Manchmal braucht es keinen radikalen Neustart, sondern einfach ein paar gezielte Stellschrauben. Genau diesen Weg geht VANDAAG (plattdeutsch für heute) in gewohnt nordisch-unaufgeregter Art mit den neuen Farbvarianten der Schallmauer Automatik – und das ist ausdrücklich nicht negativ gemeint. Denn statt das bewährte Konzept über Bord zu werfen, haben die Oldenburger ihrem mechanischen Fliegerchronographen ein Feintuning verpasst: Neue Farbvarianten (davon eine gänzlich neue), ein neues Stahlband mit werkzeugfreier Feinjustierung und ein paar Detailänderungen sorgen dafür, dass sich die Schallmauer vertraut anfühlt, aber trotzdem frischer wirkt als zuvor.

Eckdaten VANDAAG Schallmauer Automatik:
- Schweizer Sellita SW510 BHa Elaboré, Gangreserve: 62 Stunden, Gangabweichung +/- 5 Sekunden pro Tag, modifizierte Datumsscheibe rot mit weißen Ziffern, modifizierte Schwungmasse
- Zifferblatt gewölbt und mattiert, Totalisatoren 3 und 9 Uhr mit Sonnenschliff, Schweizer Super-LumiNova BGW9 bzw. Old Radium Grade A
- Saphirglas doppelt gewölbt, Innenseite entspiegelt
- Gehäuse aus 316L Edelstahl teilpoliert/gebürstet
- Durchmesser 42,5 mm / Horn-zu-Horn 50 mm
- Wasserdicht bis 100 Meter / 10 Bar
- Schraubkrone auf 3 Uhr
- 15 mm Höhe (16,3 mm inkl. Saphirglas)
- Geschraubter Gehäuseboden mit Saphirglas-Sichtfenster
- Lünette aus 316L Edelstahl mit Keramikeinlage glänzend, 60er Rasterung, bidirektional drehbar, 60-Minuten Markierung, Dreieck in zentraler Position mit Super-LumiNova
- Mattes Lederband „Made in Italy“, Bandanstoß 22 mm, verjüngt auf 20 mm, Schnellwechselfederstege
- Stahlband im fünfgliedrigen Jubilee-Stil, werkzeugfreie Feinjustierung
- Preis: ab 1899€

VANDAAG Schallmauer Automatik im Test
Die Grundidee der Schallmauer bleibt auch in der Generation „Zwo Punkt Null“ unangetastet: Ein klassischer Bicompax-Fliegerchronograph mit klarer Instrumenten-Ästhetik, d.h. mit einer horizontalen Anordnung von zwei Totalisatoren auf „3 Uhr“ (30-Minuten-Zähler) und „9 Uhr“ (kleine Sekunde) sowie zentraler Stoppsekunde. VANDAAG hat die aufgeräumte Optik und die perfekte Symmetrie der Schallmauer grundsätzlich nicht verändert – gut so!



Eine gewisse Ähnlichkeit zur Heuer 1550 SG, dem offiziellen Bundeswehr-Fliegerchronographen der 60, 70er und 80er Jahre, ist dabei nicht von der Hand zu weisen (mehr dazu im Artikel über Bundeswehr-Uhren). Die Heuer 1550 SG folgte Ende der 60er auf die vorher zum Einsatz kommenden, deutschen Modelle Hanhart 417 und Junghans J88. Die heute bei Vintage-Sammlern extrem beliebte Heuer 1550 SG kam unter anderem beim fliegende Personal von Heer, Marine und Luftwaffe (z.B. Starfighter-Piloten) sowie bei den Fernspähtruppen zum Einsatz.
Vintage-Originale der Heuer 1550 SG sind preislich ziemlich knackig. Und ohne Erfahrung mit Vintage-Uhren sollte man ohnehin große Vorsicht walten lassen, um kein Geld zu verbrennen. TAG Heuer bietet außerdem keine originalgetreue Retro-Neuauflage an (warum, weiß wohl nur TAG Heuer selbst). Entsprechend ist der Griff zu Alternativen wie die VANDAAG Schallmauer naheliegend, wobei an dieser Stelle auch noch mal betont sei, dass die Schallmauer alles andere als eine „plumpe“ Hommage der Heuer 1550 SG ist, sondern einige eigenständige Designelemente mitbringt.


