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Süßer die Kassen nie klingeln: Fast 1400 Stück von der ersten Auflage (Creator Edtion) des Automatik-Chronographen NB24 hat die Schweizer Uhrenmarke CODE41 Anfang 2021 an den Mann (und die eine oder andere Frau) gebracht. Das bescherte CODE41 insgesamt knapp 5,3 Mio. Schweizer Franken.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Man muss die skelettierte Optik des CODE41 Chronographen NB24 nicht mögen, die Schweizer schaffen es aber immer wieder mit Besonderheiten im Design und in der Technik (z.B. peripherer Rotor) aus der Masse an Uhrenherstellern herauszustechen.

In der Summe verwundert es nicht, dass CODE41 ab dem 24. November 2021 den NB24 Chrono in einer zweiten Edition für einen Zeitraum von 3 Wochen über Vorbestellungen anbietet…

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Eckdaten CODE41 Chronograph NB24:

  • Exklusiv für CODE41 adaptiertes Kaliber ETA 7750 mit 28.800 bph (4 Hz), Gangreserve 48 Stunden, Sekundenstopp, Incabloc-Stoßsicherung, feinreguliert auf -5/+5 Sekunden pro Tag, zifferblattseitige periphere Schwungmasse 
  • Gehäuse aus Titan Grade 5 oder AeroCarbon
  • Durchmesser: 42 mm / Gehäusehöhe: 13,7mm 
  • Horn-zu-Horn 51 mm
  • Gewicht: NB24 Titan 78 Gramm bzw. 108 Gramm mit Lederband / NB24 AeroCarbon: 64 Gramm bzw. 94 Gramm mit Lederarmband 
  • Bandanstoß 24 mm
  • werkzeugloses Montagesystem für die verschiedenen Bandvarianten
  • Kratzfestes Saphirglas auf Vorder- und Rückseite, entspiegelt
  • Wasserdicht bis 10 bar 
  • Super-Luminova
  • Edition 2 vorbestellbar ab 24. November 2021, direkt bei code41watches.com

CODE41 Chronograph NB24 Edition 2

Der CODE41 Chronograph NB24 ist wie alle CODE41-Modelle in Zusammenarbeit mit der CODE41-Community entstanden, die ihren Input hinsichtlich wesentlicher Designmerkmale geben durfte. Nach neun Monaten Entwicklungszeit, Prototyping und dergleichen war es dann Anfang 2021 soweit und das Modell NB24 stand in den Startlöchern. Die Buchstaben „NB“ stehen dabei übrigens für den CODE41-Markenbotschafter Nigel Bailly, einem jungen querschnittsgelähmten Rennfahrer, der sich im August 2021 einen Lebenstraum erfüllte, indem er an den 24 Stunden von Le Mans teilnahm.

CODE41-typisch kommt auch der Chronograph NB24 in einem hochmodernen Gewand, das sich erfrischend von der nicht abbrechenden Retro-Welle abhebt: Augenscheinlich ist vor allem die starke Skelettierung des Zifferblattes, die ein Blick auf das Kaliber samt peripherem Rotor erlaubt (dazu gleich mehr). Ins Auge stechen auch „Brücken“, die sich über das Zifferblatt ziehen und ein übergroßes „X“ formen. Die moderne Optik wird dabei besonders gut durch das Kautschukband abgerundet.

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Beim Gehäuse setzt CODE41 passenderweise nicht nur auf eine moderne Form (man beachte beispielsweise die Hörner mit ihren „Ausbuchtungen“ und den Sechskantschrauben), sondern auch auf moderne Materialien und Leichtbau.

So ist der Chronograph NB24 zum einen mit einem Gehäuse aus Titan Grade 5 erhältlich, das verschiedene Vorteile hat: Titan ist immerhin rund halb so schwer wie Edelstahl und ein geringeres Gewicht zahlt naturgemäß auf den Tragekomfort ein.

