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Am 12. April landet die CODE41 X41 im Vorverkauf. Und das schon zum sechsten mal. Von der allerersten Creator Edition im März 2019 bis hin zur Edition 5 im Juni 2021 wurden insgesamt 1.850 Stück der X41 verkauft, was einem Gesamtumsatz von fast 10 Millionen Schweizer Franken entspricht – eine weitere Auflage ist da nur logisch.

Die sechste Edition kommt dabei mit den bekannten Merkmalen wie ein Titan- oder AeroCarbon-Gehäuse sowie ein Kaliber mit peripherem Rotor. Gleichzeitig hat CODE41 eine ganz besondere Variante ausgetüftelt: Eine X41 im Gehäuse aus Saphirglas (!) – ein Merkmal, das man sonst nur bei Modellen jenseits der 50.000€ findet…

Code41 X41 Edition 6 2022 Varianten

Eckdaten der CODE41 X41 (Edition 6):

  • 100% in der Schweiz entworfenes, hergestelltes und montiertes Automatikwerk mit peripherem Aufzug, 45 Stunden Gangreserve, 28.800 bph, Ganggenauigkeit -2 bis +10 Sekunden pro Tag (getestet und reguliert in 5 Positionen)
  • Durchmesser: 42 mm / Höhe: 11,7 mm
  • Gehäuse aus Saphirglas (!) oder Titan Grade 5 oder Carbon
  • Saphirglas auf Vorder- und Rückseite
  • Wasserdichtigkeit 10 bar
  • Band: Leder oder Kautschuk, Anstoß 24mm / Bandtausch ohne Werkzeuge möglich
  • Preis (6. Edition): ab 5443 Euro
  • Vorbestellungen möglich ab 12. April 2022, direkt auf code41watches.comAnzeige

CODE41 X41 Edition 6 – aus Carbon, Titan und Saphirglas

Wie bei den vorherigen Editionen der CODE41 X41 gibt es die Edition 6 wieder in Gehäusen aus Carbon oder Titan. Da die Carbon-Gehäuse auf der Grundlage von Kohlefaserblöcken aus Toulouse, Europas Zentrum der Luft- und Raumfahrt, produziert werden, hat CODE41 das Material passenderweise AeroCarbon getauft.

Bei der ebenfalls erwerbbaren Variante aus Titan handelt es sich um Titan Grade 5, das deutlich leichter und mit rund 350 Vickers auch deutlich härter als Edelstahl ist. So weit, so bekannt.

Für die Edition 6 hat sich CODE41 aber etwas ausgedacht, das man in der Welt der Uhren höchstselten vorfindet: Saphirglas. Und nein, ich rede nicht von Saphirglas als Schutz des Zifferblattes (das hat die X41 sowieso an Bord). Ich rede von einem Gehäuse, das komplett aus transparentem Saphirglas besteht.

Saphirglas als Gehäusematerial gefällt sicherlich nicht jedem – die Optik ist schon sehr speziell und deutlich auffälliger als Carbon oder Titan, sie passt aber ganz hervorragend zur hochmodernen X41. Auf praktischer Seite gibt es außerdem einen großen Vorteil: Saphirglas gilt als quasi unzerkratzbar – im Alltag eines Otto Normal Uhrenfans kann nur Beton dem Saphirglas etwas anhaben (und Diamant – also vor dem nächsten Bad in einer Diamantbadewanne lieber vorher die Uhr abnehmen 😉 ).

Während Saphirglas als Deckglas für Zifferblätter heutzutage absoluter Standard ist, wagen sich bisher nur wenige Hersteller an ein ganzes Gehäuse aus Saphirglas ran: Da Saphirglas so hart ist, ist die Fertigung, insbesondere das Formen des Gehäuses, extrem aufwendig und teuer.

Code41 X41 Edition 6 2022 Saphir
Alle Farbvarianten der X41 im Saphirglasgehäuse

Bei der Produktion wird der synthetische Saphir zunächst auf der Basis von Aluminiumoxid hergestellt. Die Fusion erfolgt bei über 2000 °C unter Beigabe von Wasserstoff und Sauerstoff. Ähnlich wie bei einem Stalagmiten bildet sich auf dem Sockel nach rund 15 Stunden eine sogenannte Schmelzbirne, ein Korund (kristallisiertes Aluminiumoxid). Zur Stabilisierung wird das Material danach nochmals auf 1800 °C erhitzt. Diamantklingen zersägen die Korunde anschließend in Blöcke. Danach folgt die Oberflächenbearbeitung, also das Schleifen und „in Form bringen“ des Gehäuses.

In dieser Hinsicht geht CODE41 (wie man es von den Schweizern gewohnt ist) transparent auf die Kosten ein: die Herstellung eines Saphirglasgehäuses ist mit 3633€ pro Stück im Vergleich zu Titangehäusen mit 172€ satte 21 mal teurer. Das liegt insbesondere an der langen Zeit für die Formgebung und die extra dafür benötigten Spezialwerkzeuge, zum Beispiel zum Polieren oder Bohren.

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Zum Vergleich: Uhren mit Saphirglasgehäuse findet man in aller Regel im sehr hochpreisigen (Ultra-)Luxus-Segment – Beispiele sind die Hublot Big Bang Unico Sapphire (68.000€), die Bell & Ross BR 01 Cyber Skull Sapphire (105.000€) oder die Richard Mille RM 56-02 Tourbillon Sapphire (über 2 Millionen €). Wie man sieht: Preislich gibt es nach oben hin quasi kein Limit.

