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Ich beschäftige mich auf diesem Blog seit je her vor allem gerne mit unabhängigen Uhrenherstellern und vor allem mechanischen Uhren mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Tatsächlich ist die Preiskategorie von unter 500€ heutzutage leider ziemlich dünn besiedelt – unter anderem wegen der Inflation und entsprechender Preissteigerungen bei Komponenten, die die Hersteller weitergeben müssen. Doch es gibt sie noch, die erschwinglichen Automatikuhren unter 500€ – die folgenden Modelle stellen meiner Meinung nach einen perfekten Einstieg in die Welt der mechanischen Uhren dar…

Dressig: Sternglas – junge Marke aus Hamburg

Sternglas Hamburg Automatik blau bronze

Der Schwerpunkt von Sternglas sind seit je her insbesondere Zeitmesser, die Uhrenfreunde typischerweise dem Bauhaus-Stil zuordnen – analog zur Bauhaus-Architektur, die 1919 von Walter Gropius mit Leitgedanken wie Funktionalität, Minimalismus und Klarheit ins Leben gerufen wurde. Ganz in diesem Sinne kommt auch die neue Sternglas Hamburg dunkelblau bronze mit besonders feinen bzw. schmalen Ziffern und/oder Indizes und klarer Ablesbarkeit. Gleichzeitig ist die Hamburg deutlich tooliger unterwegs als beispielsweise die Sternglas Naos (dazu gleich mehr) – vor allem wegen der ungewöhnlich eingeteilten zwei separaten Index-“Spuren”, die zu jeder vollen Stunde über einen langen Index verbunden sind. In der Summe ergibt sich eine Optik, die an nautische Instrumente wie Schiffsbarometer erinnert – passend zum hanseatischen Modellnamen.

Die Zifferblattfarbe der neuen Sternglas Hamburg, ein tiefes bzw. dunkles Navy-Blau, harmoniert dabei ganz wunderbar mit dem bronzefarbenen PVD-Beschichtung des mit 42mm eher sportlicher dimensionierten Gehäuses.

Sternglas hat bei der Hamburg dunkelblau bronze auf einen Sichtboden verzichtet und stattdessen eine detaillierte Gravur der Speicherstadt auf dem vierfach verschraubten Gehäuseboden verewigt. Hinter dem verschraubten Gehäuseboden aus Edelstahl tickt das als robust und zuverlässig geltende japanische Automatikkaliber 8215 mit 42 Stunden Gangreserve und 21.600 bph Frequenz aus dem Hause Citizen-Miyota. Preispunkt: 429€.

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Sternglas Naos Automatik Bronze

Die Modelle Sternglas Naos und die Sternglas Hamburg sind nah verwandt – das Blatt der Naos, das wie bei der Sternglas Hamburg von einem kratzfesten Saphirglas geschützt wird, ist allerdings deutlich dressiger und der Archetyp eines Blattes im Bauhaus-Dunstkreis.

Ganz im Sinne des Bauhaus-Geistes kommt die Sternglas Naos, die ein wesentlicher Eckpfeiler im Sortiment der 2016 gegründeten Hamburger Uhrenmarke ist, mit der klassischen Einteilung, die man von den anderen Naos-Modellen schon kennt – sprich: scharfe, schmale, relativ große und kontrastreiche Stundenindizes mit arabischen Ziffern zu jeder zweiten Stunde.

Passend zum dressigeren Erscheinungsbild ist auch das Gehäuse mit 38mm deutlich kleiner als bei der Sternglas Hamburg. Für den Antrieb sorgt ebenfalls das “Miyota 8215 Automatikwerk, das als unverwüstlicher “Traktor” gilt – auch hier übrigens löblicherweise mit farblich auf das Blatt abgestimmter Datumsscheibe. Preispunkt: 429€.

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Sportliche Japaner: Orient Mako und Seiko 5 GMT

Seiko 5 GMT

Die Seiko 5 hat ihre Ursprünge im Jahre 1968. Dabei stammt die Neuauflage in Form der Seiko 5 bzw. der hier empfohlenen GMT-Variante Seiko 5 GMT klar aus dem Design-Dunstkreis der ziemlich populären, aber mittlerweile nicht mehr erhältlichen Seiko SKX007: Das Gesicht der Uhr, also der ganze Zifferblattaufbau, Zeigersatz und Indizes (mit den charakteristischen feinen Spitzen) sind quasi identisch. Geschützt wird das Zifferblatt dabei allerdings nicht durch Saphirglas, sondern gehärtetes Mineralglas (Hardlex).

Der Glasboden gibt den Blick auf das rudimentär dekorierte Automatikwerk der Seiko 5 GMT frei. Das Kaliber ist einerseits eine Neuentwicklung, andererseits aber ein alter Bekannter: Es handelt sich um die mit 41 Stunden Gangreserve ausgestattete “Office GMT”-Variante der bewährten und robusten Kaliberreihe 4R, die unter dem Namen Seiko NH35 bekannt ist. Preispunkt: 490€.

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Orient Mako

Wir bleiben in Japan: Mit der Mako 40 hat der japanische Uhrenhersteller Orient kürzlich eine verschlankte Variante der beliebten Taucheruhr lanciert, die im Detail weitere Änderungen erfahren hat wie beispielsweise das Weglassen des Kronenschutzes. Augenscheinlich ist auch die gänzlich neue Farbe – die hier gezeigte Variante nennt Orient schlicht Apricot

Genau wie in der Orient M-Force tickt auch in der neuen Mako 40 das von Orient im eigenen Hause produzierte “Made in Japan”-Automatikaliber F6722 mit Diashock-Stoßsicherung, Sekundenstopp und 40 Stunden Gangreserve, die durch 30-maliges Aufziehen über die Krone (oder natürlich Tragen) erreicht werden. Preispunkt: 349€.

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Eckig: Venturo

Ansässig ist Venturo, ein Markenableger von der etablierten Microbrand Gruppo Gamma, in der “Lion City” Singapur, dem Microbrand-Hotspot überhaupt mit gestandenen Marken wie beispielsweise BOLDR oder Zelos.

Die Venturo Field Watch #2 orientiert sich dabei an einem eher unbekannten Vintage-Relikt: Die Rolex Oyster Army 3139, die im Zweiten Weltkrieg an die alliierten Truppen ausgeliefert wurde und damit – wie der Name ja schon sagt – eine klassische Field Watch ist.

Das augenscheinlichste Merkmal der Venturo Field Watch #2 ist zweifellos das kissenartige Design des Gehäuses, das auch bei genannter Rolex zu finden ist.

Venturo hat bei der Field Watch #2 das Zifferblatt-Design der Rolex Oyster Army im Wesentlichen übernommen und gleichzeitig mit einem feinen Sonnenschliff auch schöne Finesse spendiert. Preispunkt: 400€.

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Auffällig: Sternglas Hamburg Automatik Argo

Last but not least gehen wir noch mal in die Hansestadt – aus aktuellem Anlass: Sternglas hat das Jahr 2024 mit einer neuen, farbenfrohen Automatik-Variante der Sternglas Hamburg eingeläutet, die im Zeichen des Sternbildes Argo steht. Das Modell zeigt dabei deutlich, dass die Analogie vom Zifferblatt als “Gesicht einer Uhr” mehr als treffend ist: Die auf 1999 Stück limitierte Sternglas Hamburg zeigt sich in der Edition Argo gegenüber der klassischen Sternglas Hamburg deutlich verspielter – insbesondere wegen des Farbspektakels auf dem satinierten und gewölbten, dunkelblau-mint-orange-grünen Zifferblatt: Nicht nur im Bauhaus-Design, in dem Sternglas seit je her beheimatet ist, spielen Farben eine große Rolle (siehe zum Beispiel die charakteristische rote Tür zum Bauhaus-Gebäude in Dessau), sondern passenderweise auch in der Astronomie – insbesondere wenn es um die Beobachtung von Sternen, Planeten und anderen Himmelsobjekten geht: So strahlen beispielsweise kühlere Sterne rötlich oder orange, während heiße Sterne bläulich erscheinen (sogenannte Spektralklassen der Fixsterne). 

In der Sternglas Hamburg Edition Argo tickt ebenfalls das zuverlässige und robuste Automatikkaliber Miyota 8215 aus Japan und es kommt ein kratzfestes Saphirglas zum Einsatz. Preispunkt: 429€.

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