TAG Heuer Carrera Calibre 5 Ring Master: Muhammad Ali Edition (WAR2A11.FC6337) 4


Da ich selber mal eine Weile oft auf die Nase bekommen geboxt habe und ich großer Fan des Box-Sports bin, weckte die neue TAG Heuer Carrera Muhammad Ali Edition natürlich sofort mein Interesse. Auf der anderen Seite war ich aber auch stark voreingenommen – zuletzt ging ich ja kritisch auf die lieblos und inflationär auf den Markt geworfenen TAG Heuer Sondereditionen wie die TAG Heuer Bundesliga-Uhr ein.

So viel vorweg: TAG Heuer wurde der Boxlegende Muhammad Ali mit der Carrera Calibre 5 Ring Master dieses mal Gott sei dank gerecht…

 

Muhammad Ali: Geschichte einer Legende

The Greatest of all time

Sportsman of the Century

Undisputed Champion

Athlete of the Century

Großmaul

Das sind nur einige der Titel und Spitznamen, die sich eine der größten Boxlegenden, Muhammad Ali, während seiner Karriere erarbeitet hat.

Berühmt geworden ist Muhammad Ali zunächst mit seinem unkonventionellen Kampfstil: Deckung hatte Ali nicht nötig – er vertraute (fast) immer auf seine flinken Beine und seinen Instinkt für die bevorstehenden Schläge der Gegner.

 „Float like a butterfly, sting like a bee“ („Fliege wendig wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene“

hat Ali seinen Kampfstil mal bezeichnet. Äußerst treffend!

Der Erfolg gab Muhammad Ali Recht: Vier Jahre nach dem Gewinn der Goldmedaille im Halbschwergewicht bei den Olympischen Spielen in Rom holt er seinen ersten Weltmeistertitel.

Aber auch abseits des Rings machte Ali Schlagzeilen: Der eigentlich als Cassius Clay geborene Jahrhundersportler konvertierte zum Islam, trat den radikalen Black Muslims bei und legte in Zuge dessen seinen „Skalvennamen“ Cassius Clay ab. In den folgenden Jahren wird Ali zur Symbolfigur für viele Schwarze – eine bittere Pille für die konservative weiße Öffentlichkeit.

Bild: Eugene Gologursky/Getty Images for TAG Heuer

Bild: Eugene Gologursky/Getty Images for TAG Heuer

Als sich Ali weigerte im Vietnamkrieg zu kämpfen, entging er nur knapp der Haft dank einer hohen Kaution. Der sportliche Bruch ließ sich allerdings leider nicht vermeiden: Dem damals 25-jährigen Ali wurden sämtliche Weltmeistertitel aberkannt und er bekam Boxverbot. Ali ließ sich aber nicht unterkriegen und kämpfte politisch weiter – für die Rechte der Schwarzen und gegen den Krieg.

Als sich die öffentliche Meinung bezüglich des Vietnamkrieges drehte, durfte Ali wieder boxen. Doch die dreieinhalb Jahre Zwangspause sind nicht spurlos an Ali vorbeigegangen, junge Nachwuchstalente wie Joe Frazier oder George Foreman waren die neuen Platzhirsche.

Doch Ali kämpft sich zurück und und schrieb mit zwei Boxkämpfen Geschichte: Mit dem „Rumble in the Jungle“ gegen Foreman und dem „Thrilla in Manila“ gegen Frazier. Ali gewann beide Kämpfe, die Intensität ist nach wie vor im Boxsport kaum erreicht.

 

1982 erkrankte Ali an der Nervenkrankheit Parkinson. Dennoch entzündete er 1996 in Atlanta das Olympische Feuer und unterstrich einmal mehr seinen Kampfgeist.

 

Seinen allerletzten Kampf verliert Muhammad Ali allerdings: Infolge seiner Krankheit verstarb er am 03. Juni 2016. Muhammad Ali wurde 74 Jahre alt.

 

TAG Heuer: Wohltätigkeitsveranstaltung im Gleason’s Gym zu Ehren von Muhammad Ali

Die berühmte Boxtrainingsstätte Gleason’s Gym in Brooklyn, in der neben Ali z.B. auch Mike Tyson trainierte, war der Treffpunkt für eine von TAG Heuer und Muhammad Ali Enterprises organisierte Wolhtätigkeitsveranstaltung zu Ehren von Muhammad Ali.

Die Event Location: Gleason's Gym, Bild: Eugene Gologursky/Getty Images for TAG Heuer

Die Event Location: Gleason’s Gym, Bild: Eugene Gologursky/Getty Images for TAG Heuer

Die Gästeliste war natürlich ziemlich prominent besetzt: Muhammad Alis letzte Ehefrau Lonnie Ali (insgesamt kamen 4 Frauen und 9 Kinder auf Muhammad Alis Zähler) war ebenso zu Gast wie ehemalige Boxgegner (George Chuvalo und Earnie Shavers) sowie die Box-Weltmeister Evander Holyfield, Roberto Durán und Julio César Chávez. Neben ein paar weiteren TAG Heuer Markenbotschaftern ließ sich natürlich auch TAG Heuer-Chef Jean-Claude Biver nicht die Veranstaltung entgehen – hier ganz im Stile von Muhammad Ali die Deckung vernachlässigend:

JC Biver attends the Muhammad Ali tribute event at Gleason's Gym on October 25, 2016 in New York City.