Darüber hinaus ist Titan grundsätzlich sehr gut geeignet für alle Uhrenfreunde, die Probleme mit Kontaktallergien haben (mehr über Uhren und Allergien hier).

Titan zeichnet sich außerdem durch eine bemerkenswert hohe Festigkeit bei einer geringen Dichte aus – so ist Titan Grade 5 deutlich weniger empfänglich für Kratzer als Edelstahl. Titan reagiert darüber hinaus schnell mit dem Sauerstoff der Luft, wodurch eine sehr beständige Oxidschicht entsteht, die vor Korrosion schützt. Diese vorteilhaften Eigenschaften sind gleichzeitig auch Nachteile bei der Zerspanung, d.h. die Bearbeitung von Titan ist deutlich aufwendiger – so ist es bei den eingesetzten Werkzeugen vor allem wichtig die Reibung an der Schneide zu minimieren, da Titan zur Kaltverfestigung neigt. Hierfür sind scharfe Werkzeuge ein Muss.

Auf der anderen Seite stehen auch NB24-Varianten mit einem Gehäuse aus Carbon zur Verfügung, welches das hochmoderne Zifferblattdesign meiner Meinung nach am besten unterstreicht. Es handelt sich um hochdichte Kohlefasern bestehend aus über 300 Lagen, die jeweils im 90º-Winkel zueinander angeordnet sind und aufwendig unter einem Druck von 10 bar in einem Autoklavenofen verdichtet werden. Dieses dadurch entstehende, sogenannte AeroCarbon ist 2,5-mal biegefester als Stahl und doppelt so leicht wie (das ohnehin schon sehr leichte) Titan.

Der Name AeroCarbon passt daher in doppelter Hinsicht: Ähnlich wie bei Autos hat auch bei Flugzeugen ein niedriger Spritverbrauch heute höchste Priorität, weshalb Leichtbauverfahren stark an Bedeutung gewinnen. Liegt beim großen Airbus A380 der Anteil an leichten Verbundwerkstoffen immerhin schon bei 28 Prozent, sind es beim Airbus A350 XWB bereits 53 Prozent. Dabei sind die 32 Meter langen und sechs Meter breiten Tragflächen der A350 XWB die größten jemals aus kohlefaserverstärktem Kunststoff hergestellten Flugzeugteile. Und obwohl die Herstellungs- und Verarbeitungskosten der Verbundmaterialien weit über denen klassischer Metallbauteile liegen, schreitet der Einsatz im modernen Flugzeugbau unaufhaltsam voran. Der Grund dahinter ist einfache Mathematik bzw. Wirtschaftlichkeitsrechnung: Langfristig überwiegt der Kostenvorteil des Betriebs solcher Flugzeuge, die dank ihres signifikant reduzierten Gewichts deutlich weniger Kerosin verbrauchen.

Das Uhrwerk des Chronographen NB24 basiert auf der Architektur des Schweizer Dauerbrenners ETA Valjoux 7750. CODE41 hat allerdings einige Modifikationen in Zusammenarbeit mit dem spezialisierten Partner Concepto, einem 2006 gegründeten Schweizer Unternehmen mit 115 Mitarbeitern, vorgenommen: So wurden die Totalisatoren auf 3 und 9 Uhr „verschoben“, um ein symmetrisches Bicompax-Design ermöglichen. Darüber hinaus wurden die Brücken neu gestaltet und – last but not least – ein zifferblattseitiger (!) peripherer Rotor verbaut…

Sichtbares peripheres Gewicht auf der Seite des Ziffernblattes

NB24 goes peripher

Die periphere Schwungmasse ist das Herzstück des Chronographen NB24: Anstelle einer normalen, zentralen Schwungmasse kommt das Modell mit einem Aufzugsrotor, der am äußeren Rand des Werkes in einem fein abgestimmten Kuggellager liegt (einer Art „Schiene mit Rollen“). Der Vorteil: Dank der peripheren Technologie kann eine Uhr deutlich schmaler konstruiert werden (ein Standard-Rotor trägt im Vergleich recht stark auf) – mit humanen 13,7 mm Bauhöhe ist der Chronograph NB24 tatsächlich merkbar flacher als die meisten anderen Chronographen mit dem ETA 7750. Das kann sich – vor allem in Verbindung mit den leichten Materialien Titan und Carbon – positiv beim Tragekomfort bemerkbar machen.

