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Beim Modell Jump Over The Moon der jungen, britischen Uhrenmarke MAALS haben sich die beiden Gründer für eine Micro-Brand erstaunlich viele frische Ideen zugetraut. Der Name des Modells ist auf jeden Fall Programm: Das sehr eigenständige Design der Uhr bringt anstelle von Zeigern Scheiben für Minuten und Stunden (im „Jump Hour“-Stil) sowie eine Mondphasenanzeige mit. Alles weitere zur Uhr, den Vorbestell-Möglichkeiten und Rabatten, gibt’s in diesem Artikel…

Maals Jump Over the Moon JOTM schwarz

 

Kooperation

MAALS Jump Over The Moon: Familien-Unternehmen mit eigenständigen Design-Ideen

MAALS bringt zwei Dinge mit, die ich auf Anhieb sympathisch fand: Zum einen ist MAALS ein eigenständiges, kleines Familienunternehmen – es wurde von zwei Brüdern aus Warwickshire, England, gegründet, die ihre Liebe zu Uhren glaubhaft vermitteln. So kam auch der Markenname zustande: MAALS steht schlicht für die Initialien der beiden Vornamen sowie den Nachnamen der britischen Gründer Mark Anthony Andrew Lee Sealey (ehrlich gesagt dachte ich erst an eine Marke aus Finnland oder dergleichen ;-))

Zum anderen wäre da das äußerst eigenständige Design der MAALS Jump Over The Moon: Viel zu oft bleibt es bei neuen Micro-Brands bei schüchternen Taucheruhr- oder Bauhaus-Designs ohne echte Inspiration. Das ist natürlich ein einfacher und risikofreier Weg, den viele Micro-Brands gehen, da kaum Hirnschmalz in das Produktdesign fließen muss – allerdings macht sich schnell gähnende Langeweile breit. MAALS scheut das Risiko nicht und kombiniert im ersten Modell Jump Over The Moon mehrere Design-Elemente: Die Indizes in Kombination mit dem roten Sekundenzeiger (unbeschichtete Version) beispielsweise erinnern an einen Tacho:

MAALS J O T M

MAALS Tacho Watch Uhr

Ein weiteres zentrales Element der Jump Over The Moon ist – wer hätt’s bei dem Namen gedacht – eine Mondphasenanzeige mit darüber liegenden Scheiben für die Anzeige der Stunden und Minuten. Die Scheiben wiederum erinnern an sogenannte „Jump Hour“-Uhren, die in den 70er Jahren sehr beliebt waren. Der Name „Jump Hour“ (springende Stunde) rührt daher, dass der Stundenzeiger nicht langsam von Stunde zu Stunde schleicht, sondern alle 60 Minuten exakt auf die nächste Stunde springt.

Das Konzept der springenden Stunde wurde 1882 vom österreichischen Ingenieur Josef Pallweber für Taschenuhren entwickelt. Taschenuhren mit dieser Komplikation waren lange Zeit sehr beliebt. Später, in den 70er Jahren, erlebten die „Jump Hour“-Uhren eine Art Renaissance – so entstanden viele Quarz-, aber auch mechanische Modelle…

Jumphour
Taschenuhr mit springender Stunde, Bild von Wallstonekraft [CC BY-SA 3.0 oder GFDL], vom Wikimedia Commons
Bei der Umsetzung von MAALS springen die Stunden allerdings nicht: Das als zuverlässig geltende Quarzwerk aus dem japanischen Hause Miyota treibt die Scheiben „permanent“ an. Das Ablesen der Zeit ist sicherlich anfangs etwas ungewohnt, der Gewöhnungseffekt dürfte sich aber schnell einstellen. Hier im Beispiel ist es kurz nach 12 Uhr:

Maals Jump Over the Moon Mondphase Quarz

Die Kreativität der Sealey-Brüder hat auch nicht beim toll gestalteten Gehäuseboden aufgehört: Für eine Micro Brand-Uhr in der Preisklasse hat der Boden eine erstaunlich aufwendige Laser-Gravur. Die Zeichnung stammt vom britischen Künstler Chris Oxenbury, kurz „Okse“ und passt mit der Darstellung des Astronauten, der über den Mond springt wie die Faust auf’s Auge zur „Jump Over The Moon“.

MAALS Uhr Gehäuseboden Astronaut Alien

Ausgestattet ist die MAALS Jump Over The Moon mit einem stark gewölbten Mineralglas. Die Entscheidung der Gebrüder Sealey für ein Mineralglas ist nachvollziehbar: (kratzunempfindlicheres) Saphirglas mit dieser aufwendigen Wölbung ist in dieser Preisklasse realistischerweise nicht umsetzbar, weshalb Mineralglas eine nahe liegende Alternative ist. Auch der Retro-Chronograph von Undone oder die günstige Circula 50s Heritage setzen auf ein stark gewölbtes Mineralglas. Nur ein Kunststoffglas (Hesalit, Acryl oder Plexi) wäre vielleicht noch eine denkbare Alternative gewesen, ist aber deutlich kratzempfindlicher.