Unverändert bei der Schallmauer bleibt das gemeinsame, grundsätzliche Layout mit gedruckten Stundenziffern (die zum Glück nicht von den Totalisatoren „angesäbelt“ werden, wie das leider bei so manchem Retro-Chronographen im Bereich der Totalisatoren vorkommt), großzügigen, „tropfenartigen“ Leuchtpunkten und den losangenförmigen Zeigern, also eine Art langgezogene Rautenform, die man von klassischen Beobachtungsuhren kennt. Die rote Datumsanzeige in zentraler „sechs Uhr“-Position ist (zum Glück!) auch weiterhin dabei – ein Detail, das polarisiert, aber inzwischen fest zur DNA von VANDAAG gehört. Sie greift farblich die Spitze des zentralen Chronographenzeigers auf und bringt ein kleinen Farbtupfer in die sehr aufgeräumte Gestaltung.



Das Datumsfenster erinnert dabei außerdem ein wenig an das rot umkringelte „3H“ auf dem Zifferblatt von Bundeswehr-Chronographen wie der Orfina Porsche Design Military mit Lemania 5100 oder bei einer Variante der oben beschriebenen Heuer 1550 SG – ein Hinweis auf den damaligen Einsatz von Leuchtmasse auf Ziffern und Indizes auf Basis von Tritium (Hydrogen-3, kurz 3H).


Spannend wird es mit Blick auf die Farbvarianten der Schallmauer Automatik: VANDAAG hat sich offenbar intensiv mit Feedback beschäftigt und diese sichtbar weiterentwickelt. Die „Old Radium Nr. Zwo“, bei der Erstauflage noch im „Reverse Panda“-Stil, tritt nun mit schwarzen statt weißen Totalisatoren auf. Die Uhr wirkt dadurch etwas klarer und deutlich stimmiger mit Blick auf die Ziffern und Indexe mit Super-LumiNova in der Farbe Old Radium, also einer bräunlicher „Faux-Patina“ – hier in der besseren Qualitätsstufe Grade A, d.h. mit besserer Nachleuchtkraft und -Dauer. Die Ablesbarkeit ist in der Summe ganz hervorragend, insbesondere auch wegen des kontrastreich-weißen Zeigersatzes.




Genau anders herum verhält es sich bei der blauen Variante: Diese kam in der Variante 2022 mit blauen Totalisatoren auf blauem Blatt, nun aber im Reverse Panda-Stil. Hier sind die Totalisatoren also jetzt weiß ausgeführt. Unverändert bei allen Varianten sind die feinen Rillen innerhalb der Totalisatoren (sogenanntes Schallplattenmuster).



Dass die Oldenburger gerne auch auf Gold-Akzente setzen, wissen wir spätestens seit der VANDAAG Tiefsee Gold-Kraft und Gold-Ruhe. Und so tanzt die gänzlich neue „Gold Harmonie“-Variante der Schallmauer ziemlich aus der Reihe: Grünes Zifferblatt mit grüner Keramikünette, Old Radium-Super-LumiNova, goldfarbene Akzente in Form eines goldfarbenen Zeigersatzes und insbesondere sehr präsente goldfarbene Totalisatoren. Dazu die bewährte Schallmauer-Zifferblattgestaltung – diese Kombination hätte auch schiefgehen können. Tut sie aber nicht. Im Gegenteil: Diese Variante wirkt überraschend stimmig und hebt sich durch die durch und durch warme Farbgebung deutlich vom restlichen Line-up ab.
Das Grün ist satt, aber nicht grell, die goldenen Details setzen schöne Kontraste, ohne ins Protzig-Opulente abzurutschen. Wer bislang dachte, die Schallmauer sei ausschließlich eine nüchterne Toolwatch, wird hier eines Besseren belehrt. Es liegt aber etwas in der Natur der Sache, dass diese Farbgebung nicht ganz so optimal ablesbar ist wie die Reverse Panda Blau bzw. die Old Radium Nr. Zwo.




