikwerk. Nach ein paar Wochen kam das „edle“ Stück auch tatsächlich an. Natürlich war anstelle des versprochenen Automatikwerks nur ein billiges Quarzdings drin. Ansonsten war das Teil den Erwartungen entsprechend. Für 25,- EUR ganz okay, mehr aber auch nicht. Letztlich wieder ein gutes Beispiel für „You got what you paid for“.

    Man müsste schon extrem blauäugig sein, um zu erwarten, für diesen schmalen Taler eine halbwegs wertige Uhr – geschweige denn ein Original – zu bekommen. Ich für meinen Teil bleibe lieber bei AliExpress, wenn ich mal was Brauchbares aus China brauche. Ab ca. 70,- oder 80,- EUR gibts da schon brauchbare Teile und ab rund 150,- EUR schon wirklich gute Uhren. Bleibt nur noch die Variable „Endkontrolle“. Ein wenig Mut zum Risiko braucht man schon bei Bestellungen direkt aus dem Land des Lächelns. No Risk – No Fun 🙂

    1. Mario

      Danke für deine ergänzenden Erfahrungen!

  11. Fruhmano

    Zuallererst: Danke…. Danke für die gründliche Recherche, Danke für die schockierenden Fotos und Danke für die wie immer lesenswerte Prosa! Mich wundert eigentlich warum der Onlinehandel mit Luxusuhren nach wie vor so gut läuft. Wenn man die Durchdringung des Netz mit Fälschungen und Raubkopien vor Augen hat. Sind wir Uhrenliebhaber alle Zocker? Nach dem Motto: “ Ich schick Dir schon mal 2,5k Euronen und lass mich überraschen was da kommt?“ Oder seid Ihr alle so gut, dass Ihr eine gefälschte „Rolomegzenautilus“ schon beim ersten Hinsehen erkennt? Chapeau! Und die Wächter schlafen, wie sie es immer getan haben. Ein Freund überließ mir vor kurzem eine hübsche alte Cartier Santos ohne Papiere zum Verkauf im Internet. „Weil Du kennst Dich ja mit Uhren und Internet aus!“
    Ich kann mich erinnern, mein Bruder bekam vor ca. 40 Jahren eine schöne Cartier Tank bicolor zu seiner Konfirmation. Er war sehr stolz darauf. Heute weiß ich, dass sich mein Vater das Original im Leben nicht hätte leisten können. Also erst mal checken ob die Santos echter ist. Um zu erklären, warum ich damit nicht zum Konzi gehe, muss ich leider schon wieder eine Nebenhandlung eröffnen:
    Als das mit der Uhrenleidenschaft plötzlich wie eine Krankheit begann, durchwühlte ich zuerst die Schmuckschatulle meiner Frau. Und siehe da, eine güldene Piaget Dancer ohne Box und schlimmer noch ohne Papiere kam zum Vorschein. Also ab zum Konzi bei dem sie sich das Teil, damals vor meiner Zeit, um sehr, sehr viel Geld gekauft hat; zur „Rezertifizierung“. Was ich bekam war ein Zettel (ohne Briefkopf, ohne alles) auf dem handschriftlich die Referenznummer unserer Uhr vermerkt war. Sonst nichts! Die Referenznummer von der Rückseite der Uhr abzuschreiben macht das Ding auch nicht echter und verar…en kannn ich mich selber. Also, und nun sind wir wieder bei der Santos, habe ich mich mittels e-mail direkt an Cartier gewandt. Mit folgendem habe ich gerechnet: “ Wenn Sie uns die Creation auf Ihre Kosten schicken und 1 Mio € auf unser Konto überweisen, prüfen unsere Fachuhrmacher die Creation gerne und wir bestätigen Ihnen die Echt- oder Unechtheit schriftlich.“ Denkste! Nicht wörtlich, aber inhaltlich korrekt wiedergegeben: “ Wenn Sie was Neues bei uns kaufen, bekommen Sie immer ein Echtheitszertifikat. Aber wenn das verloren gegangen ist, kümmern wir uns nicht mehr.“
    Schade, dass es keinen anerkannten unabhängigen Dienstleister gibt, der gegen Geld, Fälschungen ausschließt. Wäre eine Geschäftsidee! Oder vielleicht sollten wir uns beim Konzi nur mehr die Echtheitszertifikate mitnehmen, sind ohnehin leichter zu lagern als die Uhren. Und die Santos wird mein Freund seiner Nichte zum Osterhasen schenken, ich lass die Finger davon. Herzlichst Dein….

    1. Mario

      Danke für deine Gedanken!

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