Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel

Breitling Blacksteel-Offensive: Avenger II Seawolf und Navitimer [inkl. günstiger Alternativen]

Schwarze Uhren scheinen gut zu gehen: Allein im Jahr 2016 hat Breitling mit dem aktuellsten Modell, der Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel, bereits das 8. Modell mit schwarzem Gehäuse vorgestellt.

Schon vor einigen Wochen habe ich über die neue Breitling SuperOcean 44 Special in Schwarz berichtet…

Neu: Breitling SuperOcean 44 Special – Extrovertierte Taucheruhr [inkl. Alternativen]

Neben weiteren Modellen wie der

  • Avenger Hurricane, einem Riesen-Klopper mit 50mm Durchmesser aus leichtem Polymerfaser-Material (Breitlight, fast 6x leichter als Stahl),
  • Chronoworks,
  • Exospace B55 mit analoger und digitaler Anzeige sowie einer für Piloten maßgeschneiderten Funktionspalette – darunter ein elektronischer Tachometer, ein Chronograf mit bis zu 50 Zwischenzeiten und ein Countdown/Countup-System für einen Countdown mit anschließender Zeitmessung, sowie der
  • grau-schwarzen Avenger Bandit

setzt Breitling dabei zuletzt mit den Modellen Chronomat 44, Avenger II Seawolf und dem Klassiker schlechthin, der Breitling Navitimer, auf die sogenannte Blacksteel-Technologie, bei der das Edelstahl-Uhrengehäuse mit schwarzem Karbon beschichtet wird. Das soll v.a. Resistenz gegenüber Kratzern gewährleisten.

Chronomat 44 Blacksteel
Chronomat 44 Blacksteel, Bild: Breitling

Breitlings Blacksteel-Karbon-Beschichtung ist offenbar sehr hochwertig – in einschlägigen Foren jedenfalls sind alle Kunden auch im Langzeittest äußerst zufrieden mit der Robustheit der Beschichtung.

Natürlich ist man bei groben Schlägen gegen das Gehäuse nie ganz sicher vor Kratzern – und Kratzer sehen deutlich unschöner in einer Beschichtung aus als bei einem normalen Edelstahlgehäuse. Darüber hinaus lassen sich Kratzer auch nicht mehr aus einer beschichteten Uhr rauspolieren. Und mit einem Edding anzusetzen ist sicherlich auch keine gute Idee…

Wer sehr penibel ist, sollte daher ggf. eher zu Modellen aus schwarzer Keramik greifen wie z.B. die Omega Planet Ocean Deep Black, die aus einem einzigen Block Keramik besteht.

In diesem Artikel stelle ich die beiden neuesten Blacksteel-Modelle von Breitling vor, die Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel und die Navitimer 46 Blacksteel. Außerdem nenne ich ein paar günstige tiefschwarze Alternativen.

 

Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel – limitierte Profitaucheruhr

Obwohl Breitling ja eher für sein Fliegeruhren-Image bekannt ist, hat der Schweizer Hersteller dennoch auch einige Taucheruhren im Programm, darunter die neue Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel in limitierter Auflage von 1000 Stück.

Mit einer Wasserdichtigkeit von irren 3000 Meter ist das Modell sogar für echte Profi-Taucher geeignet – eine Uhr ist bereits ab 200 Meter Wasserdichtigkeit für Tauchen mit Ausrüstung geeignet. Die Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel verfügt über alle weiteren Attribute einer professionellen Taucheruhr: Mit dem 45 Millimeter großen Gehäuse mit Ventil kann der Druckunterschied innerhalb und außerhalb der Uhr ausgeglichen werden. Eine einseitig drehbare Lünette für die Berechnung der Tauchzeit mit vier Reitern gewährleistet eine gute Handhabung, selbst mit Handschuhen.

Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel
Bild: Breitling
Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel
Bild: Breitling

Die verschraubte Krone mit doppelter Dichtung und Schutzverstärkungen besitzt ein griffiges Relief. Indexe und Zeiger sind überdimensional groß und durch eine Leuchtbeschichtung gut erkennbar. Das dick gewölbte Saphirglas ist beidseitig entspiegelt, wodurch das knallig-gelbe Ziffernblatt der Avenger II Seawolf Blacksteel besonders ins Auge sticht.

Das Gehäuse in satiniertem Edelstahl und die gravierte Lünette verfügen über eine kratzresistente schwarze Karbonbeschichtung (Blacksteel).

Neben dem schwarzen Kautschuk-Armband ist die Avenger II Seawolf Blacksteel auch mit einem militärtypischen Armband aus widerstandsfähigem Textil oder als Kombination von Military außen und Kautschuk innen erhältlich.