Die Lünette ist bei allen Varianten mit einer 60er-Rastung knackig drehbar, und zwar (anders als bei einer Taucheruhr) bidirektional, d.h. in beide Richtungen. Historisch betrachtet ermöglicht(e) eine solche Fliegeruhren-Lünette die Unterstützung des Piloten bei der Navigation. Zwar hat der Pilot natürlich in der Regel schon vor dem Start eine ziemlich genaue Vorstellung über die geplante Flugstrecke – am Ende des Tages muss er aber natürlich irgendwie berechnen, wo denn nun in welchem Winkel „abgebogen“ werden muss. Insbesondere bei Kursänderungen über dem Meer konnte sich der Pilot schließlich an keinen visuellen Anhaltspunkten am Boden orientieren (Fliegen „auf Sicht“, z.B. anhand des Küstenverlaufs). Heute ermöglicht die moderne Satellitennavigation (GPS etc.) eine auf wenige Meter genaue Positionsbestimmung, weshalb eine „Old School“-drehbare Lünette aus funktionaler Sicht in der Regel nicht mehr notwendig ist – aber zu einer analogen Fliegeruhr natürlich irgendwie dazu gehört und sicherlich von dem einen oder anderen Hobbypiloten auch noch entsprechend genutzt wird.
Die Lünette kommt ferner mit einer nachleuchtenden Markierung (zentrales Leuchtdreieck), die (genau wie Zeiger und Indizes auf dem Zifferblatt) mit Schweizer Super-LumiNova BGW9 bzw. Old Radium in der Qualitätsstufe Grade A belegt ist.

Die Einlage der Lünette besteht (anders als bei der Quarz-Schallmauer) nunmehr aus hochglänzender, kratzfester Keramik. Einerseits verleiht die glänzende Keramik dem Modell einen etwas moderneren Touch, andererseits hätte ich mir insbesondere bei den Old Radium-Varianten auch eine mattierte Oberfläche sehr gut vorstellen können (ähnlich wie beim Marc & Sons Racing Chrono), um den Retro-Charakter zu unterstreichen.
Schön: Die Ziffern und Indizes sind dezent in die Keramik vertieft. Die Strichindizes bzw. Ziffern haben nur im „5-Minuten-Takt“ eine Färbung spendiert bekommt, der Rest ist ungefärbt und damit Ton-in-Ton mit der Keramik. Gut so, denn dadurch wirkt die Lünette aufgeräumter, was gut zum klar strukturierten Zifferblatt passt.

Die Schallmauer ist kein Leichtgewicht: Am Stahlband setzt das Modell Kurs Richtung 200 Gramm-Marke (mit allen Gliedern; nur Uhrenkopf = ca. 100 Gramm). Das hochwertig-fein satinierte Gehäuse misst außerdem 42,5 Millimeter im Durchmesser (Horn-zu-Horn 50 mm) und ist durch das Automatikwerk entsprechend hoch gebaut (15 mm bzw. 16,2 mm inklusive Saphirglas). Ordentlich Präsenz am Handgelenk ist da garantiert. Falls man allzu schmale Handgelenke hat, sollte man dies aber im Hinterkopf behalten. In jedem Fall steht die Gehäusehöhe in einem stimmigen Verhältnis zum Durchmesser.


VANDAAG „kaschiert“ die Größe außerdem ein Stück weit, indem die Hörner einem dynamischen Schwung folgen, wodurch sich das Gehäuse gut an das Handgelenk anschmiegt. Vor allem in Verbindung mit dem sich verjüngenden (22-20 mm), super-flexiblen, handgenähten Lederband aus Italien ist der Tragekomfort in der Summe mehr als ordentlich. Neu ist, dass – neben der klassischen Dornschließe – das Lederband ab 2026 auch mit einer Faltschließe mit toller abgekanteter Optik und satiniertem Finish geordert werden kann.
Gut auch: Das Lederband hat Schnellwechselfederstege an Bord, wodurch es sich schnell und werkzeugfrei wechseln lässt – zum Beispiel auf das neue Stahlband, das ebenfalls Schnellwechselfederstege an Bord hat.



