Wer sich ein bisschen mit mechanischen Uhren beschäftigt, stößt unweigerlich auf eine Art stillen Star der Branche: das Schweizer Automatikkaliber Sellita SW200, eines der meistverwendeten Uhrwerke im Bereich höherwertigerer, mechanischer Uhren – egal ob Microbrand für unter 1000€ oder auch manche Luxusuhr (siehe zum Beispiel Breitling) – die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man eine Uhr mit der Kaliberbasis SW200 antrifft. Und dieser Dauerläufer bekam anno 2026 ein umfassendes technisches Upgrade: das Sellita SW200‑2 Power+ mit deutlich aufgebohrter Gangreserve.
Auf den ersten Blick scheint sich nichts verändert zu haben. Das SW200-2 Power+ weist dieselben Abmessungen und fast dasselbe Erscheinungsbild wie sein Vorgänger auf und ist somit 100% kompatibel mit Modellen, die bereits das SW200-1 verwenden. Doch unter der vertrauten Oberfläche verbirgt sich eine grundlegende Überarbeitung vieler Baugruppen. Und es gibt auch schon ein paar wenige Hersteller, die das Werk verbauen, darunter Sinn Spezialuhren (in der 544), Christopher Ward (C63 Sealander) und nun auch Circula aus Pforzheim – sowohl die Circula ProTrail als auch die ProFlight wurden und werden künftig mit dem SW200-2 ausgeliefert. Und das Interesse daran war offenbar größer als selbst die Pforzheimer erwartet hatten: Die erste Charge war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Aber Nachschub ist schon in Aussicht (dazu später mehr). Wir starten zunächst einmal mit einem tiefen technischen Einblick.






Tipp: Bewegte Bilder zum SW200-2 und zu den neuen Circula-Uhren gibt’s hier bei uns auf YouTube:
Sellita SW200-2 Power+: Die Neuerungen
Die meisten Uhrenfreunde kennen das ETA 2824, ein Schweizer Automatikkaliber, das sich seit den 1970er-Jahren als zuverlässiger Standard etabliert hat (das 2824-2 wurde in den 1980er-Jahren eingeführt). Robust, relativ günstig zu warten und präzise genug für den Alltag – kurz gesagt ein echtes Arbeitstier. Als die Swatch Group Anfang der 2000er ankündigte, seine ETA-Werke nicht mehr uneingeschränkt an externe Hersteller zu liefern, wurde die Branche nervös. Schließlich lebten unzählige Uhrenmodelle von genau diesem Werk.
Nach viel Hin und Her mit der Schweizer Wettbewerbskommission kam es dann auch so, dass die Werke nicht mehr für den freien Markt verfügbar waren. Die dadurch entstandene Lücke füllte unter anderem, aber vor allem ein Hersteller: die Sellita SA. Das Unternehmen begann, auf Basis ausgelaufener Patente eine Uhrwerkeproduktion im industriellen Maßstab hochzuziehen – und setzte sich nachhaltig gegen die meisten Wettbewerber durch (zu nennen wären da beispielsweise noch LJP oder STP). So entstand das SW200-1, das sich heute mit mehreren Hunderttausend produzierten Stück pro Jahr in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem der meistverwendeten Schweizer Automatikwerke überhaupt entwickelt hat und als hochwertige, in der Schweiz gefertigte Alternative zum ETA 2824-2 gilt. Das SW200 hat sich so zum Standardwerk für unzählige Marken entwickelt – von Einsteigeruhren, über Microbrands bis hin zu zertifizierten Chronometern im Luxusgefilde (man schaue beispielsweise auf die Breitling SuperOcean mit Kaliber B17, hinter dessen Bezeichnung sich ein COSC-zertifiziertes SW200-1 versteckt).
Mehr: Baugleich!? Sind Sellita SW200 und ETA 2824-2 wirklich IDENTISCH? | CHRONONAUTIX Uhren-Blog



