Im kaum noch überschaubaren Meer an Microbrands, in dem Marken kommen und gehen, ist Gruppo Gamma ein echter Fels in der Brandung: Schon im Jahre 2013 startete der Singapurer Naoki mit dem Schwerpunkt auf Kampftaucheruhren im Panerai-Stil. Die Marke hat sich seitdem durchaus weiterentwickelt und beispielsweise mit der Gruppo Gamma Nexus ein experimentierfreudiges Design im Stile historischer Panerai-Tiefenmesser lanciert. Mit Venturo hat Gruppo Gamma darüber hinaus mittlerweile eine günstiger positionierte Zweitmarke an den Markt gebracht.

Die neue Gruppo Gamma Peacemaker Mk II (Prototyp)

Im Jahre 2017 erschien die erste Gruppo Gamma Peacemaker, die nun 2021 in Form der „Mk II“ neu aufgelegt wird. Mit an Bord ist ein Zifferblatt im typisch-schlichten Panerai-Kampftaucheruhren-Stil. Ein Farbverlauf (Dégradé-Effekt) und Sandwich-Design, also die schichtweise Anordnung des Zifferblattes und der darunterliegenden Super-Luminova Old Radium-Leuchtmasse, sorgen für nette Details. Mit 43 mm Durchmesser, 13 mm Gehäusehöhe und 52,5 mm Horn-zu-Horn ist das bullige Kissengehäuse der Gruppo Gamma Peacemaker Mk II alles andere als klein, Modelle im schlichten Kampftaucheruhren-Stil dürfen aber durchaus auch etwas wuchtiger daher kommen. 😉

Die Varianten der Peacemaker Mk II unterscheiden sich nur im Detail: Mit der PG-00 gibt’s eine Version mit ETA Unitas 6497-1 Handaufzugkaliber, poliertem Edelstahlgehäuse und gebläuten Zeigern (mein persönlicher Favorit). Die Peacemaker PA-02 und PA-03 kommen mit einem Gehäuse in „Aged Steel“ mit passenden Zeigern in der Farbe Gunmetal und unterscheiden sich nur hinsichtlich der Anbringung eines Sekundenzeigers. Selbiges gilt für die PG-02 und PG-03, die im polierten Edelstahlgehäuse mit goldfarbenen Zeigern kommen.

Die Renderings, die Gruppo Gamma derzeit zur Verfügung stellt sind leider nicht besonders aussagekräftig. Es gibt aber ein paar Bilder von frühen Prototypen, die einen besseren Eindruck von dem Modell geben. Man beachte aber, dass sich Prototypen und finale Variante in verschiedenen Details natürlich noch unterscheiden können…

Bilder von der Aged Steel-Variante stehen derzeit noch nicht zur Verfügung, man kann sich aber an den Bildern der Gruppo Gamma Nexus orientieren, bei der diese Gehäusebearbeitung bereits zum Einsatz kam:

Erstaunlich ist, dass Gruppo Gamma es nach wie vor schafft an Kaliber von der Schweizer ETA SA zu kommen – das ist aufgrund der Querelen zwischen der Weko und der Swatch Group, dem Konzern hinter ETA, heute alles andere als eine Selbstverständlichkeit und verbessert das Preis-Leistungs-Verhältnis enorm.

Die Gruppo Gamma Peacemaker Mk II ist im Rahmen einer Vorbesteller-Aktion beim offiziellen europäischen Distributor Mi-Watch.it erhältlich. Eine Anzahlung in Höhe von 299€ für die ETA-Automatikmodelle bzw. 499€ für die ETA-Handaufzugvariante ist sofort fällig. Der Komplettpreis im Rahmen der Vorbestelleraktion liegt bei 599€ bzw. 629€ für die ETA 2824-Varianten und 859€ für die ETA Unitas-Variante. Nach dem Vorverkauf sind die Modelle ca. 200-300€ teurer. Schön: Beim Band kann man zwischen einer Standard-Länge (125/75mm) und einer XL-Länge (140/85mm) wählen. Die Auslieferung soll im Herbst 2021 erfolgen.