VANDAAG liefert optional erstmals ein fünfgliedriges, Jubilee-artiges Band, das optisch hervorragend zur Schallmauer passt. Es nimmt dem Chronographen etwas von seiner tooligen Strenge und verleiht ihm eine fast schon sportlich-elegante Note. Besonders gelungen ist die Faltschließe: Hochwertig verarbeitet, mit polierter Fase und mit werkzeugfreier Feinjustierung ausgestattet. Im Alltag ein echter Gewinn, gerade an warmen Tagen bzw. bei wechselnden Temperaturen. Einmal getragen, möchte man dieses Feature nicht mehr missen. Die Glieder sind außerdem miteinander verschraubt.



SW510 an Bord
Die Schallmauer war eines der ersten Modelle der norddeutschen Microbrand. An Bord zunächst: ein Miyota 6S21 Quarz-Werk und ein günstiger Preis. Anno 2022 hat VANDAAG dann eine Automatikvariante mit Sellita-Kaliber nachgeschoben – etwas, an das sich nur die wenigsten Microrbands rantrauen. Denn: Während das Schweizer Dreizeiger-Kaliber Sellita SW200-1 für Pi mal Daumen 100€ bezogen werden kann (und somit einen vergleichsweise günstigen Einstiegspreis für Taucheruhren & Co. erlaubt), kostet das SW510 Chrono-Kaliber ein vielfaches davon (je nach Abnahmemenge circa Faktor vier).
Logisch: Entsprechende Chronographen mit dem SW510 an Bord sind im Allgemeinen dadurch deutlich teurer als beispielsweise eine „einfache“ Taucheruhr und steuern preislich in aller Regel mindestens Richtung 2000€, teilweise sogar deutlich darüber – insbesondere Uhrenfreunde, die sich einer Marke erstmals „annähern“ wollen, ist das natürlich eine gewisse „Hemmschwelle“. Hinzu kommt: Die Investition, die eine Microbrand für die Anschaffung der Kaliber stemmen muss, haut ganz schön rein und bindet Kapital (Stichwort Mindestabnahmemenge!) – verständlich daher, dass VANDAAG die Schallmauer Automatik anno 2022 mit Hilfe von Kickstarter angeschoben hat – heute ist die Schallmauer aber regulärer Bestandteil des Sortiments, ganz ohne Vorbesteller-Geduldsprobe.

Ein durch vier Schrauben fixierter Saphirglasboden erlaubt den Blick auf das Kaliber SW510, hier übrigens in der Variante „BH a“, das die beschriebene symmetrische, horizontale Bicompax-Aufteilung und die zentrale Stoppsekunde ermöglicht. Das SW510 kommt dabei konkret in der Elaboré-Ausführung, läuft mit etwa plus/minus 5 Sekunden pro Tag und bringt dank überarbeiteter Federhäuser mittlerweile rund 62 Stunden Gangreserve mit. Technisch ist das Ganze mit Blick auf die Preisklasse absolut stimmig – emotional gegenüber Quarz für viele Uhrenfreunde sowieso.
VANDAAG nimmt (neben der erwähnten roten Datumsscheibe) am Kaliber außerdem eine Modifikation vor – in Form eines schicken VANDAAG-Rotors, der schwarz galvanisiert wird und das silberfarbene VANDAAG-Bildlogo trägt. Weitere nennenswerte Dekorationen finden wir hier nicht vor – schade, denn insbesondere gebläute Schrauben hätte ich noch als ein sinnvolles Upgrade empfunden.