Warum gerade das SW200 so beliebt ist, lässt sich relativ einfach erklären: Es ist zuverlässig, weit verbreitet und für die meisten Uhrmacher weltweit gut zu revidieren und zu reparieren. Ersatzteile sind verfügbar, Serviceintervalle gut kalkulierbar – für Marken bzw. Hersteller und Kunden gleichermaßen ein beruhigender Gedanke. In vielen Uhren ist das Kaliber daher so etwas wie der sichere Hafen.
Ganz ohne Schwächen ist allerdings auch dieser Klassiker nicht. Der vielleicht häufigste Kritikpunkt betrifft die Gangreserve. Damit ist die Zeit gemeint, die eine mechanische Uhr weiterläuft, nachdem sie vollständig aufgezogen wurde und dann nicht mehr bewegt wird. Beim klassischen SW200-1 liegt diese Reserve bei bis zu 41 Stunden. Das reicht im Alltag meistens aus – wer seine Uhr täglich trägt, merkt davon wenig. Doch sobald man mehrere Uhren im Wechsel trägt, passiert es schnell: Freitagabend abgelegt, Sonntags zum Brunch fast schon wieder stehen geblieben.




In den letzten Jahren haben einige Hersteller genau an diesem Punkt angesetzt und ihre Kaliber „Weekend-Proof“ gemacht. Längere Gangreserven sind mittlerweile das führende Verkaufsargument. Besonders bekannt ist das Powermatic 80, das ETA 2013 vorstellte. Der Name verrät es schon: rund 80 Stunden Laufzeit – allerdings insbesondere „erkauft“ durch eine niedrigere Unruhfrequenz von 28.800 auf 21.600 Halbschwingungen pro Stunde.
Andere Anbieter zogen nach. Das 2022 eingeführte Schweizer La Joux‑Perret G100 beispielsweise bringt etwa 68 Stunden Gangreserve mit und ist fester Bestandteil einiger Uhrenmodelle von verschiedenen Herstellern, z.B. die Circula Facet. Im Vergleich zum SW200 (-1 und -2) ist das G100 aber relativ teuer.
Ein deutlich weniger im Markt verbreitetes Dreizeiger-Kaliber kommt von der Kenissi SA, hinter der prominente Namen stecken: Rolex bzw. Tudor und Mitanteilseigner Chanel. Unter dem Namen WERK 11 bringt beispielsweise Fortis das ordentliche „Weekend-proof“-Gangreserve in Höhe von 70 Stunden sowie eine Art Brücke mit Zwei-Punkt-Fixierung über der Unruh, welche die Stoßfestigkeit erhöhen soll.
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Nun, wie sagt man so schön: Wettbewerb belebt das Geschäft – und so blieb der Sellita SA wohl wenig anderes übrig, als ebenfalls nachzulegen. Das Ergebnis ist das SW200-2 Power+, das als wesentliches Argument vor allem eine auf 65 Stunden aufgebohrte Gangreserve mitbringt. Obwohl man beim SW200-1 (das übrigens anno 2008 die Bezeichnung -1 erhielt) mit ein paar technischen Kniffen die Gangreserve um einige Stunden hätte erhöhen können, entschied sich Sellita für eine umfassendere Überarbeitung, was auch erklärt, warum das Upgrade bis 2026 auf sich warten lassen hat. Dabei wurden laut Sellita wesentliche Optimierungen am gesamten Kaliber vorgenommen, insbesondere an den Verzahnungsprofilen des Räderwerks, dem Federhaus, dem Regulierorgan sowie an der Ebauche.
Gleichzeitig stimmen die Maße mit dem SW200-1 überein, die Architektur ebenfalls. Für Marken bedeutet das einen enormen Vorteil: Das neue Werk passt in Gehäuse, die bislang für das SW200-1 ausgelegt waren – so wie eben die Circula ProTrail und die Circula ProFlight (dazu gleich mehr). Hersteller müssen also nicht gleich die Gehäusekonstruktion über Bord werfen.
Was heißt das im Detail? Nun, Sellita hat – wie Eingangs erwähnt – viele Baugruppen neu konstruiert, auch wenn es äußerlich vertraut wirkt: Das Werk verfügt über ein vollständig überarbeitetes Reguliersystem einschließlich neuer Hemmung und neuer, im Durchmesser verkleinerter Unruh. Deren Trägheitsmoment wurde von 16 auf 8 mg/cm² reduziert, ohne dabei die Stabilität des Schwingungssystems zu beeinträchtigen.
Gleichzeitig wurde auch der automatische Aufzug überarbeitet: Da die neue Zugfeder deutlich mehr Energie speichern kann, musste Sellita auch die Aufzugseffizienz erhöhen, damit die größere Gangreserve im Alltag möglichst schnell wieder „aufgebaut“ wird.
Auch ein neues Getriebe mit optimierter Zahngeometrie, ist an Bord. Die Räder sind im Vergleich zum SW200-1 in einer anderen Farbe gefertigt und daher im Kundendienst leicht zu identifizieren. Eine neue Federhauskonstruktion samt überarbeiteter Zugfeder (mit mehr Windungen bzw. Spiralen) und sogar eine neue Incabloc-Stoßsicherung gibt’s oben drauf (Stoßsicherung an der Unruhwelle). Auch Hauptplatine und Brücken wurden neu konstruiert und steifer ausgelegt, was Haltbarkeit und Langzeitstabilität verbessern soll.
Obwohl das Werk vollständig in bestehende Gehäuse passt, sind die meisten Bauteile nicht mehr mit denen des SW200-1 kompatibel. Lediglich Datumsmechanismus und Zeigerstellmechanismus bleiben weitgehend unverändert. Die Anzahl der Lagersteine bzw. Juwelen bleibt ebenfalls gleich.
Die exakten Änderungen gehen auch aus dieser Vergleichsdokumentation von Sellita hervor:








Besonders lobenswert ist auch die Tatsache, dass die Frequenz unverändert ist: Das Werk arbeitet weiterhin mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, also 4 Hertz. Diese sorgt für eine flüssige(re) Zeigerbewegung und kann die Gangstabilität verbessern. Einige Werkehersteller reduzieren die Frequenz (z.B. auf 21.600 oder 25.200 bph), um Energie zu sparen und so eine höhere Gangreserve zu „erkaufen“ (siehe Powermatic 80) – Sellita wollte diesen Weg offenbar bewusst nicht gehen und hat (löblicherweise) technische Wege ohne Reduzierung der Frequenz gefunden.
Wichtig zu wissen ist vielleicht noch: Das SW200-1 ist vorerst weiterhin verfügbar, da die Umstellung aufgrund nicht austauschbarer Teile und der etwas höheren Kosten des SW200-2 etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Wie mir manche Microbrands berichteten, haben diese teilweise leider auch noch gar nicht die Möglichkeit zeitnah an die neuen Kaliber zu kommen, da einfach noch nicht alle Kunden beliefert werden können. Die neue Architektur soll laut Sellita außerdem schrittweise in der gesamten SW200-Familie zum Einsatz kommen – also auch bei Varianten mit zusätzlichen Komplikationen oder skelettierten Ausführungen.
Auch wenn die Änderungen beim SW200 vielleicht nicht so aufregend wie eine Produktneuheit wirken, sollte seine Bedeutung nicht unterschätzt werden: Sellita ist mit Abstand mittlerweile der Marktführer und insbesondere für das durchaus auch in der Microbrand-Szene verbreitete, aber recht teure La Joux‑Perret mit dem G100 (68 Stunden) gibt es nun eine ernsthaft Alternative.
| SW200-1 | SW200-2 | |
| Ligne | 11,5 Zoll | 11,5 Zoll |
| Anzahl Juwelen/Steine | 26 Juwelen | 26 Juwelen |
| Gangreserve | 38–41 Stunden (1,7 Tage) | ~65 Stunden (2,7 Tage) |
| Frequenz | 28.800 bph | 28.800 bph |