Jumping Hour Stil Uhr

Zwei Varianten der MAALS Jump Over The Moon stehen zur Verfügung: Eine etwas moderner wirkende Variante (mit schwarz-beschichtetem Gehäuse, schwarzem Ziffernblatt und schwarzem Lederband) sowie eine klassische, unbeschichtete Variante (mit silberfarbenem Sonnenschliff-Ziffernblatt und braunem Lederband). Beide Varianten haben ein Gehäuse mit 42 mm Durchmesser, was für die meisten Männer-Handgelenke eine ziemlich optimale Uhrengröße sein dürfte.

MAALS Wristshot

MAALS Wrist Shot

Maals JOTM

Crowdfunding und Vorbestellung: Bestellinformationen zur MAALS Jump Over The Moon

Die beiden Varianten der MAALS Jump Over The Moon können ab dem 23. Juli 2018 im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo mit einem „Early Birds“-Rabatt in Höhe von 35% (ca. 180€) vorbestellt werden. Sind die Early Bird-Uhren vergriffen, beträgt der Rabatt noch 30%.

Der Preis erscheint in Anbetracht des eigenständigen Designs und der pfiffigen Ideen als fair – wer optisch Gefallen an dem Modell findet und sich mit einem Quarz-Werk anfreunden kann, macht mit einem Kauf nichts falsch und unterstützt gleichzeitig ein kleines Familien-Unternehmen.

Wer sich für einen Kauf entscheidet, dem empfehle ich direkt den Kauf des Sets mit handgemachtem, pflanzlich gegerbtem Leder-Etui von der englischen Manufaktur FizzArrow. Coole Idee: An der Seite des Etuis befinden sich Reißverschlüsse, um mehrere Etuis miteinander zu verbinden.

Leder Etui Fizzarrow Maals

 

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Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Alf aus Mannheim

    Hallo, Mario,

    zwei Sachen verstehe ich nicht:
    1) Offensichtlich kommt nach der „12“ die „1“ (gleich das 1. Bild im Text von der schwarzen), warum nicht die „13“? Platz dafür wäre doch allemal?
    2) Was sollen die Zahlen auf der rechten Seite des Zifferblatts nahe dem Rehaut von 0-30? Die Sekunden anzeigen? Wenn ja, was ist mit den Sekunden von 31-60? Und warum werden die 5er Sekunden 2 x angezeigt?

    Mir scheint, da wurde wieder mal ein Design nicht konsequent zu Ende gedacht …

    Alf

    1. Mario

      Hi Alf,
      Guter Punkt – ich kann es leider nicht mehr nachschauen, da die Uhr mittlerweile wieder an MAALS zurück ging (siehe mein Review https://chrononautix.com/maals-jump-over-the-moon-jotm-indiegogo/). Ich gehe aber schon davon aus, dass da die „13“ kommt.
      Der zweite Punkt fällt denke ich unter „gestalterische Freiheit“ 😉

      Grüße nach MA
      Mario

  2. Günter

    Hallo,
    kontaktiere bitte mal die Firma MAALS. Das Logo der beiden Köpfe ähnelt dem der Firma Tandem Personaldienst. Diese Firma geht über Leichen und würde wenn das kein geschütztes Logo ist, die Firma MAALS bis zu allen Instanzen verklagen.
    Würde mich freuen wenn ich ein Feedback – von Dir oder der Firma MAALS – erhalten würde.
    Ich finde die Uhr uns sehr gelungen. Gerade das weisse Modell ist sehr ansprechend. Das mit der schwarzen Rückseite kombiniert wäre für meinen Geschmack Top.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter

    1. Mario

      Hi Günter,
      danke dir, ich habe MAALS drauf hingewiesen.
      Viele Grüße
      Mario

  3. Alf

    Die schwarze JotM auf dem 7. Bild im Artikel – ist die kaputt? Der „Zeiger“ steht doch eindeutig erkennbar _zwischen_ der 2 und der 3! Und das bei einer Uhrzeit von 2:25/14:25.
    Doch keine „springende Stunde“?
    Das fragt sich der
    Alf

    1. Mario

      Hi Alf,

      Es handelt sich bei der MAALS um eine Uhr im Jump Hour- Stil, siehe Hinweis im Bericht:
      „Bei der Umsetzung von MAALS springen die Stunden allerdings nicht: Das als zuverlässig geltende Quarzwerk aus dem japanischen Hause Miyota treibt die Scheiben „permanent“ an“

      🙂

      Viele Grüße
      Mario

  4. Günter

    Klingt hochinteressant. Bericht wie immer lesenswert. Danke

    1. Mario

      Danke dir Günter 🙂

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