Bild: TAG Heuer

 

Hier noch einige Impressionen vom Event in der Bildergallerie – alle hatten ganz offenbar Spaß und ließen es sich natürlich nicht nehmen, selbst mal die Boxhandschuhe anzulegen, um (manchmal mehr, manchmal weniger peinlich) zu posen (alle Bilder: TAG Heuer)…

 

TAG Heuer Carrera Calibre 5 Ring Master Muhammad Ali Edition

Bei so einem groß aufgezogenen Event darf natürlich eines nicht fehlen: Eine Sonderedition. TAG Heuer hat zuletzt verstärkt Sondereditionen auf den Markt geworfen, die teilweise äußerst uninspiriert und lieblos rüberkamen. Das grenzt oftmals an versuchter Kunden-Melkerei – viele Uhrenfreunde finden keine netten Worte für solch ein Vorgehen. Jetzt aber bitte nicht reflexartig den Artikel wegklicken – TAG Heuer hat mit der neuen Carrera Calibre 5 Ring Master Muhammad Ali Edition zum Glück vieles richtig gemacht.

Ein ETA 2824-2 Automatikwerk („Calibre 5“), beidseitig entspiegeltes Saphirglas, 43mm Durchmesser, 10bar Wasserdichtigkeit (zum Schwimmen geeignet) – so weit die nüchternen Fakten zur TAG Heuer Carrera Calibre 5 Ring Master Muhammad Ali Edition (WAR2A11.FC633).

Eine Besonderheit zeichnet das Modell allerdings aus und hebt die Uhr (zum Glück) von vielen eher plumpen Sondereditionen der Vergangenheit ab: Das Modell basiert auf der 1957 erschienen Heuer Ring Master Stoppuhr. Das Besondere: Der rot-weiß gemusterte Rand, der als Hilfsmittel zum Stoppen von Zeiten in verschiedenen Sportarten diente – darunter auch der Boxsport, bei dem damals ein Kampf aus 15 Runden á 3 Minuten (bzw. 2 Minuten für Amateure; 1 Minute Pause zwischen den Runden) bestand und entsprechend gestoppt werden musste.

Zugegeben: Mehr als ein optisches Gimmick ist das natürlich für schätzungsweise 99,9% der Träger dieser Uhr nicht – dennoch finde ich die Idee, die Geschichte von Muhammad Ali mit einem historischen Heuer-Modell zu kombinieren, äußerst durchdacht.

Original Heuer Ring Master aus dem Jahre 1957, Bild: TAG Heuer

Original Heuer Ring Master aus dem Jahre 1957, Bild: TAG Heuer

Und so sieht das Ganze dann in der Muhammad Ali Edition aus (alle Bilder: TAG Heuer) – man beachte auch die meiner Meinung nach durchaus gelungene Signatur auf dem Ziffernblatt:

Auch der äußerst liebevoll designte Gehäuseboden mit einem eingraviertem Porträt von Mohamed Ali und dem Schriftzug „Tribute to Mohammed Ali“ kann sich sehen lassen:

Bild: TAG Heuer

Bild: TAG Heuer

Der Preis für die TAG Heuer Carrera Ring Master Muhammad Ali Edition soll ca. 3000€ betragen. Ein sportlicher Preis für eine Uhr mit einem eingeschalten ETA-Werk. Für Fans des Boxsports im Allgemeinen oder von Muhammad Ali im Speziellen, ist das Modell aber dennoch einen Blick wert.

Gold-Variante der TAG Heuer Carrera Calibre 5 Ring Master Muhammad Ali Edition

Im Rahmen der Wohltätigkeitsveranstaltung durfte natürlich auch nicht die Wohltätigkeit fehlen: Die TAG Heuer Carrera Calibre 5 Ring Master Muhammad Ali Edition wurde in einer Gold-Variante zusammen mit von Muhammad Ali persönlich unterschriebenen Boxhandschuhen für ein stattliches Sümmchen von 119.000 US-Dollar versteigert. Der Erlös geht zu 100% an das Muhammad Ali Center, ein Museum und Kulturzentrum in Kentucky…

Lonnie Ali und Jean-Claude Biver, Bild: Dave Kotinsky/Getty Images for TAG Heuer

Lonnie Ali und Jean-Claude Biver, Bild: Dave Kotinsky/Getty Images for TAG Heuer

 

Und so sah das Luxus-Set aus, das einen Muhammad Ali-Fan ziemlich glücklich machen dürfte (alle Bilder: TAG Heuer):


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