Hier noch alle Varianten in der Übersicht:

  • PG-00: Poliertes Edelstahlgehäuse, Handaufzugkaliber ETA 6497-1 mit kleiner Sekunde, gebläute Zeiger
  • PG-02: Poliertes Edelstahlgehäuse, ETA 2824-2, kein Sekundenzeiger, Zeiger goldfarben
  • PG-03: Poliertes Edelstahlgehäuse, ETA 2824-2, Zeiger goldfarben
  • PA-02: „Aged Steel“-Gehäuse, ETA 2824-2, kein Sekundenzeiger, Zeiger in der Farbe „Gunmetal“
  • PA-03: „Aged Steel“-Gehäuse, ETA 2824-2, Zeiger in der Farbe „Gunmetal“

Ab sofort erhältlich: Gruppo Gamma Peacemaker Limited

Wer nicht auf die neue Gruppo Gamma Peacemaker Mk II warten will, der darf auf die Peacemaker Russia Limited Edition 2 des europäischen Gruppo Gamma-Distributors Mi-Watch.it schielen. Das Besondere an dem Modell ist das Zifferblatt mit einem „Innenbereich“ in einem auffälligen Blau-Ton mit plastischem Spinnennetz-Muster. Die Stunden-Ziffern und -Indizes im Sandwich-Design sind im Randbereich aus satiniertem Edelstahl hervorgehoben und ergänzen sich passenderweise mit der Old Radium-Leuchtmasse der Zeiger.

Der Durchmesser beträgt 44 mm (Horn-zu-Horn 52 mm; Gewicht 112 Gramm). Das Modell ist außerdem bis 20 bar (200 Meter) wasserdicht und kommt mit Saphirglas und durchbohrten Hörnern, was einen Bandwechsel erleichtet. Gut: Als Antrieb dient ein ETA 2824-2 in der höherwertigeren Qualitätsstufe Elaboré. Preispunkt: 881€, direkt bei Mi-Watch.it (inklusive Rabatt-Code „CHRONONAUTIX“).

Und hier noch ein paar Eindrücke in der Bildergalerie (zum Vergrößern einfach klicken):

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich über ein Like bei FacebookInstagramYouTubePinterest oder Twitter. Ooooooder

Auch über Kommentare freue ich mich immer sehr (Kommentare werden einzeln, in der Regel innerhalb kurzer Zeit, geprüft und freigeschaltet). Vielen Dank!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Fruhmano

    Zur Peacemaker MK II: Zuerst wollte ich mich ja empören: „Wie kann mann nur Panerai so unverfroren plagiieren! Eine Frechheit, so dreist am Erfolg einer Traditionsmarke mitnaschen zu wollen!“ Aber bei genauerem Hinsehen bemerkt man die absichtlichen Veränderungen und Interpretationen der Designsprache.
    Was bleibt ist eine Schönheit im Stil der „alten Italiener“ zu einem vernünftigen Preis (wenn die Antriebe halten). Ich persönlich hätte ja ein Seiko- oder Mijotawerk verbaut und auf den Glasboden verzichtet. Bitte ein bisschen mehr Selbstbewusstsein! Auch Nichtschweizermütter haben schöne Töchter wie man sieht. Und wer schon einmal eine Luxusuhr privat verkaufen wollte, der kauft sowieso nur mehr das, was einem bei jedem Blick aufs Handgelenk durch seine Schönheit erfreut.
    Zur Limited Edition: Zu blau, zu unruhig, zu zuviel von allem. Nach dem Motto: Kommt ein japanischer Designer in einen europäischen Gemischtuhrenladen. Versteh mich richtig: die Zeiger sind wirklich schön, ein guillochiertes Zifferblatt ist an einem „Dresser“ auch schön, Blau ist ja das neue Schwarz, weiß ist wieder im kommen seit die midcenturywelle über uns hereingebrochen ist und ein kissenförmiges Gehäuse ist so wie so spannend. Aber alles zusammen, wie frisch aus dem Mixer? Schnell aus dem Portfolio nehmen, bevor die Marke darunter leidet! Nichts für ungut!

    1. Mario

      Danke für deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar