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Frankreich gilt als traditionsreiches Zentrum für hochwertige Uhrmacherkunst, das im Laufe der Jahrhunderte viele renommierte Uhrmacher hervorgebracht hat, darunter Breguet. So waren insbesondere die Städte Besançon und Paris wichtige Zentren der französischen Uhrmacherei.

In jüngerer Zeit sind jedoch auch neue, kleinere Hersteller in der “ville lumière” Paris aufgetaucht, und zwar der Hersteller Charlie Paris, der in Deutschland noch nicht allzu bekannt ist, immerhin aber schon fast 10 Jahre auf dem Buckel hat…

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Eckdaten Charlie Paris Concordia GMT:

  • Schweizer Automatikkaliber Soprod C125, Stunde, Minute, Sekunde, Datum, GMT-Funktionalität, 25 Steine, 28,800 bph, 40 Stunden Gangreserve, Ganggenauigkeit/Reglage auf -4/+10 Sekunden pro Tag, Incabloc-Stoßsicherung
  • Gehäuse aus 316L Edelstahl
  • Durchmesser 40 mm
  • Horn-zu-Horn 47,5mm
  • Höhe 12,5mm
  • Einseitig drehbare Lünette mit eloxiertem Aluminium-Inlay
  • Gehäuseboden verschraubt, Sichtboden
  • Gewölbtes Saphirglas, 3mm dick, mit Antireflexbeschichtung
  • Verschraubte Krone mit rot gefärbter Welle
  • Wasserdichtigkeit 300 Meter / 30 bar
  • Super-LumiNova auf Stundenindizes und Zeigern.
  • Preis: 1425€, direkt über charlie-paris.com

Charlie Paris Concordia GMT in der Vorstellung

Charlie Paris hat es sich nach eigenen Aussagen das Ziel gesetzt, das Erbe der französischen Uhrmacherei fortführen – und die Franzosen scheinen auf einem guten Weg: Der Uhrenhersteller wurde 2014 von den zwei Kindheitsfreunden Ambroise und Adrien gegründet und verfügt heute immerhin schon über ein 15-köpfiges Team. Alle Uhren werden dabei im Herzen von Paris entworfen und qualitätskontrolliert. Auch die eigentliche Produktion findet in Paris mit fünf eigenen Uhrmachern statt – heutzutage alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Entsprechend sind alle Modelle von Charlie Paris “Made in France” – Ehrensache für eine stolze Nation wie Frankreich.

Im selben Gebäude, wo Design, Produktion und Qualitätskontrolle stattfinden, ist auch die Boutique von Charlie Paris – in der Rue Saint-André des Arts, genau auf dem Weg zwischen Pantheon und Louvre (für Uhrenfreunde also perfekt für einen Zwischenstopp bei der nächsten Sightseeing-Tour durch Paris).

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Ambroise und Adrien
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Während Charlie Paris mit der Entwicklung von dressigen Dreizeiger-Quarzuhren begann, hat der Hersteller in den letzten Jahren zunehmend robustere Sport-Uhren wie die Concordia mit mechanischem Schweizer Automatik-Innenleben auf den Markt gebracht.

Charlie Paris hat die Concordia entwickelt, um den Abenteurer Matthieu Tordeur anno 2018 auf seiner Solo-Skireise durch die Antarktis zu begleiten: Tordeur legte in 52 Tagen bei Temperaturen von bis zu -50 °C rund 1.150 km zurück. Er war damit der erste Franzose und jüngste Entdecker, der mit Skiern von der Küste des antarktischen Kontinents (Hercules Inlet) bis zum Südpol fuhr – Weltrekord!

Nun wird auch die Namenswahl des Zeitmessers klar: Die Station Dome Concordia (kurz Dome C) ist eine seit 2005 von Italien und Frankreich betriebene wissenschaftliche Forschungsstation, gelegen auf dem Dome Charlie im Polarplateau und im Wilkesland der Ostantarktis. Die Station ist eine von drei Stationen auf dem antarktischen Kontinent, die das ganze Jahr über in Betrieb sind.

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Tordeur mit seiner Concordia

Die neueste Variante der Charlie Paris Concordia ist die Concordia GMT, die im Grundaufbau ein klassischer, funktionaler Diver ist. Die Verknüpfung einer GMT-Komplikation, also die Zusatzfunktion einer zweiten Zeitzone, mit einer Taucheruhren-Basis, ist ein naheliegender Schritt, den man schon von anderen größeren und kleineren Herstellern kennt. Denn: Eine drehbare Lünette, ein klar ablesbares Zifferblattdesign sowie ein robustes und wasserdichtes Gehäuse (sehr ordentliche 30 bar bei der Concordia GMT) sind auch bei einer GMT-Uhr willkommene Grundeigenschaften.

Vor dem Hintergrund ist zu beachten, dass bei der Concordia GMT die 24-Stunden-Skalierung als Referenz für den GMT-Zeiger auf das Rehaut gewandert ist, während die einseitig drehbare Lünette mit einer klassischen Tauchereinteilung und Leuchtpunkt zwecks Einstellung des Tauch-Startzeitpunktes (oder anderer “banaler” zu messender Zeiten wie die Lasagne im Backofen) kommt.

Das aus 316L-Edelstahl gefertigte Gehäuse hat einen Durchmesser von 40 mm und eine Höhe von 12,5 mm. Auch das Horn-zu-Horn-Maß fällt mit 47,5 mm relativ zurückhaltend aus und verspricht guten Tragekomfort am Handgelenk. Form und Design sind klassisch gehalten, mit einer Kombination aus gebürsteten Oberflächen und polierten Akzenten an den Seiten.

Die Concordia GMT ist in vier Farbvarianten erhältlich, und zwar BlauSchwarz, Rauchbraun (“Smoked Brown”, d.h. Braun mit Farbverlauf) sowie ein speziell texturiertes, grünes Zifferblatt. Insbesondere letztere Variante mit der charakteristischen Zifferblattstruktur, die an Rinde erinnert, sticht ins Auge. Abgerundet werden die jeweiligen Varianten von dem auffällig farblich zweigeteilten Rehaut (zwecks Unterscheidung der GMT-Uhrzeit in Tag und Nacht). Weitere liebevolle Details wie der farblich abgestimmten GMT-Zeiger und das applizierte Charlie Paris-Logo, ein stilisierter Storch, sind durch das gewölbte, 3 mm dicke, entspiegelte Saphirglas sichtbar.

Schließlich ermöglicht ein verschraubter, transparenter Saphirglas-Sichtboden dem Träger den Blick auf das GMT-Uhrwerk, das mit einem gravierten Charlie Paris-Rotor kommt…

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Soprod C125 an Bord

Im Inneren des Gehäuses tickt das Schweizer GMT-Automatikkaliber Soprod C125, dessen Grundlage das Soprod A10-2 ist (heute bekannt als M100). Die Architektur des C125 basiert dabei im Wesentlichen auf dem bekannten Schweizer Kaliber ETA 2893-2, das mit 4 Hz bzw. 28.800 bph tickt, über eine Gangreserve von 40 Stunden verfügt und mit einer Incabloc-Stoßsicherung für die Unruh kommt, um die Robustheit zu erhöhen.

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Noch ein paar Worte zu Soprod: Der spezialisierte Hersteller ist seit immerhin 1966 aktiv und lässt sich daher durchaus als Traditionsunternehmen bezeichnen. Seit 2007 ist Soprod unter dem Schirm der spanischen Festina Group. Soprod-Kaliber sind aber nach wie vor Swiss Made: die Produktion findet in Les Reussilles im Berner Jura statt. Da mittlerweile keine ETA-Werke mehr für die allermeisten Uhrenhersteller beziehbar sind, springen (neben Sellita) auch zunehmend andere Hersteller wie eben Soprod in die Bresche.

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Die Charlie Paris Concordia GMT ist in den vier genannten Farbvarianten zum Preis ab 1375€ verfügbar. Dabei stehen drei Armbandvarianten zur Auswahl (Leder, Nylon und Stahl).

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2 Kommentare
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randori01
2 Monate zurück

Hallo Mario,
vielen Dank für den Hersteller, der offenbar durchaus ansprechendes produziert.
Was mir jedoch leider fehlt sind Angaben zur Verarbeitungsgüte Gehäuse, Band. etc.und würde mich über Nachlieferung freuen,
Viele Grüße
Randori01

Wolfgang Kühn
2 Monate zurück

Hallo Mario!

Danke für die gelungene Vorstellung!

Mir gefallen insbesondere die grüne und dann die braue Variante.
Ob ich unbedingt dann das Edelstahl-Armband nehmen wollte – ich würde auf jeden Fall das Nylon-Band mit bestellen wollen.

Dem Soprod – Datenblatt entnehme ich, dass es sich um eine Office GMT handelt.
Auch gefallen mir die Krone mit farblich abgestimmten Farbring, sowie die farbliche Abgrenzung der Nacht-Illumination des Höhenrings (Rehaut). Allerdings fehlt letztere auf den Bildern der Hersteller-Website.

Die Citizen Series 8 GMT Automatik ist eine Traveller GMT – ebenfalls markanten Akzenten.

Off Topic:
Ob 40 Stunden oder 60 Stunden oder gar 80 Stunden Gangreserve ist mir egal, wenn ich die Uhr längere Zeit trage.

Zur Ganggenauigkeit möchte ich folgende Aussagen zur neu erworbenen Citizen treffen:
Ständig getragen, nach der Morgendusche abgewischt.

Woche 0: einfach laufen lassen und dann exakt gestellt.
Woche 1: +12 Sek
Woche 2: +32 Sek
Woche 3. +55 Sek
Die Uhr geht also derzeit in drei Wochen ca. 1 Minute vor.

Viele Grüße