Abschließend noch ein Kommentar von Uhrmacher Leon von ChronoRestore zum neuen Werk:
Ich finde die Weiterentwicklungen sowohl von Sellita als auch von ETA immer sehr spannend. Alleine schon die Weiterentwicklung vom Sellita SW200 zum SW200-1 war ein großer Sprung, der viele Probleme wie zum Beispiel die Entstehung des Helikoptereffekts verringert hat. Ich bin gespannt, wie sich das SW200-2 später in den Uhren macht, und ob hier wieder irgendwelche kleinen Kinderkrankheiten entstanden sind. Das zeigt meist erst der Langzeittest und wenn einige Hersteller dieses Werk irgendwo verbaut haben. Prinzipiell vertraue ich dort aber sehr intensiv auf die Erfahrung der großen Hersteller und bin mir sicher, dass es sich bei den Änderungen hauptsächlich um gute, ehrliche und vor allem positive Veränderungen am Werk handelt. Die jahrelange Erfahrung eines solch großen Werkherstellers lässt sich nicht einfach unter dem Tisch kehren und so viele Werke wie Sellita in den letzten Jahren produziert hat, so viele Rückmeldungen wie diese von ihren Kunden erhalten haben, um nun ein noch besseres Produkt geschaffen zu haben.
Die gesamte technische Dokumentation des SW200-2 könnt ihr hier abrufen. Dort ist auch gut erkennbar, dass die Ganggenauigkeits- bzw. Qualitätsstufen Elaboré, Top und Chronometer unverändert sind:

Mehr:
Uhrmacher vergleicht: ETA 2824 vs. Sellita SW200 vs. Miyota 9015 | CHRONONAUTIX Uhren-Blog
Sellita SW200-1 & Co.: Uhrmacher über Qualitätsstufen
Sellita SW200-2 und Circula ProTrail / ProFlight
Sowohl die Field Watch ProTrail als auch die Fliegeruhr ProFlight von Circula gehören zu den ersten Serienuhren überhaupt, die bereits anno 2026 mit dem neuen SW200-2 ausgeliefert wurden und werden. Leider waren genau diese beiden Modelle schneller vergriffen, als man „Automatikkaliber“ sagen konnte – wer sich eines der Modelle sichern wollte, musste ziemlich flott sein. Ganz offenbar gibt es etliche Uhrenfreunde, die nach der neuen Technik dürsten. Leer muss aber niemand ausgehen: Beide Modelle können vorbestellt werden. Circula gewährt noch bis zum Abend des 15. Juli einen Vorbestellerrabatt von 100 Euro und die Auslieferung der nächsten Charge ist für Ende September 2026 vorgesehen.








Dabei ist das neue Uhrwerk nicht die einzige Änderung – insbesondere das Blatt ist in einigen Details verändert worden. Die ProTrail erhält unter anderem einen leicht überarbeiteten Zeigersatz, der das ohnehin sehr funktional-cleane Zifferblatt noch etwas harmonischer wirken lässt: dieser ist nun grade, statt zulaufend. Der Sekundenzeiger hat außerdem ein „Leucht-Gegengewicht“ bekommen.
Auffällig ist insbesondere auch, dass die Ziffern nun im kantigen Stil der ProFlight kommen, was die ProTrail auf jeden Fall noch eigenständiger macht. Der „Antimagnetic“-Schriftzug verabschiedet sich komplett vom Blatt (gleichzeitig ist sie, genau wie die ProFlight, weiterhin bis bis 80.000 A/m antimagnetisch dank Weicheisenkäfig – dazu gleich mehr). In der Eisenbahnminuterie haben wir ferner auf 12-3-6-9 Uhr nun eine etwas markantere Unterscheidung zwecks besserer Orientierung im Dunkeln. Im Zentrum gibt’s nun außerdem eine raue Struktur, die sich an die Gehäusestruktur anlehnt, anstelle eines Schallplattenmusters.
Alles keine Revolution also, sondern eher aus der Kategorie Feinschliff – und das ist auch gut so, denn die ProTrail gehört zu meinen absoluten Favoriten bei Circula, bei der man meiner Meinung nach gar nicht so viel besser machen kann. So ist auch die beliebte Farbe „Sand“ (Gott sei Dank!) erhalten geblieben.
Hier im Vergleich die alte (links) vs. die neue ProTrail (rechts).