Die CODE41 X41 im Saphirglasgehäuse ist mit rund 15.000€ (je nach Ausführung) zwar auch nur etwas für den üppig gefüllten Geldbeutel. Meines Wissens nach handelt es sich aber mit Abstand um die günstigste Schweizer Uhr mit diesem besonderen Merkmal. Das macht diese X41-Variante zu einem absoluten Novum in dieser Preisklasse.


CODE41 bietet passend zum Saphirglasgehäuse (neben weiteren Bandvarianten wie Leder) auch wieder das markante R41-Armband an – in einer transparenten Variante. Wem das „a bissle too much“ ist, der kann auch auf andere Farben zurückgreifen.

Das Band besteht aus Fluorkautschuk, kurz FKM. Das Material gilt als besonders robust, sehr flexibel und ist kein Swiffer für’s Handgelenk (wie das bei manch anderen Kunststoffarten der Fall ist). FKM wurde ursprünglich nicht für Uhrenbänder entwickelt, sondern als Dichtmaterial für militärische Applikationen. In der Luft- und Raumfahrt und anderen anspruchsvollen Anwendungsbereichen sind Dichtungen aus FKM bis heute üblich (siehe z.B. Freudenberg Sealing Technologies).

CODE41 hat das R41-Band so konstruiert, dass der mittlere Teil heraussteht, wodurch seitliche Schlitze eine permanente Luftzirkulation ermöglichen und der direkt auf der Haut aufliegende Teil minimiert wird. Das ist sehr praktisch im Sommer, um kein Schweißbad unter dem Band zu verursachen – und auch optisch mehr als passend zur modernen CODE41 X41. Wie alle CODE41-Bänder kommt auch das R41-FKM-Band mit einem werkzeugfreien Schnellwechselsystem.

Code41 X41 Edition 6 2022
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CODE41 X41 Ed6 Product 02

Die neue CODE41 X41 Edition 6 bringt außerdem neue Farbvarianten für die Brücken mit, die das skelettierte Zifferblatt an der Ober- und Unterseite überspannen und für die charakteristische, moderne (und fast schon etwas „spacige“) Optik sorgen: Grün und „Regenbogen“. Wie für CODE41 typisch war in dieser Hinsicht die CODE41-Community maßgeblich mitbestimmend aktiv.

Die Regenbogen-Brücken sind in Zusammenarbeit mit der Positive Coating SA aus La Chaux-de-Fonds entstanden, einem Schweizer Spezialisten für die Dekoration von Uhrenkomponenten. Schön: Auch die Rückseite der X41, Brücken passenderweise in Form eines „X“, sind in Regenbogen-Farben gehalten.

Neben dem Saphirglasgehäuse ist bei der X41 Edition 6 ein weiteres Alleinstellungsmerkmal an Bord, welches das Modell maßgeblich vom Wettbewerb in dieser Preisklasse unterscheidet und die charakteristische Optik mitprägt: Ein Automatikkaliber mit unscheinbarem, kugelgelagerten „peripherem“ Aufzug, der sich wie auf einer Art Schienen auf Rollen am äußeren Rand bewegt und für die nötige Energie sorgt.

Ähnlich wie beim Saphirglasgehäuse ist auch ein peripherer Aufzug etwas, das nur sehr wenige Hersteller beherrschen (u.a. Bulgari oder Audemars Piguet). Auch hier gibt es bei den Preisen nach oben hin kein Ende.

Die CODE41 X41 Edition 6 kann ihre Stärke vor allem in der Kombination aus Saphirglasgehäuse und dem peripheren Kaliber ausspielen, da man von allen Seiten einen transparenten und weitgehend unverbauten Blick auf die Mechanik im Inneren hat.

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CODE41 X41 Ed6 Product 04

Am Dienstag, den 12. April, werden die Vorbestellungen für die X41 Edition 6 eröffnet – für insgesamt 3 Wochen. Die Auslieferung soll Anfang 2023 erfolgen.

Die Preise der X41 Edition 6 in der Übersicht (inklusive Steuern):

GehäusematerialFarbvariante (Brücken)Preis
TitanStahl5.443€
TitanSchwarz5.493€
TitanBlau5.543€
TitanGrün5.643€
TitanRegenbogen5.743€
AeroCarbonStahl5.948€
AeroCarbonSchwarz5.998€
AeroCarbonBlau6.048€
AeroCarbonGrün6.148€
AeroCarbonRegenbogen6.248€
SaphirStahl14.893€
SaphirSchwarz14.943€
SaphirBlau14.993€
SaphirGrün15.093€
SaphirRegenbogen15.193€

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Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Carsten

    Der Vergleich zu einer Uhr die lediglich einen Glasboden hat erschließt sich mir nicht und wer nicht möchte, daß Chinesen das arbeitsintensive Glasgehäuse bauen,
    kann doch nach wie vor bei Hublot usw. für ein vielfaches kaufen. Leider trifft die Uhr optisch nicht meinen Geschmack, ist aber technisch ein Leckerbissen.

    1. Mario

      Nun, es ist schon ein Unterschied, ob das ganze Gehäuse „aus dem vollen“ aus Saphirglas ist oder nur der Innencontainer oder? Vom Werk fange ich mal gar nicht an 😉

      1. Waldhoff

        Selbstverständlich! Aber dafür auch nur 1/10 des Preises. Damit qualitativ natürlich in einer ganz anderen Liga, aber eben auch wesentlich erschwinglicher.

  2. randori01

    Eine Swatch auf Dope, imho zum jetzigen Zeitpunkt absolut überflüssig. Die Herstellung des Gehäuses in China ist dann noch das I-Tüpfelchen, das die Uhr vollkommen absurd erscheinen lässt.

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