Im Herzen der Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel schlägt ein von der COSC (Offizielle Schweizerische Chronometerkontrolle) Chronometer-zertifiziertes Mechanikwerk mit Automatikaufzug. Breitling nennt dies

Manufakturkaliber Breitling 17.

De facto handelt es sich aber nicht um eine eigene Manufaktur-Kreation von Breitling, sondern um ein modifziertes Schweizer ETA 2824-2 – die Bezeichnung Manufakturkaliber ist also im klassischen Sinne nicht ganz korrekt.

Preispunkt der Breitling Avenger II Seawolf Blacksteel: Deutlich über 4000€ (UVP).

 

Breitling Navitimer 46 Blacksteel – Stealth-Klassiker unter dem Radar

Die Breitling Navitimer ist einer der Fliegeruhren-Klassiker schlechthin und wurde im Jahre 2016 in einer Blacksteel-Variante mit kontrastreichen roten Highlights in Form der drei Zeiger herausgebracht.

Das eigens von Breitling entwickelte Manfukaturkaliber Breitling 01 (diesmal wirklich) mit COSC-Chronometerzertifikat besitzt eine schwarze Schwungmasse, die durch den Sichtboden begutachtet werden kann. Für einen echten Luftfahrtlook werden das schwarze Gehäuse und Zifferblatt mit einem robusten Kautschukarmband mit Flugzeugreifenprofil kombiniert.

Der Preis für diesen 46mm großen Flieger-Koloss liegt bei sportlichen 8750€ und damit satte 1400€ höher als bei der Variante ohne schwarze Karbon-Beschichtung. Eine gute Nachricht gibt es aber: Die Rabatte auf die Navitimer 46 sind i.d.R. ganz ordentlich, so darf man also auch hoffen, dass die Navitimer 46 Blacksteel zu etwas besseren Konditionen zu haben ist.

Breitling Navitimer 46 Blacksteel
Navitimer 46 Blacksteel, Bild: Breitling
Breitling Navitimer 46 Blacksteel
Navitimer 46 Blacksteel, Bild: Breitling
Breitling Navitimer 46 Blacksteel
Navitimer 46 Blacksteel, Bild: Breitling

 

Günstige Alternativen zur Breitling Blacksteel-Reihe

Schwarz beschichtete Uhren sind an sich nichts Neues und so haben viele Hersteller Modelle in einem abwechslungsreichen schwarzen Look im Portfolio, die einen Blick Wert sind.

Zum einen wären da die neuen Hamilton Khaki Field schwarz-Modelle, über die ich bereits berichtet habe:

Hamilton Khaki Field schwarz – black is beautiful? [inkl. Alternativen]

Für Preise ab ca. 300€ sind die Hamilton Khaki Field Modelle erhältlich, z.B. bei Amazon.

Hamilton Khaki Field-Modelle zu konservativ? Ein echter Testosteron-Klopper wie die vorgestellten Breitling Blacksteel-Modelle ist auch die  Hamilton Khaki BeLOWZERO, die Matt Damon höchstpersönlich in Der Marsianer Gassi geführt hat.

Der Marsianer Hamilton Belowzero
Hochauflösendes PDF durch Klick auf das Bild abrufbar, © Hamilton International Ltd.

Als Alternative zur Alternative kann man auch einen Blick auf die unabhängige Marke Steinhart werfen. Da wäre z.B. das Modell Ocean Black DLC mit Schweizer ETA 2824-2 Automatikwerk, Saphirglas und 42mm Durchmesser für 400€.

Wer eher den Militärlook bevorzugt, darf die Steinhart Military 42 Black ins Auge fassen: Für das Swiss Made-Paket mit Saphirglas und Schweizer ETA Unitas 6498-1 Handaufzugwerk sind 490€ zu berappen.

Des Weiteren auf jeden Fall auch einen Blick Wert ist eine Uhr, die ich immer noch gerne um mein Handgelenk schnalle:

Review: Porsche Design Uhr Flat Six P’6350 – moderne Sommeruhr

Auch wenn die Porsche Design Flat Six P’6350 ein Auslaufmodell ist: Solltet ihr über das Modell in einem Outlet oder in einer Online-Aktion wie beim Shopping-Portal Vente Privee stolpern und euch das Design gefällt, kann man bedenkenlos zuschlagen! Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Anbetracht der Rabatte hervorragend.

Einigermaßen gute Online-Preise für Porsche Design Uhren habe ich ansonsten nur noch bei Chrono24.de gefunden: Porsche Design bei Chrono24.de.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich aber auch ein Besuch bei einem der Porsche Design Outlets lohnt. Nach meinen Recherchen gibt es z.B. welche in Ingolstadt, Parndorf (Österreich), Roermond (Niederlande, nicht weit weg von Mönchengladbach) und in Metzingen (bei Stuttgart).

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