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Im starbesetzten Film The Adam Project geht Ryan Reynolds auf Zeitreise. Ich liebe Zeitreise-Filme wie Zurück in die Zukunft, Source Code, Minority Report, 12 Monkeys, Edge of Tomorrow, Looper, Butterfly Effect, Predestination und und und! Dabei verzeihe gerne auch mal die eine oder andere, fast schon zwangsläufig entstehende Logiklücke bei dieser Art von Filmen. Und: Den für seine bissigen Sprüche bekannten kanadisch-US-amerikanischen Schauspieler Ryan Reynolds verehre ich spätestens seit seiner Rolle als Superheld mit pechschwarzem Humor in Deadpool.

Daher war es für mich als kleiner Netflix-Suchti quasi ein Nobrainer, den Film direkt nach Erscheinen anzuschauen. Und siehe da: Auch für Uhren-Nerds hat der Film was parat – in Form der Omega Speedmaster Professional Moonwatch

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Die Uhr von Ryan Reynolds & Co. in The Adam Project [spoilerfrei]

Über The Adam Project

Bei manchen Filmen hat man das Gefühl, dass irgendjemand eine zündende Drehbuchidee hatte und dann „nur“ noch eine Handlung um diesen einen Geistesblitz herum gebaut hat. Wie The Adam Project beweist, muss das nicht automatisch schlecht sein.

Der Science-Fiction-Action-Film führt in das Jahr 2050, in dem Zeitreisen technisch bereits möglich sind, aber der Welt nicht viel Gutes gebracht haben. Daher soll der Air Force-Pilot Adam Reed (gespielt von Ryan Reynolds) eine Zeitreise in die Gegenwart des Jahres 2018 unternehmen, um dort zu verhindern, dass diese Technologie überhaupt erst erfunden wird. „Nebenbei“ muss Adam auch noch seine Frau Laura (Zoe Saldaña) retten.

Bei seinem Unterfangen biegt Adam versehentlich ins Jahr 2022 ab und stößt dort „zufälligerweise“ auf sein 12-jähriges Ich (gespielt von Walker Scobell) – und was in vielen Zeitreisefilmen ein krasser, Raum- und Zeit-zerstörender Regelbruch ist, ist bei The Adam Project der Kern des ganzen Films…

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Die Uhr in „The Adam Project“: Omega Speedmaster Professional Moonwatch am Handgelenk von Ryan Reynolds, Mark Ruffalo und Walker Scobell

Beide Adam-„Versionen“ tragen einen echten Uhren-Klassiker, die Omega Speedmaster Professional Moonwatch. Die Uhr hat für beide einen besonderen sentimentalen Wert, da der Chronograph einst Adams verstorbenem Vater (gespielt von Mark Ruffalo) gehörte.

Die „Speedy“ fungiert im Film als eine Art emotionales Bindeglied zwischen Jung und Alt: Sie dient beispielsweise bei der ersten Begegnung zwischen den beiden Adams als Beweis, dass die beiden tatsächlich ein und dieselbe Person sind (neben anderen Merkmalen wie einer gemeinsamen Narbe).

Der 2050er Piloten-Adam trägt die Speedy dabei passenderweise am Nato Strap, während Adam Junior den Chrono am Lederband um das Handgelenk geschnallt hat.

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Konkret handelt es sich übrigens um die „alte“ Omega Speedmaster mit dem Kaliber 1861, die Anfang 2021 von einer neueren (und deutlich teureren) Referenz mit dem Kaliber 3861 abgelöst wurde. Das ist in der Nahaufnahme bei 55 Minuten und 24 Sekunden gut zu erkennen:

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Wie ich in meinem Artikel über die gefälschte Richard Mille von Jonah Hill in „Don’t Look Up“ ausgeführt habe, ist es nicht unüblich, dass in Filmen Fälschungen bzw. Replicas von Uhren platziert werden – im wesentlichen aus Kostengründen.

Auch in The Adam Project war eine teure mechanische Uhr wie die Omega Speedmaster ursprünglich nicht im Drehbuch vorgesehen. Die Idee, ein emotionales Bindeglied zwischen Jung und Alt in Form einer klassischen Uhr zu platzieren, kam aber von Ryan Reynolds selbst – und der wiederum überzeugte den Regisseur Shawn Levy (die beiden arbeiteten schon in „Free Guy“ zusammen). Kein Zufall: Reynolds ist ein großer Freund von Uhren und zählt Modelle von Omega, Cartier, Panerai und Chopard zu seiner privaten Uhrensammlung.

Omega stellte für das abgewandelte Drehbuch daraufhin vier Speedys zur Verfügung – eine für den 2050er Adam Reed (Ryan Reynolds), eine für Adam Junior (Walker Scobell) und eine für Papa Reed (Mark Ruffalo). Die vierte Speedy war ausschließlich für Stunts vorgesehen. Omegas Engagement war natürlich nicht ganz uneigennützig, denn die Speedmaster bekommt vergleichsweise viel „Screen Time“ – eine bessere Werbung gibt es wohl kaum.

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In der Summe ist The Adam Project echtes Popcorn-Kino mit Anleihen von Independence Day (Flugszenen), Star Wars (Lichtschwerter!), Zurück in die Zukunft und Guardians of the Galaxy. Diese Rezeptur ist äußerst erfolgreich: Der Film ist direkt nach Erscheinen auf Platz 1 der Top 10 in Deutschland gesprungen. Meiner Meinung nach nicht zu unrecht: Reynolds und dem Newcomer Walker Scobell dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig necken, macht einfach Laune. Und für Uhrenfreunde gibt es in Form der Omega Speedmaster Moonwatch auch noch ein nettes Bonbon oben drauf. Prädikat: Seichte, sehenswerte Unterhaltung.

Mehr: Moonwatch-Evolution: Omega Speedmaster Professional von 1957 bis heute

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