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Darüber hinaus erlaubt ein peripherer Rotor den freien Blick auf das Werk – im Vergleich wird bei einer zentral-rotierenden Schwungmasse das Werk um rund 50% verdeckt. Uhrenfreunde, die sich insbesondere an der Mechanik von Uhren erfreuen, erwartet dabei ein besonderes Schmankerl: CODE41 ging noch einen Schritt weiter und hat die periphere Schwungmasse so konstruiert, dass diese auf der Zifferblattseite sichtbar ist. In Verbindung mit einer permanent rotierenden Sekundenscheibe gibt es also eine Menge zu entdecken.

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Wie gewohnt kommuniziert CODE41 die Kosten des Chronographen NB24 auf transparente Art und Weise – und so fällt schnell auf, dass allein das Uhrwerk wegen seiner vielen, oben beschriebenen Besonderheiten über 70% der Gesamtkosten ausmacht. Insgesamt erreicht das Modell NB24 rund 80% Swiss Made-Anteil – deutlich mehr als die per Schweizer Verordnung geforderten 60%, die offiziell für das Swiss Made-Label notwendig sind. Trotz Übererfüllung führt CODE41 das Swiss Made-Label nicht – aus Prinzip: Die Schweizer sagen, unter anderem mit ihrem Leitgedanken Total Transparency on Origin (TTO), seit je her offen was sie vom Swiss Made-Label halten: Nämlich gar nix.

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Die Idee dahinter ist, dass CODE41 mit Transparenz hinsichtlich Kosten und Herkunft auf den Kalkulations-Irrsinn von Swiss Made hinweisen will: So ist es ein offenes Geheimnis, dass es nach wie vor kein Problem für Uhrenmarken ist mit „Swiss Made“ zu werben, obwohl fast alle Komponenten aus China oder anderen asiatischen Ländern stammen. Die überdurchschnittlichen hohen Schweizer Lohnkosten (zum Beispiel für die Endkontrolle oder einen Uhrmacher, der das Werk feinreguliert) machen’s möglich, da diese die Kosten der fernöstlichen Komponenten schnell deutlich übersteigen (mehr über Swiss Made-Uhren hier).

Grundsätzlich spricht natürlich überhaupt nichts gegen Zulieferer aus Fernost, denn natürlich können auch die Asiaten hervorragende Qualität liefern. Dennoch muss man einfach sagen, dass die Swissness-Regeln in ihrer derzeitigen Form Tür und Tor für die systematische Ausnutzung der krassen Unterschiede in den Kostenniveaus zwischen der Schweiz und Asien öffnen.

Vorbestellungen der CODE41 NB24 Edition 2

Vorbestellungen für die NB24 Edition 2 werden vom 24. November 2021 bis zum 16. Dezember 2021 möglich sein. Der Preis startet bei 4713€ (Titan) bzw. 5103€ (AeroCarbon) und es stehen verschiedene Bandvarianten zur Verfügung. Obwohl der Versand direkt aus der Schweiz erfolgt, sind Steuern und Zollgebühren transparenterweise bereits enthalten, da CODE41 im Warenkorb ein System implementiert hat, das es ermöglicht, die jeweiligen Zollgebühren und die Mehrwertsteuer des Landes zu berechnen und automatisch zu bezahlen. Kurzum: Man muss nichts zusätzlich berappen, wenn man die Uhr geleifert bekommt und spart sich nervige Touren zum Zollamt.

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