Abschließende Gedanken
Unterm Strich zeigt die neue Schallmauer Automatik, wie sinnvoll eine behutsame Weiterentwicklung aussehen kann. Evolution statt Revolution, gezielte Verbesserungen an genau den Stellen, die im Alltag und fürs Auge zählen. Die neuen Farbvarianten bringen Abwechslung, das Stahlband mit toller werkzeugfrei feinjustierbarer Schließe erhöht die Vielseitigkeit, und das bewährte Sellita-Kaliber sorgt weiterhin für zuverlässigen Antrieb.
Ist die VANDAAG Schallmauer Automatik ein IWC-Killer? Darauf ein klares Nein! Diese Aussage ist einfach quatsch: Man kann nicht einfach behaupten: Naja, wenn mir der IWC Pilot’s Watch Chrono mit 8800€ Liste zu teuer ist, dann kauf ich mir halt die VANDAAG und spar 6800€ – prima! Das ist natürlich völliger Quatsch. Meine Uhrennerd-Erfahrung zeigt: Wenn man sich auf eine Uhr eingeschossen hat und sich diese einigermaßen realistisch auch leisten kann, darf man sich diese auch durchaus mal gönnen. Dennoch gehört auch zur Wahrheit: Man bekommt für den Preis eines IWC Pilot’s Watch Chronographen Vier Komma Fünf VANDAAG Schallmauer Automatik. Ist die IWC (ganz nüchtern betrachtet) >4x mal „besser“ (Haptik, Optik)? Auch darauf ein klares Nein. Natürlich: Wenn man auf eine starke, bekannte Marke wert legt, so ist die IWC vielleicht eher das Richtige für mich – aber, wenn man sich im Bereich Flieger-Chronos offen zeigt für Optionen, sollte man sich die Schallmauer auf jeden Fall näher anschauen, denn das sympathisch-nahbare VANDAAG-Duo Malte und Tim bietet einfach ein top Gesamtpaket mit hervorragender Preis-Leistung – der Listenpreis der VANDAAG Schallmauer Automatik startet bei 1899€ (am Lederband) und ist damit auch auf einem wettbewerbsfähigen Niveau mit Blick auf vergleichbare mechanische (Flieger-)Chronographen von unabhängigen Marken wie Hanhart (417 ES) oder Marc & Sons (Navy Pilot Chronograph).



Zum Vergleich hier noch Bilder der alten Schallmauer:

































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Optisch ein gelungenes Werk. Wie schon beschrieben hätte man einen vollverschraubten Boden oder einen mit 6 oder 7 einzelnen Schrauben befestigten einsetzen können. 4 Schräubchen finde ich technisch etwas mager.
Wunderschöne Uhr! Nur die Limitierung auf 100 Stück je Variante wirft Fragen auf. Klar ist, dass Vandaag als Microbrand keine großen Stückzahlen erreichen wird. Also spielt man die Limitierungskarte. Wird schon keiner merken.
Sorry, aber dieser Limitierungshype ist doch mehr oder minder ein Marketing-Gag. Hat Vandaag das nötig?
Hallo Frank, ob ein Gehäuseboden vollverschraubt oder mit 4 oder mehr Schrauben „flachverschraubt“ ist hat nichts mit Qualität zu tun. Ein flachverschraubter Gehäuseboden hat sogar technisch einige Vorteile: die Dichtungen werden weniger beansprucht als vollverschraubten, Stichword Quetschung und Reibung beim Verschrauben und Öffnen. Zudem nimmt bei zunehmenden Druck die Wasserdichtig sogar zu weil der Boden stärker auf das Gehäuse gepresst wird. Die Flachverschraubung bietet auch die Möglichkeit eine größere Dichtfläche einzusetzen anstelle eines sehr dünnen O-Rings. Daher findet man mit 4 oder 6 Schräubchen befestigte Gehäuseböden durchaus bei nanhaften Marken in Preisklassen deutlich über 5 k€. LG Volker
Hi Mario, vielen Dank für diesen brandaktuellen Review, wie immer sehr umfassend! Ich bin ein bekennender Freund von symmetrischen Ziffernblättern, auch die Abmessungen der VANDAAG Schallmauer Automatik werden vielen Kunden gut stehen. Aber… die 4 Schlitzschräubchen des Bodens mögen bei der EUR 299 Quarzversion in Ordnung gehen, aber bei einer Uhr von EUR 1 bis 1,7k erwartet man schon einen vollverschraubten Boden. Sorry, aber das sollten erfahrene Leute in der Uhrenbranche eigentlich wissen. Schönes Wochenende, LG Frank
Danke für deinen Input 🙂