Die ProFlight wiederum bekommt eine neue Gravur auf dem Gehäuseboden spendiert, der das SW200-2 schützt. Auch hier gilt: das ist natürlich keine spektakuläre Änderung, sondern eine kleine Überarbeitung, die das Gesamtbild etwas abrundet.




Das Gesamtpaket bleibt letztlich auch der Grund, warum beide Modelle auch anno 2026 eine dicke Empfehlung verdienen: Das Gehäuse ist das gemeinsame, unveränderte Ausstattungsmerkmal und nicht nur optisch aufwändig verarbeitet: durch das Tiefenhärteverfahren Kolsterisieren ist es auch noch vor Kratzern geschützt. Bei diesem Verfahren werden unter niedrigen Temperaturen (< 300°C) große Mengen an Kohlenstoff in (!) den Stahl eindiffundiert. Auf atomarer Ebene kann man sich Edelstahl wie eine Art Gitter vorstellen, das durch den Kohlenstoff zusätzlich gestärkt wird (ein bisschen so wie die beliebten Quadro Kinderklettergerüste, an denen man diese bunten Platten befestigen kann). Die Korrosionsbeständigkeit wird durch das Verfahren nicht beeinflusst. Das Kolsterisieren wurde ursprünglich in den 80ern von Professor Ben Kolster am TNO Institut in Den Haag ausgetüftelt und ist heute ein eingetragenes Markenzeichen der Firma Bodycote. Das Verfahren kommt beispielsweise im Maschinenbau zum Einsatz, um Schrauben zu härten und somit abriebfester und langlebiger zu machen.
Als weiteres „Gutserl“ gibt’s weiterhin – neben der Gehäusehärtung – obendrein auch noch eine antimagnetische Abschirmung: Durch einen Weicheisenkäfig (bestehend aus Zifferblattunterseite, Werkhaltering und Zwischenboden aus reinem Eisen) haben Magnetfelder, die von alltäglichen Gegenständen wie beispielsweise von handelsüblichen Lautsprechern, einem iPad oder dergleichen ausgehen können, deutlich weniger negativen Einfluss auf die Ganggenauigkeit des Sellita SW200-2. Um kein „Loch“ im Weicheisenkäfig zu haben, durch das das Kaliber magnetisiert werden kann, verzichtet Circula naheliegenderweise auf ein Datumsfenster. Insgesamt kann die Circula ProTrail bzw. ProFlight so bis zu 80.000 A/m (= 100.000 Mikrotesla) abschirmen. Der Alltagsnutzen des Weicheisenkäfigs ist nicht zu verachten, denn Uhren können schnell durch alltägliche Gegenstände magnetisiert werden: Wie ich in meinem ausführlichen Artikel über Uhren und Magnetismus bzw. in einem Experiment festgehalten habe, gibt es im Alltag quasi überall Magnetismus-Quellen. Von einer handelsüblichen TV-Soundbar (Marke Sony) gehen beispielsweise bis zu 5000 Mikrotesla aus, wie ich ganz konkret gemessen habe. Insbesondere die Unruhspiralfeder eines mechanischen Uhrwerkes kann durch solche Quellen magnetisch aufgeladen werden, wodurch die Uhr langfristig (!) vor oder nach geht (bis zu mehrere Minuten pro Tag). Dank des Weicheisenkäfigs in ProFlight und ProTrail braucht man sich im Alltag deutlich weniger Gedanken um mögliche negative Effekte auf die Ganggenauigkeit des SW200-2 zu machen.
Summa summarum ergänzt das neue Sellita SW200-2 die mehr als üppige technische Ausstattung der ProTrail und der ProFlight nun um ein weiteres gutes Argument, das auf das ohnehin schon hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis einzahlt.








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Ich habe das SW200-2 Power+ bereits in Gebrauch, Wolfgang Herinrich bietet es Optional in seinen Helicoprions an. Es soll wohl in jedes Gehäuse passen, in dem der Vorgänger verbaut war aber ist nicht abwärtskompatibel bei den Ersatzteilen. 40mm ist leider für mich sehr Grenzwertig mit 20,5 cm HGU, ich bete, dass die kleinen Uhren nicht zum Trend werden….